Schöne Haare sind kein Zufall

Veröffentlicht am 21 Oktober 2019 von Verena Arnold
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Sicher gibt es angeboren große Unterschiede beim Haar, was Struktur, Dichte und Wuchsfreudigkeit betrifft. Gesunde Ernährung und gute Pflege trägt dazu bei, dass sich das Haar, entsprechend der Veranlagung, optimal entwickelt. Aber kaum jemand kann sein Haar einfach wachsen lassen. Für eine perfekt sitzende Frisur braucht es in regelmäßigen Abständen einen guten Schnitt und die fachkundige Pflege durch einen Friseur.

Um mehr über die Arbeit eines Friseurs zu erfahren, haben wir mit Peter F. Pfister gesprochen. 1962 in Innsbruck in Tirol geboren, wuchs er in einer Friseurfamilie auf und da er als Kind zu sämtlichen Events mitfahren und so die Schönheit und Vielfalt des Berufes kennenlernen durfte, entschied er sich bereits mit 12 Jahren, dass auch er dieses kunstvolle Handwerk erlernen wollte. So absolvierte er eine Lehre als Friseur- und Perückenmacher, sowie zum Einzelhandelskaufmann und hat danach auch noch das Visagistendiplom gemacht.

Er gewann den Austria-Madame-Pokal, ein Mode-Frisurenwettbewerb für Damen, Herren und Make-up. Nach einem 6-wöchigen Studienaufenthalt in den USA hat er 1 Jahr in Genf gearbeitet und im Anschluss durfte er mit dem Friseur schlechthin – Monsieur Alexandre de Paris – die Collection Haute Couture in Paris frisieren. Das war im Februar 1984 und bei der Gelegenheit lernte er Karl Lagerfeld persönlich kennen und frisierte  dann seine Chanel-Show, selbiges für Emanuel Ungaro, Jean Patout und Fotoshootings für Yves Saint Laurent. Das waren tolle Eindrücke und Erfahrungen für seinen weiteren Berufsweg. 

Im Alter von 23 Jahren bestand er die Meisterprüfung und eröffnete seinen ersten Salon, den er später mit dem elterlichen Betrieb zusammenlegte. Neben der Arbeit im Salon übt er seit  ca. 35 Jahre eine Seminartätigkeit für Industriepartner und Frisurenshows sowie Seminare in New York, Rio de Janeiro, Moskau, Rom, München, Zürich, Paris, Berlin, Tashkent, Almaty, Barcelona usw. aus. Peter F. Pfister ist Mitglied der Friseurvereinigung „Intercoiffure“ und seit  15 Jahren Präsident dieser Vereinigung in Österreich, Mitglied des Weltpräsidiums und Leiter der „Intercoiffure Worldacademy, Paris“ 

Inzwischen gehören zum gewachsenen Unternehmen mehrere Salons und als staatlich ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb wurden in der 58-jährigen Geschichte bereits über 300 Lehrlinge zu FriseurInnen ausgebildet. Die Perückenstudios existieren in dieser Form in Innsbruck seit 1993, jedoch war auf Grund der Mode bereits seit dem Gründungsjahr 1961 immer Perückenerfahrung gegeben.

Sein Sohn, Sebastian Pfister, BA führt die Familientradition auch schon weiter, hat seit 3 Jahren sein eigenes Unternehmen mit einem Herrensalon und tritt als „the barber“ vor allem in Salzburg Stadt in Erscheinung. Er war kürzlich im Servus tv zu sehen, und auch er gibt viele Seminare, hauptsächlich für Herrenfriseure! 

Die Tochter, Mona Pfister BSa, hat neben ihrem Studium auch die Friseurausbildung und ist seit 2018 auch Friseur- und Perückenmachermeisterin. Sie arbeitet im Salon und in der Geschäftsführung des Stammbetriebes mit.

In den 3 Frisiersalons im Zillertal, die als „Intercoiffeur Pfister e.U.“ firmieren, arbeiten 17 Mitarbeiter. In Innsbruck und Linz sitzen die eigenständigen Perückenstudios, die immer noch von seinem 79-jährigen Vater geführt werden, mit jeweils rund 400-600 Perücken vor Ort. Peter F. Pfister unterstützt seinen Vater bei Bedarf und ist 1 pro Woche vor Ort. In den beiden Studios sind jeweils eine Spezialistin, also eine Friseur- und Perückenmacherin bzw. Meisterin beschäftigt. Informationen zu allen Geschäften findet man auf der Homepage des Unternehmens.

Peter F. Pfister hat ein Friseurunternehmen mit mehreren Salons

  

Peter, seit 1961 besteht Pfister nun schon und die Geschichte des Unternehmens ist von Erfolg gekennzeichnet? Was waren die größten Momente für euch?

Es gibt viele Momente. Mein Vater als Österreichischer Bundesmeister und somit bester Herrenfriseur. Mein Vater als Landes- und Bundesinnungsmeister. Meine Mutter 1968 als erste Österreicherin bei Vidal Sassoon persönlich am Seminar und als Kundin in London. Die staatliche Auszeichnung als Ausbildungsbetrieb. Die Eröffnung mehrerer Filialen. Und sicherlich die Verleihung des „Globe Educator Awards“ 2015, den ich als erst 5. Friseur weltweit erhalten habe.

 

Welche Utensilien braucht man als Friseurin? Ihr macht auch Blondierungen, was benötigt man für Werkzeug, bzw. Materialien dafür?

Als Basis genügen Schere und Kamm. Bürsten, Föhn, Glätteisen, inzwischen „der Calligraph“ für die neue revolutionäre Schneidetechnik für mehr Volumen, sind natürlich auch sehr praktisch.

Blondierungen: da benötigt man natürlich das Blondierpulver und möglichst einen niedrigen H2O2, denn je niedriger der Entwickler, desto langsamer, dafür aber schonender und schöner wird das Blond. Anschließend ist natürlich auch eine entsprechende Nachbehandlung in Form von Pigmentspülung oder Tönung, sowie eine Haarpflege notwendig.

Je niedriger der H2O2, desto schöner das Blond (Photo by: ©Intercoiffure Austria/Inge Prader)

 

Ihr seid seit Jahren sehr erfolgreich. Wo seht ihr die Zukunft eures Friseursalons? Möchtet ihr in stetig vergrößern?

Es gilt die Qualität ständig aufrecht und auf höchstem Level zu erhalten. Expansion kann passieren ist aber kein erklärtes Ziel, sondern von möglichen Standorten und Möglichkeiten abhängig.

 

Ihr bietet auch Calligraphy-Cuts an, ist das eine neue Modeerscheinung? Wie geht ihr dabei vor und was sind die Besonderheiten dieser Form des Haarschnittes?

Nein, das ist keine Modeerscheinung, sondern eine revolutionäre Technik. Keine Schere, kein Messer – durch viele kleine Schnitte, die in einem 21° Winkel durchgeführt werden bekommt das einzelne Haar einen Richtungsimpuls. Das sorgt für Bewegung und Bewegung bedeutet Volumen. In dem ersten Video auf unserer Homepage ist die Technik von mir erklärt!

Calligraphy-Cuts sind eine revolutionäre Technik (Photo by: ©Intercoiffure Austria/Inge Prader)

 

Beruf mit Zukunft

Auch wenn es heute diverse Pflegemittel für zuhause gibt, ist der Beruf des Friseur immer noch ein Beruf mit Zukunft. Den perfekten Schnitt und die optimale Pflege gibt es eben nur beim Friseur, der zudem immer auf dem neuesten Stand der Mode und aktueller Techniken ist. Wer Freude am Umgang mit Menschen hat, über handwerkliches Geschick und Sinn für Mode verfügt, kann in diesem Beruf seinen Traumberuf finden.

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