Österreichischer Sport auf einer Webseite

Veröffentlicht am 13 März 2019 von Verena Arnold
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Wenn man an Österreich denkt, denken viele – natürlich neben Wiener Schnitzel, Erdäpfelsalat, Sacher-Torte und Kaiserschmarrn – an Berge und damit ans Skifahren und Wandern. Da hat das Land eine ganze Bandbreite an wunderschönen Gebieten, um Winter- und auch Sommersport auszuüben, Kurse zu machen und die verschiedensten Regionen kennenzulernen. Doch gerade als Nicht-Österreicher tut man sich schwer, die richtigen Gebiete, Schulen, Vereine und Trainer zu finden. Und auch die Einheimischen kennen oftmals nicht alle Angebote, die über das Land verteilt sind. Markus Steinacher wollte dieses Problem lösen und eine Webseite anbieten, die die gesamte Qualität des österreichischen Sports darstellt. Im folgenden Interview berichtet er vor allem über seine Erfahrungen im Skisport und darüber, wer und wie man dieses am besten erlernen kann.

Schaut man sich den Lebenslauf sowie die Hobbys des 39-Jährigen an, wird schnell deutlich, was im Fokus seines (Karriere-)Weges steht: Sport, Gesundheit und Wellness. Der leidenschaftliche Skifahrer ist Chefredakteur bei www.sport-oesterreich.at, www.wiener-sport.at sowie bei einigen weiteren Online-Portalen in diesen Themenbereichen. In seiner Freizeit dreht sich auch alles um sportliche Ambitionen, im Laufsport und Triathlon tritt er seit einigen Jahren auch bei Wettkämpfen an.

Markus Steinacher ist Webdesigner und Online Marketer mit Spezialisierung auf Sport und Suchmaschinenoptimierung. Seine Webseite sport-oesterreich.at betreibt er grundsätzlich als selbständiges Einzelunternehmen, welches jedoch mit vielen weiteren Kooperationspartnern im Sport vernetzt ist. Dazu zählen Vereine, Trainer, Sportler und freiwillige Unterstützer/innen. Die ganze Bandbreite des Sportes in Österreich darzustellen, ist zwar schwierig, jedoch sprechen die Klickzahlen und Anfragen auf der Webseite Bände: Etwa 45.000 Besucher pro Monat und 10.000 seriöse Anfragen sprechen für sich und helfen weiter, die Webseite immer weiter auszubauen.

Markus Steinacher ist Betreiber der Sport-Webseite sport-oesterreich.at

 

Seit wann fahren Sie Ski? Wie bereiten Sie sich auf die Skisaison vor? Wie schwierig ist es, jemandem das Skifahren beizubringen?

Ich fahre seit meinem dritten Lebensjahr Ski. Meine Vorbereitung auf die Skisaison bezieht sich grundsätzlich im alltäglichen Training das ganze Jahr. Da ich Sommer- und Wintersportler bin, befinde ich mich grundsätzlich permanent in einer sportlichen Verfassung. Ich habe zwar leistungsspezifische Höhen und Tiefen (Vorbereitungsphase, Wettkampfphase, Off Season, …) über das ganze Jahr über, aber eine gewisse Grundfitness für verletzungsfreies Skifahren ist stets vorhanden. Um dies zu erreichen, ist regelmäßiges Krafttraining, Stretching und Ausdauertraining erforderlich. Diese drei Arten des Trainings mache ich im Prinzip immer das ganze Jahr über.

Was allerdings variiert, ist die Gewichtung, Umfang und Intensität der Belastungsphasen (Trainingseinheiten). In der Triathlon- bzw. Laufsport-Offseason mache ich beispielsweise mehr Krafttraining. Das Skifahren ist hier eine willkommene Abwechslung zur Wettkampfsaison im Sommer. Skifahren, richtig ausgeübt, bringt viel Kraft im Rumpf und den Beinen. Was mich immer wieder erstaunt, ist die Tatsache, wie wenig Skifahrer/innen sich vor dem Skitag aufwärmen (Warm Up vor den ersten Schwüngen).

Das Skifahren jemanden beizubringen, ist nicht sehr schwer, wobei es darauf ankommt, was das Ziel ist. Um in Wettbewerben richtig gut dabei sein zu können, ist jahrelanges Training notwendig. Aber wenn es darum geht, einen Skiurlaub gut zu überstehen, reicht es meiner Ansicht nach vollkommen aus, an den Schul-Skikursen teilzunehmen und/oder die Skikurse der lokalen Skischulen zu nutzen. Das Wichtige ist meiner Ansicht auch die geistige Haltung zum Skifahren und zu Beginn ein gutes und realistisches Einschätzungsvermögen. Das sichere Skifahren einem unsportlichen und sich überschätzendem Kind beizubringen, kann sehr wohl sehr schwierig sein, genauso wie einer ängstlichen Person, die dazu neigt, in Gefahren-Situationen panisch zu werden.

 

Ab welchem Alter kann man in den Skikurs gehen? Wie erfolgt die Gruppeneinteilung?

Ab dem 4. Lebensjahr kann es bereits losgehen. Die körperlichen Voraussetzungen sollten bei diesem Alter bereits gegeben sein. Da ich selbst 2 Kinder habe (6 und 8 Jahre), denen ich das Skifahren von klein auf lerne, weiß ich, wie wichtig es ist, auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Manche Kinder sind vielleicht motorisch noch nicht so gut entwickelt wie Altersgenossen. Da muss man als Skilehrer schon speziell empathisch und vorsichtig sein. Ab dem 7. Lebensjahr kann es in der Regel aber schon richtig zur Sache gehen und bei entsprechender Erfahrung kann ab dem 13. Lebensjahr auf Wunsch/bei Bedarf auch für richtig Action gesorgt werden. So ist die grundsätzliche altersgemäße Einteilung zu sehen. Die Gruppeneinteilung erfolgt individuell nach Können und Alter. Bewährt hat sich die Gruppeneinteilung K1 – K5, wobei K1 für Kinder steht, die noch nie auf Ski gestanden sind, und K5 für die Top-Fahrer gilt.

Ab dem 4. Lebensjahr kann das Skifahren erlernt werden

 

Welche Methoden verwenden Sie für das Lehren am liebsten und warum? Wie schnell kann man Skifahren lernen?

Skifahren kann man sehr schnell lernen oder es kann einfach etwas länger dauern. Der Lernerfolg hängt stark vom Geschick des Skifahrers ab. Neben der Praxis auf der Piste finde ich es besonders wichtig, die Pistenregeln und allgemeinen Sicherheitsvorschriften zu vermitteln. Dazu zählt beispielsweise, dass man bei einer Pause auf der Piste nicht mitten auf der Piste, womöglich an einer unübersichtlichen Stelle, stehen bleibt, sondern sich am Pistenrand mit Blick zur Piste positioniert. Wie bereits erwähnt, lege ich größten Wert auf den richtigen Umgang mit dem eigenen Körper. Dazu zählt eben das Warm Up am Tagesbeginn. Es ist auch darauf zu achten, dass man über den Tag verteilt gut trinkt. Alkohol ist ein No-Go, wenn danach noch gesportelt wird. Das Après Ski kann gerne im Tal gefeiert werden, aber nicht auf der Berghütte. Denn speziell am Nachmittag, im ermüdeten Zustand auf oftmals schwierigen Pistenverhältnissen, steigt mit Alkohol das Unfallrisiko extrem an.

 

Gibt es typische Anfängerfehler, die Sie immer wieder beobachten?

Ein typischer Anfängerfehler ist das „Hudeln“ mit der Ausrüstung. Der Skistecken, der im Schnee stecken bleibt und alleine auf der Piste zurück bleibt, während der Skifahrer seine Fahrt mehr oder weniger unkontrolliert fortsetzt, wird immer wieder mal beobachtet. Es gibt nicht ohne Grund an den Griffen diese Schlaufen, um den Skistecken am Arm zu befestigen. Auch das richtige Aufstehen nach einem Sturz muss gelernt werden. Wenn man auf der Piste im Schnee liegt, sollte man seinen Körper immer so in Position bringen, dass der Kopf hangaufwärts gerichtet ist. Dann ist das Aufstehen um ein Vielfaches einfacher.

Ein Sturz beim Schlepplift sorgt immer wieder einmal für leichte Panik. Im Notfall also flott von der Schlepplift-Spur hinunter und seitlich wegbewegen, damit der Liftbetrieb weiter gehen kann. Und immer wieder ein Thema ist die Selbsteinschätzung. Speziell am Nachmittag, nach dem oftmals üppigen Mittagessen, lässt die Konzentration und Fitness der Skifahrer deutlich nach. Es ist wirklich besser, eine längere Mittagspause mit der Zeit zum Verdauen zu machen oder im Zweifelsfall mit dem Lift ins Tal zu fahren, bevor waghalsige Stunts auf der Piste zu Unfällen führen. Ich empfehle jedenfalls, in der Mittagspause nicht zu deftig zu essen und am Nachmittag auf den Körper zu hören.

 

Welche Verletzungen kommen besonders häufig vor? Sind Unfälle versichert?

Die Generali Versicherung hat unlängst einen Bericht veröffentlicht, in welchem von einer sinkenden Verletzungsrate die Rede ist. Dem gegenüber steht aber eine steigende Rate bei den schweren Verletzungen. Die grundsätzlich sinkende Verletzungsrate liegt aller Wahrscheinlichkeit nach bei der verbesserten Ausrüstung. Beispielsweise sind Schädelverletzungen durch das Tragen von Skihelmen stark zurückgegangen. Ein sehr hohes Gefahrenpotenzial liegt bei Knieverletzungen. Dies liegt meiner Ansicht nach an zu schwacher oder ermüdeter Beinmuskulatur, in Relation zur überzogenen Selbsteinschätzung von Skifahrern. Der Trend von Carving-Skiern trägt sicherlich auch seinen Beitrag dazu bei. Der Carving-Ski ist durch seine „Kürze“ sehr flexibel beim Fahren von Kurven, ist aber in seiner Spur nicht so stabil wie ein langer Abfahrtsski. Durch die Drehfreudigkeit des Carving-Ski kann das für das Kniegelenk verheerende Ursachen haben.

Aus physiologischer Sicht ist speziell der Quadriceps femoris, der vordere Oberschenkelmuskel, für die Stabilität des Kniegelenks mitverantwortlich. Wenn dieser zu schwach oder müde ist, befindet sich das Kniegelenk permanent in einer sehr unsicheren Situation. Skiunfälle sind grundsätzlich nicht versichert, und wenn es so eine Versicherung gibt, dann ist diese extrem teuer. Zudem ist das Thema im Streitfall immer sehr mühsam. Alkoholspiegel, unsachgemäße Verwendung der Ausrüstung, Missachtung von Pistenregeln, etc.. sind hier immer wieder maßgebliche Ausschlusskriterien, die eine Versicherungsleistung unmöglich machen.

Bei Missachtung der Pistenregeln oder Alkoholkonsum drohen Skiunfälle

 

Skifahren mit jahrelanger Erfahrung

Markus Steinacher kennt sich aus – das erkennt man sofort, wenn man sich seine Webseiten aber auch seine Haltung zum Skifahren anschaut. Für ihn ist das Skifahren nicht nur Berg runter düsen, mittags die lokale und meist deftige österreichische Küche genießen und danach beim Après Ski ausgelassen feiern. Für ihn steckt hinter dem Sport viel mehr. Jahrelange Erfahrungen haben ihm zum Beispiel gezeigt, wie wichtig das Warm Up ist, was von den meisten Fahrern viel zu sehr vernachlässigt wird. Auch vielen Verletzungen und Anfängerfehler lässt sich leicht entgegen steuern.

Körper und Geist bringt der passionierte Sportler gern in Verbindung, hört darauf, was ihm gut tut und ist das ganze Jahr über viel in Bewegung. So trainiert er als Sommer- und Wintersportler das ganze Jahr über sein Stretching, die Kraft und Kondition, mit angepasster Intensität der Einheiten, Gewichtung und Umfang. Da bleibt nur noch Daumen zu drücken für die nächsten sportlichen Wettkämpfe!

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