nanoff-mediation.at: Ein Ort der Begegnung

Veröffentlicht am 14 Februar 2020 von Verena Arnold
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Konfliktreiche Situation gehören zum Leben und benötigen oftmals Unterstützung durch eine neutrale Person oder Schlichtungsstelle. Um den Ursachen auf den Grund zu gehen, ist es notwendig, sich mit professionellen ExpertInnen auseinanderzusetzen und auf deren Erfahrung zu vertrauen. Welche Nutzen sich zusätzlich hinter einer Mediation verbergen, hat uns die selbstständige Mediatorin und Konfliktberaterin in einem Interview genauer erläutert.

Die studierte Juristin Barbara Nanoff-Schediwy führt ein Ein-Frau Unternehmen, mit vielen Netzwerk PartnerInnen im Bereich Familienmediation und Wirtschaftsmediation. Auch geförderte Mediationen im Bereich Familie und Trennung bietet sie gemeinsam mit einem männlichen CO-Mediator aus dem psychosozialen Bereich an. So arbeitet sie zum Teil in ihrer eigenen Praxis und besitzt ebenfalls die Möglichkeit mit Co-MediatorInnen an anderen Standorten zu mediieren.

Barbara Nanoff-Schediwy ist Mediatorin und Konfliktberaterin

 

Frau Nanoff-Schediwy, seit wann sind Sie Mediatorin und Konfliktberaterin und wie sind Sie dazu gekommen? Welche Ausbildung haben Sie dafür gemacht und wo haben Sie Ihre Erfahrungen gesammelt?

Ich bin seit 2004 Mediatorin, und noch immer mit großer Überzeugung und Leidenschaft. Mein zentrales Anliegen ist das Vermitteln von wertfreier Wahrnehmung zwischen meinen KlientInnen. Die Ausbildung zur Juristin habe ich an der Universität Wien absolviert, nach dem Gerichtsjahr war ich zu einem Zusatzstudium in England und meine Erfahrungen habe ich in meiner Arbeit als Projektleiterin, aber auch in den vielen Jahren, die ich jetzt schon als Mediatorin arbeite, gesammelt.

 

Welche Konflikte kommen bei Ehepaaren besonders häufig vor? Sind von diesen Problemen eher junge oder lange Ehen betroffen? Wie kann man diese Konflikte am besten lösen?

Konflikte gehören zum Leben und können unter günstigen Rahmenbedingungen von den Partnern durch gute Gespräche gelöst werden. Unterstützung brauchen sie, wenn die Rahmenbedingungen ungünstig sind und die Gesprächsbasis verloren gegangen ist. Oft fehlt einfach das Wissen darüber, wie man im Konfliktfall seinen Standpunkt nicht-verletzend kommunizieren kann. Viele Leute denken, sie müssen dem Konflikt aus dem Weg gehen und kehren ihn zunächst unter den Tisch. Dann kommt es zur Eskalation und zum Ausbruch. Wichtig wäre, möglichst bald das konstruktive Gespräch zu suchen, oder die Umstände gemeinsam zu analysieren.

Manchmal sind die Konflikt-Muster verhärtet und kehren immer wieder. Dann hilft eine außenstehende, professionelle Unterstützung, um diesen Kreislauf zu durchbrechen.

Junge Paare sind oft überfordert mit der neuen Situation einer Familiengründung, die viele Zeit, die die Kinder beanspruchen, finanzieller Druck, berufliche Verpflichtungen. Darauf hat sie niemand ausreichend vorbereitet. Da kann das Paarleben schon darunter leiden. Über eine Mediation kann die Beziehung neu ausgerichtet werden.

Manchmal steht die Entscheidung, sich zu trennen, bei einem Partner so fest, dass die Mediation dazu dient, die unterschiedlichen Sichtweisen zu verarbeiten. Sollten beide soweit sein, eine Scheidung als unausweichlich zu sehen, dann dient eine Mediation dazu, die Trennung respektvoll und fair zu gestalten, wovon vor allem die gemeinsamen Kinder profitieren.

Andere Ehen funktionieren viele Jahre und brauchen aufgrund veränderter Herausforderungen beruflicher oder persönlicher Art (Krankheiten, Todesfälle, die Kinder ziehen aus) eine Neuausrichtung. Auch hier kann man durch gezielte Abklärung der Bedürfnisse beider Partner vieles konstruktiv verändern.

Ich arbeite auch mit Eltern und (erwachsenen) Kindern bei sogenannten „Generationenkonflikten“, oder mit Teams in Organisationen.
Immer geht es um die Unterstützung dabei, die eigenen Bedürfnisse nicht-verletzend zu formulieren und dem anderen wertfrei zuzuhören. Auf dieser Basis kann man zu neuen Abmachungen gelangen, was dann für alle Beteiligten sehr erleichternd und befreiend wirkt.

 

Mit welcher Methode arbeiten Sie am liebsten bei hoch eskalierten Konflikten und warum? Wie gehen Sie dabei vor?

Bei Paaren habe ich mittlerweile ein ganze Reihe von erfolgreichen „tools“ entwickelt. Zentral ist dabei immer die Haltung als Mediatorin, nämlich das wertfreie Wahrnehmen. Das funktioniert zuerst über meine Rückspiegelung, dann durch die Wiederherstellung dieses wechselseitigen Zuhörens bei den KlientInnen. Ich setze dabei Elemente des Imago-Dialogs ein, aber auch  ein vierstufiges Modell der Anerkennung von Kränkungen. Ein Zugang ist auch das sog. Doppeln, wobei ich die Medianden dabei unterstütze, dem anderen ihren Punkt nicht-verletzend zu vermitteln.

Dabei ist mir wichtig, zugleich einen sehr geordneten strukturierten Rahmen zu setzen und trotzdem auf die persönlichen Bedürfnisse der KlientInnen flexibel und kreativ einzugehen.
Das Vertrauensverhältnis zwischen mir und den sogenannten „MediandInnen“ ist dabei zentral, eine gute, vertrauliche Atmosphäre, die von Respekt und Wohlwollen getragen sind, sind eine Grundvoraussetzung für konstruktive Lösungen, die für alle Beteiligten passen.

Bei hoch-eskalierten Konflikten können Einzelgespräche und eine sogenannte „Pendelmediation“ zu Beginn sehr hilfreich sein.

Das Wichtigste ist jedoch, allen Parteien zu vermitteln, dass ihr Anliegen ernst genommen und respektiert wird. Nur der Weg zur Zielerreichung bedarf eben manchmal einer Anpassung – hier kann eine außenstehende Person sehr hilfreich sein, indem alternative und für alle annehmbare Handlungsoptionen durch Brainstorming erarbeitet werden.

Den Abschluss bildet immer eine Vereinbarung, die von allen getragen wird, aber auch für alle verbindlich ist.

 

Bei welchen Konflikten im beruflichen Umfeld kann man sich von Ihnen helfen lassen? Wie ist der Ablauf einer Mediationssitzung in einem Unternehmen und wie hoch sind die Kosten?

Prinzipiell kann ich in allen Bereichen der Kommunikation und des Konfliktmanagements unterstützen: von der Moderation über das Teambuilding bis zu schwierigen hoch-eskalierten Konflikten zwischen MitarbeiterInnen, Abteilungen oder Führungskräften. Der gesamte Bereich des sogenannten „change managements“, also die Unterstützung der Neuausrichtung von Unternehmen, Betrieben und Teams ist mir ein Anliegen. Dazu gehören auch Betriebsübergaben in Familienunternehmen. Ein weiterer Spezialbereich ist die interkulturelle Mediation in internationalen Unternehmen und Teams.

Ich biete auch Kurzvorträge oder Workshops zum Thema „wertschätzende Kommunikation „, „Konstruktiv Feedback geben“ oder „Professionelle Kommunikation (am Telefon)“ an.

Im Erstgespräch mit dem Auftraggeber/mit der Auftraggeberin erstellt man eine Erstanalyse des Konflikts/Themas und die beteiligten Personen eruiert man dann. Dann kommt es im Normalfall zuerst zu Einzelgesprächen, in der Folge zu Mediationen zwischen den Parteien, wo der Konflikt am meisten belastet.

Alle betrieblichen Mediationsprozesse beginnen mit einer „kick-off“ Veranstaltung, wo alle Beteiligten über den Ablauf informiert werden und mit einer Abschlussveranstaltung, wo alle Ergebnisse kommuniziert werden.

Die Mediationen sind ausschließlich vertraulich, nur das Endergebnis wird kommuniziert, bzw. konstruktive Vorschläge mit Genehmigung der Mediationsparteien unterbreitet.

Die Kosten für eine Mediationsstunde liegen bei Euro 100 (privat)  bis Euro 160 (Unternehmen) pro Stunde.

Sie kann in allen Bereichen des Konfliktmanagements unterstützen

 

Mit Beratung zu einem neuen Leben

Außergewöhnliche Konflikte benötigen eine besondere Behandlung und Betreuung. Deshalb ist die Arbeit der professionellen Mediatorin und Konfliktberaterin Barbara Nanoff-Schediwy besonders wertvoll. Es ist wichtig, durch eine richtige Kommunikation und freundliche Auseinandersetzung auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Parteien einzugehen und somit mögliche Konflikte zu schlichten.

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