Selbstverteidigung oder Kampfsport

Veröffentlicht am 28 Januar 2019 von Verena Arnold
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Das Eine schließt das Andere nicht aus. Sowohl für ambitionierte Sportler, die Wettkampf-Level erreichen möchten, als auch für Leute, die ihre Fitness beibehalten und dabei Selbstverteidigung erlernen möchten, ist Taekwondo die richtige Sportart.

Auch Barbara Anselmi kam über einen Selbstverteidigungskurs zum Taekwondo. Die 42-jährige Salzburgerin hat gezeigt, dass man auch in so einer anspruchsvollen Sportart noch richtig gut werden kann, wenn man erst als Erwachsener damit begonnen hat. Mit 30 Jahren angefangen, hat sie innerhalb von nur 12 Jahren bereits den 2. Dan erreicht und ist inzwischen Trainerin im PSV Taekwondo Salzburg.

Hauptberuflich ist Barbara Anselmi als Controllerin tätig. Da sie schon immer zahlenaffin war, gern analysiert und Sachverhalte durchdenkt, ist das ihr Traumberuf. Nach der HAK-Matura in Salzburg absolvierte sie erfolgreich das Bachelor-Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Fernuniversität in Hagen. Derzeit macht sie ein nebenberufliches Masterstudium in Wirtschaftswissenschaften an der Fernuniversität in Hagen.

Ihre berufliche Laufbahn begann sie als kaufmännische Angestellte im Büro und später hat sie ein halbes Jahr als Au-pair in London verbracht. Nach ihrer Rückkehr nach Salzburg war sie als Assistentin der Lagerleitung und Disponentin tätig, bevor sie Controllerin wurde. Jetzt ist sie  hauptsächlich für die Budgetplanung und die Verteilung der Gemeinkosten verantwortlich.

Barbara Anselmi ist Trainerin im PSV Taekwondo Salzburg

 

Wie viele Mitglieder habt ihr in eurem Verein? Habt ihr auch Mitglieder, die schon lange in eurem Verein trainieren? Welche Stilrichtung wird in eurem Verein trainiert?

Derzeit zählt unser Verein ca. 25 Mitglieder. Diese sind jedoch nicht in jedem angebotenen Training anwesend. Deshalb nehmen an einer durchschnittlichen Trainingseinheit 6 – 8 Personen teil. Die Alters- und Fitness-Struktur unserer Mitglieder ist unterschiedlich. Einige Mitglieder trainieren schon Jahre oder fast zwei Jahrzehnte bei uns. In den Trainings versuchen wir, dass alle Trainierenden auf ihre Kosten kommen, was nicht immer ganz leicht ist. Grundsätzlich handelt es sich um einen WTF (World Taekwondo Fédération) Verein (Wettkampf mit Vollkontakt). Taekwondo besteht aber nicht nur aus Wettkampf, sondern besteht insgesamt aus fünf Disziplinen. Unsere Schwerpunkte sind Technik und Selbstverteidigung. An Wettkämpfen nehmen wir derzeit nicht teil, da wir im Moment keine Mitglieder haben, die an Wettkämpfen interessiert sind.

 

Inwiefern unterscheidet sich die Art und Weise, wie Taekwondo heute praktiziert wird und wie es Menschen früher gemacht haben? Gab es schon immer Wettkämpfe im Taekwondo?

Bei den Wettkämpfen muss man zwei Arten von Wettkampf unterscheiden: Kyorugi (Vollkontakt) und Poomsae (Technik; Schattenkampf).

Die Disziplin Kyorugi unterscheidet sich zu früher insofern als durch die heutzutage elektronisch gemessenen Punkte Techniken entstanden sind, bei denen es sich nicht um klassische Taekwondo-Techniken handelt. Bei Kyorugi handelt es sich um eine Disziplin, die auch bei olympischen Spielen ausgetragen wird.

Bei der Disziplin Poomsae gibt es vorgeschriebene Bewegungsmuster und ist eine Abfolge von Verteidigungs- und Angriffstechniken gegen einzelne oder mehrere imaginäre Gegnerinnen oder Gegner. Seit einigen Jahren gibt es auch Freestyle-Poomsae, die bestimmte Elemente wie z. B. einen Sprungkick oder ein akrobatisches Element enthalten muss. Die Freestyle-Poomsae wird mit Musik vorgeführt und hat wesentlich zur Attraktivität – vor allem bei jungen Sportlerinnen und Sportlern – dieser Wettkampfform beigetragen.

 

Wie funktioniert das Dan-System im Taekwondo? Bei welchem Dan fängt man an, was ist der höchste Dan und gibt es auch nach dem schwarzen Gürtel weitere Grade?

Ein Dan stellt den Meistergrad dar. Nach Absolvierung der zehn Schülergrade ist man berechtigt nach entsprechender Vorbereitungszeit die Prüfung zum ersten Dan abzulegen. Bei der Prüfung müssen alle Elemente des Taekwondo beherrscht werden: Poomsae (Schattenkampf), Hanbun-Kyorugi (Einschrittkampf), Kyorugi (Wettkampf), Hosinsul (Selbstverteidigung), Kyopka (Bruchtest, Zerschlagung je eines Bretts mittels Hand- und Fußtechnik) und Theorie. Ab dem sechsten Dan ist man Großmeister. Der höchste Dan ist der zehnte – dieser wird aber nur dem Präsidenten der World Taekwondo Fédération verliehen. Der neunte Dan ist somit die höchste Graduierung, die mittels Prüfung erreicht werden kann.

 

Warum sollte man eurer Meinung nach Taekwondo trainieren? Wem würdet ihr alles empfehlen, mit Taekwondo anzufangen?

Bei Taekwondo handelt es sich um einen recht komplexen Sport mit vielen koordinativen Elementen, der die Muskulatur vieler Körperregionen anspricht. Durch Ausübung des Sports verbessert sich die Koordination, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und die Stressbewältigungskompetenz im Alltag. Außerdem noch die allgemeine Fitness und das Wohlbefinden. Sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen wird das Selbstbewusstsein gestärkt. Taekwondo kann von Personen jeglichen Alters ausgeübt und erlernt werden. Bei älteren Personen, bei denen die Beweglichkeit nicht mehr so gegeben ist, wird im Training und bei Prüfungen entsprechend Rücksicht genommen. Taekwondo kann deshalb von allen Personen ausgeübt werden, die Spaß an Bewegung haben und sich fit halten möchten.

Taekwondo spricht die Muskulatur in vielen Körperregionen an

 

Besser spät als gar nicht anfangen

Das gilt für viele Bereiche, aber besonders für Sport. Auch wenn man vorher noch nie Sport getrieben hat, kann man mit fast jeder Sportart auch später noch beginnen, auch mit Kampfsportarten wie Taekwondo. Sicher muss man in der Anfangsphase auf andere Dinge achten, als wenn man als ganz junger Mensch anfängt zu trainieren, aber es ist trotzdem möglich, noch beachtliche persönliche Erfolge zu erreichen. Wir sagen danke an Barbara Anselmi für ihre Zeit und dieses informative Gespräch.

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