Podologen helfen dabei, Füße gesund zu erhalten

Veröffentlicht am 14 Januar 2019 von Verena Arnold
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Immer mehr Menschen haben Probleme mit den Füßen, zum Teil sogar schon in der Jugend. Erstaunlicherweise werden die Füße von vielen Menschen immer noch wenig beachtet und der Gang zum Podologen erfolgt häufig erst, wenn die Schmerzzustände nicht mehr auszuhalten sind. Dabei könnte eine frühzeitige Behandlung in vielen Fällen Schlimmeres verhindern. Eventuell ist dies darin bedingt, dass die Tätigkeit von podologischen Fußpflegern noch immer recht unbekannt ist. Manchmal wird sie sogar mit einer normalen Pediküre verwechselt.

Wir haben daher mit Sylvia Lauss gesprochen, die für ihren Beruf lebt und alles daran setzt, den Füßen ihrer Kunden zu helfen. In Steyr geboren, lebt sie seit 1972 schon in Wels in Oberösterreich. Von klein auf begleitet sie ihr Credo, immer im Einklang mit ihrem Körper, ihrem Geist und ihrem Handeln zu leben, da dies die Grundlage dafür ist, dass der Körper gesund bleibt.

Ihr beruflicher Weg begann mit einer kaufmännischen Ausbildung. Sie war dann 25 Jahre mit großem Erfolg im kaufmännischen Bereich in ihrem Lehrbetrieb tätig und schaffte es vom Lehrling bis zur Geschäftsstellenleiterin und dann zur Import/Export Koordinatorin in einem anderen Betrieb. Erst im Alter von ca. 45 Jahren hatte sie den Wunsch, sich neu zu orientieren und absolvierte eine Umschulung, die der Beginn eines zweiten erfolgreichen Lebens war.

Während eines 3-monatigen Englisch-Studiums in Toronto absolvierte sie eine Ausbildung für Pediküre, um  festzustellen, ob sie dafür geeignet war. Das war ihr erster Kontakt im Bereich Gesundheit. Und diesen Weg hat sie dann in Österreich weitergeführt.

Für Sylvia Lauss ist eine ordentliche Grundausbildung die Basis für eine spätere gute Arbeit. So durchlief sie zuerst die Ausbildung in einer privaten Fußpflegeschule in St. Agatha. Durch die grenznahe Lage des Ortes hatte sie die Möglichkeit, sowohl die Erfahrungen aus Deutschland und Österreich kennenlernen zu dürfen. Nach Abschluss dieser Ausbildung absolvierte sie jährlich eine zusätzliche Ausbildung.

Die tägliche Arbeit mit Füßen machte es naheliegend, die Fußreflexzonen-kennen zu lernen. Jeder ihrer Ausbildungen erweiterte ihren Horizont und das Verständnis für weitere gesundheitliche Themen. Als sie erkannte, was man alles am Körper bewirken kann, schloss sie die Ausbildungen zu Bindegewebsmassage, Lymphdrainage und mehr an, obwohl sie nie die Absicht hatte, jemals Masseur zu werden. Ihr war wichtig, über den Tellerrand hinauszusehen und den Körper als Ganzes zu verstehen, mit dem Glück ein zweites Mal einen Ausbilder gefunden zu haben der Wissen auf hervorragende und motivierende Weise vermitteln konnte.

Die Ausbildung in Conversiologie, was bedeutet, an den Füßen die emotionalen und körperlichen Belastungen feststellen zu können, bevor es durch eine ärztliche Diagnose festzustellen ist, reizte sie ganz besonders.

Dies rundete für sie das Bild in besonderer Weise ab. Sie sieht heute nicht nur das Symptom, sondern versucht so weit wie möglich die Ursache und Zusammenhänge für ein Problem zu sehen bzw. zu finden. Für das nächste Jahr plant sie noch eine weitere Ausbildung, speziell im Bereich der Fußfehlstellungen. Sie findet dies schon deshalb wichtig, weil die Ursache häufig von innen und nicht von außen kommt und das bereits im Kindesalter beginnt.

Sie arbeitet vorwiegend allein und deckt den Bereich Fußpflege – Energetik  und Sport ab. Aber jedes Jahr gibt sie einer Fußpflege-Schülerin die Möglichkeit für ein Praktikum. Nach dieser Zeit bleiben die Schüler gerne eine gewisse Zeit bei ihr. Daraus hat sich ein Team von 3 Fußpflegerinnen und 1 Trainerin für Strömen und 1 Trainerin für Sport ergeben.

 

Fußpflegerin Sylvia Lauss betreibt ein Fußpflegestudio in Wels

 

Sylvia, Sie legen Wert auf schöne und gepflegte Füße. Weshalb sollten Füße gepflegt werden?

In erster Linie geht es mir bei der Fußpflege um die richtige Fußbehandlung. Das heißt, zu sehen wo Probleme auftreten und diese so nachhaltig wie möglich zu behandeln. Z.B. Ein kleines Hühnerauge (Clavi) an der Fußsohle, kann zu Knieproblemen durch Schonhaltung führen.

 

Was ist Podologie? Wie läuft eine Podologiebehandlung in der Regel ab?

Von der Anamnese über die Behandlung bis zur Erklärung der Ursache. Soweit möglich werden Lösungen bei der Fußbehandlung vorgenommen. Die Zusammenarbeit mit der Orthopädietechnik, Ärzten und Physiotherapeuten ist oftmals unumgänglich.

Die Einhaltung der Hygienevorschriften ist ein wichtiger Bestandteil der podologischen Fußpflege.

 

Wann ist die beste Zeit, um eine Podologiebehandlung durchzuführen? Bei welchen Fußproblemen kann Podologie wirksam sein? Was soll man zu einem Termin mitnehmen?

Bedauerlicherweise wird eine podologische Fußbehandlung erst dann aufgesucht, wenn bereits Schmerzen spürbar sind.

Eingewachsene Nägel (Unguis Incarnatus) an der Großzehe, Nagelveränderungen an den kleinen Zehen, interdigitale Hühneraugen, Mykosen (Nagel- und Hautpilz), Rhagaden (Hautrisse). Bei Diabetes mit den Folgeerscheinungen der Neuropathie ist der Gang zur Fußbehandlung besonders wichtig, weil durch das fehlende Gefühl Verletzungen nicht gespürt werden.

Ihre Frage was man zu einem Termin mitbringen sollte, möchte ich so beantworten: Die Einstellung und die Bereitschaft die Ratschläge und Empfehlungen der Fußpflegerin anzunehmen und umzusetzen.

 

Mit welchen durchschnittlichen Kosten sollte der Kunde rechnen? Können Sie auch mit der Krankenkasse abrechnen?

In Österreich gibt es von den Krankenkassen einen Zuschuss bei Schmerzbehandlungen von eingewachsenen Nägeln mittels 3TO-Spangentechnik.

Die Preise für eine Fußbehandlung sind unterschiedlich je nach Erfahrung und Umsetzung der podologischen Vorschriften der jeweiligen Fußpflegerin. Die Preise liegen zwischen € 35,– und € 45,– für eine einstündige Behandlung (ohne Lack).

In Österreich unterscheiden wir nicht so deutlich „Fußpflege und Podologie“ wie in Deutschland und in der Schweiz. In Österreich heißt es „podologische Fußpflege“, wenn die Voraussetzungen der Hygienevorschriften eingehalten werden, da mit Ablegen der Befähigungsprüfung zur Selbständigkeit in unserem Lehrplan alle geforderten Themen enthalten sind.

Die Ausbildung erfolgt entweder in der 2-jährigen Berufsschule nach der Pflichtschule oder immer häufiger im WIFI, BFI oder in privaten Akademien.

Bereits kleine Beschwerden wie ein Hühnerauge können zu Knieproblemen führen

 

Fußpflege wirkt nicht nur auf die Füße

Dass Fehlbelastungen der Füße allgemein den Bewegungsapparat belasten, ist kein Geheimnis. Aber dass schon so eine Kleinigkeit wie ein einzelnes Hühnerauge ein solches Problem sein kann, ist wahrscheinlich nicht bekannt. Dazu kommt, dass es Punkte im Fuß gibt, die über die Energie-Meridiane mit den Organen verbunden sind, so dass Probleme mit den Füßen, nicht nur den Bewegungsapparat insgesamt belasten, sondern sogar den Körper als Ganzes. Daher sollte jeder Mensch auf seine Füße achten und frühzeitig zur podologischen Fußpflege gehen und nicht erst, wenn es schon richtig schmerzt. Vielen Dank an Sylvia Lauss für dieses ausführliche und informative Gespräch.

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