Über Umwege zur Fotografie

Veröffentlicht am 10 Juli 2019 von Verena Arnold
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Viele Menschen müssen zuerst einige Brücken bauen, diese wieder abreissen, um am Ende zu ihrer wahren Berufung zu gelangen. 

So war dies auch bei Andreas Siegfried Hoffmann der Fall, welcher zuerst ein Maschinenbaustudium betrieb, ebenso eine Fachhochschulreife in technischer Informatik und dann durch eine Reise nach Venezuela erst bemerkte, dass sein Herz eigentlich der Fotografie gehört. Man könnte aber auch behaupten, dass ihm diese Gabe und Faszination in den Genen liegt, da sein Vater, der Onkel und sein Bruder ebenso viel fotografieren. 

Im Laufe der Jahre hat sich Andreas selbst stetig weitergebildet, viel herum probiert und schaffte es bereits 2017 seine eigene Fotoschule – die Fotoschule Saarland – zu gründen. Hier gibt er Workshops, die den Interessenten das Handwerk der Fotografie näherbringen. 

Bei Einzelcoachings, Gruppenworkshops und auch Fotoreisen schafft er es immer wieder aufs Neue für Begeisterung bei seinen Kursteilnehmern zu sorgen.

Andreas Siegfried Hoffmann ist Fotograf

 

Andreas, wo hast du selber Fotografie gelernt? Welcher Erfahrung aus deiner Lehrzeit und aus deinem Werdegang bringst du nun gerne in die Gestaltung deiner Workshops mit? Was übernimmst du deinen Lehrern und welche Nachteile deines Lernprozesses versuchst du in deinen eigenen Lehrveranstaltungen zu kompensieren?

Fotografieren habe ich über zwei Wege gelernt: Einmal durch Eigenmotivation, Try & Error und viel Literatur. Dann durch diverse Praktika und Workshops bei anderen Fotografen, unter anderem auch in Hamburg.

Ich bringe vor allem mit ein, dass selbst wenn man einen Beruf lernt, es niemals das eigene Ausprobieren und Testen ersetzen kann. Das war eine Lektion die ich bereits während des Studierens gelernt habe.

Es kommen selbst Berufsfotografen zu mir, die diesen Beruf als Lehrberuf gelernt haben um nochmal neue Impulse zu bekommen.

Es ist immer etwas anderes, wenn jemand vorne steht und etwas erzählt; ob jemand bei dir ist und es dir zeigt; und ob man es selbstständig durchführt und sich fragt: Warum ist das jetzt so?

Während des Workshops gehe ich auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer ein. Darum ist die Gruppengröße, in Abhängigkeit des Workshops auch begrenzt. Ich zeige den Teilnehmern, wie Sie die Dinge mit ihrer eigenen Ausrüstung umsetzen können. Mache es selbst vor und nehme sie auch an der Hand und gehe bei Bedarf Schritt für Schritt mit ihnen alles durch. Jeder Mensch lernt anders und das ist etwas, dass ich sehr schnell verstehen musste.

 

Wie kann man sich zu deinen Kursen anmelden? Was ist die VIP-Mitgliedschaft? Welche Vorteile bekommt man, wenn man VIP-Mitglied wird?

Die Anmeldung geht ausschließlich online über die Webseite der Fotoschule. Das ist ein wichtiger Teil der Vorbereitung auf den Kurs.

Jeder Teilnehmer wird bei der Anmeldung automatisch in eine Verteilerliste eingetragen, über welche dann vor dem Kurs nochmal detaillierte Informationen versandt werden. Zum Beispiel Parkmöglichkeiten, eine Erinnerungsmail ein paar Tage vor dem Workshop oder falls es Änderungen gibt. Müsste ich das von Hand machen, wäre das nicht umsetzbar.

Die VIP (Very Important Photographers)-Mitgliedschaft ist für alle angedacht, die wirklich auf lange Sicht große Pläne mit der Fotografie haben. Hier gibt es nochmal mehr Background Infos und viele Artikel wie eBooks, Video-Trainings oder Presets kostenlos. Zudem gibt es dauerhaft Rabatt auf die Workshops.

Aktuell wird der VIP-Bereich umgestaltet, weswegen man sich erst später im Jahr wieder aktiv dort anmelden kann.

Die Anmeldung zu Kursen erfolgt nur über die Website

 

Welche Kursthemen und -richtungen sind in deiner Schule momentan vertreten? Was sind Fotoreisen? Nach welchem Prinzip werden Reiseziele für solche Workshops gewählt?

Es gibt einige Themen-Klassiker, welche immer vertreten sind, wie zum Beispiel die Grundlagen der Fotografie. Diese sind aufgeteilt auf den Grundlagenkurs und den Aufbaukurs. Es gibt die Portraitfotografie, Studiofotografie, entfesseltes Blitzen und Workshops die sich mit dem Postprocessing beschäftigen. Dazu gehören auch die Programme Photoshop und Lightroom aber auch spezielle Themen wie das Color-Grading, welches in meinen Augen äußerst essentiell ist.

Neben den Klassikern fügen sich aber auch immer wieder Spezial-Kurse ein, wie die Smartphone-Fotografie, Nachtfotografie und die Landschaftsfotografie.

Die Fotoschule lebt von der Community und es werden regelmäßig Umfragen gestartet, in denen die Leute mitbestimmen können, welche Themen behandelt werden sollten. So kann ich auch immer sehen was aktuell im Trend ist, welche Schwierigkeiten die (Hobby-)Fotografen haben und was die Leute bewegt.

Andere oder sehr spezielle Themen werden wiederum in Einzelcoachings behandelt. Oder wenn jemand die Abkürzung nehmen möchte, gibt es nichts Besseres als ein Einzelcoaching. Gibt es ein Thema, zu dem ich nichts beitragen kann, weil mir selbst die Erfahrungswerte fehlen und andere dieses einfach besser umsetzen können, dann suche ich entweder einen passenden Referenten oder ich lasse es ganz bleiben. Es soll niemand zur Fotoschule Saarland kommen und enttäuscht werden.

Die Fotoreisen oder auch Workshop-Reisen werden auch nach diesem Prinzip gestaltet. Auch dazu finden regelmäßig Umfragen statt. Dadurch bekomme ich die Bedürfnisse und Neuigkeiten direkt von den Menschen, welche für die Fotoschule am wichtigsten sind – meinen (zukünftigen) Teilnehmern. Auf den Fotoreisen stehen zwei Dinge im Vordergrund: Dass die Teilnehmer (und auch ich) die Gelegenheit bekommen neue Orte und Kulturen kennenzulernen und man schlauer nach Hause kommt als man weggegangen ist.

Die Fotoreisen/Workshop-Reisen sind eine Mischung aus Workshop und Sightseeing. Es gibt ein festes Programm, aber auch genug Freiheit für alle. Alles andere würde mir selbst auch nicht gefallen.

Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg für alle Seiten. Nur so können die Workshops ihr maximales Potential entwickeln und alle, egal ob die Teilnehmer, meine Partner oder ich selbst, profitieren davon. Es gibt Bereiche, in denen ich meinen eigenen Kopf durchsetzen muss. Aber hier ist die Community der wichtigere Bestandteil. Ich bin nur Vermittler!

 

Welches Niveau kann ein Fotograf dank deinen Fotokursen erreichen? Welche Anstöße für Weiterentwicklung kann man durch Teilnahme an den Workshops bekommen? Welche Grundlagen werden Anfängern beigebracht?

Das Niveau reicht bis zur anschließenden Selbstständigkeit in der Fotobranche. Erreichen kann man mit Hilfe der Fotoschule alles. Aber das ist immer abhängig von der Eigenmotivation. Ich hatte Teilnehmer/innen welche damit zufrieden waren, dass sie ihre Kamera besser kennengelernt haben.

Ich hatte auch Teilnehmer, die jetzt mit der Fotografie ihr eigenes Geld verdienen und die ich auch heute noch aktiv unterstütze, wenn sie Hilfe brauchen. 

Zur Weiterentwicklung kann ich immer nur sagen: Bleibt neugierig! Hört nie auf euch zu fragen wie etwas funktioniert. Nachahmen kann helfen, aber man darf nicht nur Kopieren. Scheitern ist wichtig. Also versuchen seine Motive umzusetzen, auch auf die Gefahr hin, dass man mal an einem Tag kein tolles Bild bekommt, weil man etwas Neues ausprobiert hat. Die Grundlagen für die Anfänger beinhalten sowohl die Technik, also wie eine Kamera aufgebaut ist und wie sie funktioniert, als auch ein paar philosophische Ansätze, die zum nachdenken und ausprobieren anregen sollen.

Es gibt nun mal technische Basics, um die man nicht herumkommt. Diese sind essentiell. Aber erst in Zusammenarbeit mit einem guten Bauchgefühl wandelt sich das technische Verständnis in Fotografien um, die sich von der Masse abheben und begeistern.

Ausschlaggebend für gute Bilder, ist immer die Kombination der Technologie und einem Benutzer, der weiß was er macht. Nie nur ein Faktor alleine.

Wenn man einen Schreiner, einen Meister seines Faches, in einen leeren Raum stellt, baut er keinen Tisch. Wenn man mich in eine voll ausgestattete Schreiner-Werkstatt stellt, baue ich auch keinen Tisch. Ich verliere höchstens einen Finger oder mache was kaputt.

Dieses Prinzip gilt für alle Gewerbe. Egal wo auf dieser Welt.

Für gute Bilder braucht es die richtige Kamera und den richtigen Fotografen

 

Die Faszination weiterreichen

Das ist wohl die größte Motivation von Andreas, dass er seinen Teilnehmern ein Stück von seiner persönlichen Passion näher bringen kann und diese dazu motivieren kann, selbst hinaus in die schöne Welt zu gehen, um die spektakulären Anblicke für immer einzufangen. 

In lockerer Atmosphäre vermitteln seine Kurse nicht nur das technische Know-How, sondern auch eine Idee, wie man den Bildern das nötige Leben einhaucht, um sie einzigartig zu machen!

Danke für das interessante Interview Andreas!

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