Wie die eigenen vier Wände zur Wohlfühloase werden

Veröffentlicht am 7 Oktober 2019 von Verena Arnold
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Carmen Raffeiner, 28 Jahre alt und in Meran geboren, ist ein sehr kreativer Mensch, der die Abwechslung liebt und immer wieder auf der Suche nach dem Ungewöhnlichen und Einzigartigen ist. Zudem ist sie, wie sie selbst sagt, extrem detailverliebt und eine Perfektionistin. Bei Problemen lässt sie sich nicht unterkriegen, sondern sucht immer nach neuen Lösungswegen.

Doch die wichtigste Eigenschaft, die sie aufweist, ist ihre Kreativität. Dass sie diese auch beruflich ausleben wollte, war deshalb keine Frage Tatsächlich überlegte Carmen Raffeiner lange, was sie machen könnte. Sie zog mehrere Berufe in Erwägung, wie zum Beispiel Floristin, Konditorin, Dekorateurin oder Innenarchitektin. Doch auf ein Studium hatte sie nicht so grosse Lust und eine Lehrstelle als Floristin oder Konditorin fand sie nicht.

Zur Raumausstatterin kam sie eher durch Zufall. Sie erhielt einen Tipp und bekam die Lehrstelle sofort. Zum Glück, wie Carmen Raffeiner heute weiss, denn dieser Beruf entpuppte sich als Traumberuf. Allerdings kann sie diesen Beruf aus gesundheitlichen Gründen heute nicht mehr ausüben, weshalb sie sich schließlich dazu entschloss, sich als Einrichtungsberaterin und Dekorateurin selbstständig zu machen. Inzwischen hat die 28-Jährige ihr eigenen Betrieb namens WowEffekt – Homestyling –  in St. Leonhard in Passeier.

 

Carmen Raffeiner ist Raumausstatterin

 

Carmen, wann hast du deine Leidenschaft für das Dekorieren entdeckt? Warst du schon immer in kreativen Berufen tätig? Wann hast du entschieden, selbstständig als Einrichtungsberaterin/ Dekorateurin zu arbeiten?

Meine Leidenschaft zum Dekorieren und Einrichten hatte ich von klein auf schon. Als Kind machte ich gerne meiner Mutter eine Freude, indem ich das Haus dekorierte mit selbst gepflückten Blumen und mit Naturmaterialien, die ich bei uns in der Umgebung fand. Ich verwendete auch selbst gebastelte Dinge. Ich liebte den Muttertag, Ostern und Weihnachten, weil ich da so richtig meine Leidenschaft ausleben konnte. Später war es auch meine Lieblingsbeschäftigung, in meinem Zimmer Möbel zu verrücken, meine Wände immer wieder mit neuen Farben zu streichen – kurz: Ich versuchte immer wieder mein Zimmer umzugestalten.

Auch in meinen Berufsleben machte sich diese Leidenschaft bemerkbar. Wenn ich in einem Sommerjob als Bedienung arbeitete, machte ich am liebsten die Tischdekoration, über die sich meine Arbeitgeber freuten. Als Zimmermädchen lernte ich das Bett auf verschiedene Weisen zu machen, sodass die Gäste jeden Tag eine neue Form vorfanden – vom Herz bis hin zur Seerose. Und auch im Bad bekamen die Handtücher täglich eine andere Form.

Ich versuchte auch, eine Lehre als Drogeriefachverkäuferin und Verkäuferin zu absolvieren, aber da merkte ich sofort, dass das für mich zu eintönig ist, weshalb ich sie wieder abbrach.

 

Wie viel tragen gemütliche Farben, Materialien und gut eingesetztes Licht dazu bei, dass Menschen sich wohl fühlen? Welche Farbe und welches Material würdest du auf keinen Fall für das Schlafzimmer empfehlen und warum?

Da kommen wir zu meinem Lieblingsthema! Farben, Materialien und Licht steuern viel zu unserer Psyche bei und wirken sich auf unser Verhalten aus – viel mehr als wir denken. Nicht nur wir Menschen lassen uns von diesen Einflüssen leiten, auch Tiere und Pflanzen lassen sich sehr stark davon beeinflussen. Farben können uns gesprächiger, ruhiger, lernfähiger, hungriger und aktiver machen. Sie wecken unsere Leidenschaft, können uns nervös machen oder sogar Depressionen und Aggressionen auslösen oder vermindern.

Auch die Haptik von Materialien kann sehr viel in uns bewirken: Sie kann uns Wärme und Geborgenheit vermitteln, aber auch abweisend und kalt werden lassen. Dass alle Lebewesen das Licht suchen, ist schon lange bekannt. Im Büro lässt uns das richtige Licht produktiver werden. Im Kerzenlicht fühlen wir uns geborgen und werden ruhiger. Mit Farben, Materialien und Licht kann man auch sehr schnell Räume größer, kleiner, höher, niedriger, wärmer, kälter, abweisend und persönlicher wirken lassen.

Für das Schlafzimmer empfehle ich keine grellen oder warmen Farben wie Rot und Gelbtöne. Gelb und Rot geben uns Energie, lassen uns wacher und gesprächiger werden – zu viel Rot lässt uns aber auch aggressiv werden. Mit Grüntönen sollte man auch aufpassen. Ein helles Apfelgrün oder Grasgrün lässt uns auch nicht zur Ruhe kommen. Auf glatte, harte, kalte Materialien wie Fliesen, Metall und Glas im Schlafzimmer würde ich verzichten.

Diese Materialien schlucken keinen Schall, lassen Staub in der Luft wirbeln und wir fühlen uns weder geborgen noch beschützt. Aber genau das sind die Dinge, worauf es im Schlafzimmer ankommt, damit wir einen ruhigen, tiefen Schlaf finden können. Hierfür helfen uns kühlere Farben wie Blautöne und kalte Grüntöne sowie weiche, kuschelige und warme Materialien wie Holz, Kork, Teppich und Stoffe. Diese Materialien sind auch imstande, sehr viel Schall zu schlucken und die Luft zu verbessern, indem sie den Staub in den Fasern festhalten. Besonders für Allergiker ist das sehr wichtig!

 

Welche Hilfsmittel unterstützen dich bei deiner täglichen Arbeit als Einrichtungsberaterin? Benutzt du auch verschiedene Computerprogramme, die deinen Kunden zeigen, wie die Räume aussehen können? Wie wichtig ist das für einen erfolgreichen Geschäftsabschluss?

Bei diesem Thema hebe ich mich stark von meinen Berufskollegen ab. Mit Computerprogrammen arbeite ich gar nicht. Ich habe es zwar in meiner Lehre und in den Kursen gelernt, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich von solchen Programmen gar nichts halte. Diese Pläne haben für mich keine Persönlichkeit und kein Leben. Sie wirken immer sehr kalt. Ich setze mehr auf das Altbewährte und zeichne alles mit der Hand. Ich kann genauso gut 3D-Zeichnungen machen und ein großer Vorteil ist auch, dass ich dadurch schon vor Ort beim Kunden, die ersten Skizzen zeichnen kann. Diese Pläne wirken viel persönlicher, wärmer und sind lebendiger. Für mich ist das sehr wichtig. Ich arbeite außerdem mit vielen Musterbeispielen und Beispielbildern. Für den Kunden sind Pläne, Skizzen, Muster und Beispielbilder sehr wichtig, weil es ihnen schwerfällt, sich fertige Räume vorzustellen.

Für den erfolgreichen Geschäftsabschluss ist es auch von Anfang an sehr wichtig, dass zwischen dem Dienstleister und dem Kunden eine gewisse Sympathie herrscht. In meinem Beruf ist es auch sehr wichtig, gut zuzuhören und sich bei den Gesprächen viel Zeit für den Kunden zu nehmen. Ich nehme mir auch die Ideen von meinen Kunden zu Herzen und versuche immer die Kundenwünsche zu erfüllen. Ich bringe meine Ideen ein und mache viele Vorschläge, aber wenn es meinem Kunden nicht gefällt, dann suche ich eine neue Lösung. Denn ich will ihm schließlich meine Ideen nicht aufzwingen. Am Ende ist es am Wichtigsten, dass sich der Kunde in seinem Zuhause wohl fühlt und nicht ich. Nur so kann ein Projekt erfolgreich werden.

 

An wen richtet sich dein Angebot hauptsächlich? Arbeitest du hauptsächlich für Geschäftskunden, sprich für größere Firmen, oder können dich auch private Kunden für Ihre Wohnräume buchen?

Jetzt in den ersten Jahren meiner Selbstständigkeit fange ich lieber klein an und berate sehr gerne Privatkunden, aber auch Restaurants, Bars, Pensionen, kleine Hotels oder kleinere Büroräume. Später, wenn ich mehr Erfahrungen gesammelt habe, ist es auch mein Ziel, bei großen Projekten mitzuwirken. Natürlich werde ich aber immer sehr gerne kleine Projekte annehmen.

Beim Dekorieren ist es anders: Da plane, organisiere und dekoriere ich für große Hotels, aber auch für Hochzeiten, Restaurant, Bar, Schaufenster und dergleichen.

Farben sind sehr wichtig bei der Raumgestaltung

 

Der Leidenschaft folgen

Carmen Raffeiner ist froh, sich für den Beruf der Raumausstatterin entschieden zu haben. Denn dieser Beruf erlaubte es ihr, ihre Kreativität und Detailverliebtheit ganz und gar ausleben zu können. Auch dass sie sich zur Einrichtungsberaterin umschulen ließ, war die richtige Entscheidung. Denn dadurch kann die 28-Jährige, wie sie erklärt, ihrem erlernten Beruf treu bleiben. Schließlich gehört die Einrichtungsberatung und die Dekoration zum Berufsbild der Raumausstatterin dazu, sodass sie doch noch ihre Leidenschaft folgen kann.

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