Freizeit-PSO: Skiunterricht für ALLE

Veröffentlicht am 15 Mai 2019 von Verena Arnold
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Nicht jeder Mensch besitzt das Glück, komplett gesund auf die Welt zu kommen und das Leben genießen zu dürfen. Dennoch haben alle Menschen das Recht, das Leben so gut wie möglich auszukosten und dabei so einige tolle Abenteuer zu erleben. Um genau diesen Wunsch auch beeinträchtigten Menschen zu erfüllen, ermöglicht der Verein Freizeit-PSO zahlreichen Personen den Skiunterricht im Winter und Urlaub im Sommer. So werden alltägliche Probleme vergessen und das Leben kann in vollen Zügen genossen werden.

Sabine Zach ist die Leiterin von Freizeit-PSO und ist mit großem Engagement dabei ihre Tätigkeit auszuleben. Freizeit-PSO verrechnet für die Sommerangebote und Skikurse sozialverträgliche Tarife. Deswegen ist die Organisation ein gemeinnütziger Verein, der sich zum Großteil über Förderungen, Spenden und Sponsoring finanziert.

Das Team besteht neben Sabine Zach aus zwei weiteren Mitarbeitern für das ganze Jahr, aus zahlreichen Saisonkräften.

Vor Freizeit-PSO war Sabine Zach in einer Unternehmensberatung in München tätig. Während 2002 und 2003 reiste sie dann nach Neuseeland und ist dort mit dem Behindertenskilauf in Kontakt gekommen. Ihr Interesse war geweckt und sie beschloss im Anschluss für zwei Winter und einen Sommer nach Schottland zum damaligen Uphill Skiclub zu reisen und dort die entsprechenden Ausbildungen zu absolvieren.

Zurück in Österreich gründete sie kurzerhand Freizeit-PSO und erfüllte sich dadurch einen Traum.

Sabine Zach ist Leiterin vom Verein Freizeit-PSO

 

Ihr seid ein engagiertes Arbeitsteam, das Urlaube und Skiunterricht für behinderte Menschen organisiert. Welche professionellen und persönlichen Eigenschaften werden an euren Teammitgliedern besonders geschätzt? Wie muss eine Person sein, die im Bereich Sport für behinderte Menschen arbeiten möchte?

Von der Ausbildung her müssen unsere Saisonskilehrer mindestens den Skilehrer-Anwärter sowie die Ausbildung zum Behindertenskilehrer haben. Sie sollten professionell und engagiert sein, aber auch lustig, einfallsreich, für jeden Spaß zu haben und auch schnell im reagieren auf neue Situationen, da man bei unseren Skikursen nie von gleichen Abläufen ausgehen kann, sondern jeder Unterricht, jede Stunde, neue Überraschungen bringen kann. Da es eine körperlich anstrengende Arbeit ist, ist es auch von Vorteil, wenn die Skilehrer sportlich sind.

 

Was sind die Besonderheiten der barrierefreien Sportveranstaltungen, die ihr anbietet? Welche Sicherheitsmaßnahmen werden während dieser Veranstaltungen von euch getroffen, damit alles möglichst verletzungsfrei abläuft? Was sind die Sicherheitsgrundlagen, an die sich eure Kunden halten müssen?

Besonders an unserem Verein ist, dass es reine Skischulen für Menschen mit geistigen und/oder körperlichen Behinderungen in Europa nicht sehr häufig gibt. Deshalb kommen unsere Gäste nicht nur aus Österreich, sondern auch aus Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, England oder anderen Staaten. Da wir ein gemeinnütziger Verein sind, ist es uns außerdem ein Anliegen, dass Menschen mit Behinderung für einen Skikurs nicht mehr bezahlen, als Menschen ohne Behinderung. Um dies zu ermöglichen, sind wir jedes Jahr von Neuem auf Förderer und Sponsoren angewiesen, die uns dabei helfen, diese Preise anbieten zu können.

Bzgl. Sicherheit werden unsere Skilehrer bestens ausgebildet und geprüft. Unsere Kunden müssen ihrerseits in der ersten Skistunde gemeinsam mit dem zuständigen Skilehrer Formulare ausfüllen, bei denen wir genau erfahren, welche Beeinträchtigung vorliegt und auf was die Skilehrer insbesondere achten müssen. Nur durch diese Infos können wir unsere Kurse sicher durchführen. Deswegen fordern wir von unseren Gästen absolute Offenheit bei dem ersten Gespräch.

Der Verein bietet Skikurse für Menschen mit Beeinträchtigung an

 

Welche Utensilien und Hilfsmittel gehören unbedingt zur Grundausstattung eurer Skilehrerinnen und -lehrer und warum? Gibt es eine bestimmte Marke des Sportequipments, die ihr in eurer Organisation am liebsten verwendet? Welche Marke ist es und was sind deren Vorteile?

Bei uns gibt es verschiedene Disziplinen, die je nach Beeinträchtigung gefahren werden. Für Menschen, die sitzend fahren, haben wir verschiedene Modelle und Größen von Bi-Skiern, sowie auch von Monoskiern.  Sehr häufig fahren unsere Gäste auch stehend, wobei wir oft sogenannte Skilinks und Leinen als Hilfsmittel verwenden. Die meisten unserer Sitzskimodelle haben wir von der Firma Praschberger, unsere Skilinks haben wir teils aus Amerika, einige sind selbst geschmiedet. Neben dem Equipment sind unsere Skilehrer natürlich mit Erste-Hilfe-Paketen ausgestattet und tragen alle eine einheitliche Uniform. Seit heuer haben wir eine neue Uniform von Ortovox.

 

Wie verrechnet ihr Kosten für eure Dienstleistungen? Übernimmt eure Organisation bzw. ein Sponsor einen Teil der Kosten? Welchen Anteil von tatsächlichen Kosten zahlt am Ende der Kunde?

Es ist unser erklärtes Ziel, sozialverträgliche Tarife anzubieten. Eine Doppelstunde beim Skifahren würde über 250 € kosten. Wir verrechnen im Schnitt € 80,00 inklusive Privatlehrer, Sonderausrüstung, reguläre Ausrüstung und Liftpass. Das entspricht etwa dem Preis, den Menschen ohne Behinderung für einen Skikurs mit Liftpass und Ausrüstung bezahlen würden. Die Differenz finanzieren wir über Förderungen, Spenden und Sponsoring.

Die Skilehrer werden bestens für die Arbeit ausgebildet

 

Mit Freude in den Schnee

Dank der Arbeit und dem großen Einsatz von der Vereinsgründerin Sabine Zach, gelingt es ihr zahlreiche Personen glücklich zu machen und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. So können diese für einen Moment den Alltag hinter sich lassen und nur den Moment auskosten. Wir danken dem Team für ihr Engagement und wünschen ihnen alles Gute für die Zukunft.

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