Leben im Hier und Jetzt

Veröffentlicht am 9 Dezember 2019 von Verena Arnold
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Beziehungen sind oft komplex. Besonders innerhalb von Familien spielt sich vieles im Stillen ab, worüber selten offen gesprochen wird. Dabei ist es so wichtig, sich regelmäßig über Gedanken und Gefühle zu äußern und mit dem Feedback des Gegenübers zu arbeiten. Nur so kann man innerhalb einer Gemeinschaft wachsen und partnerschaftlich Herausforderungen meistern. 

Mag. Claudia Schwab-Eckl wurde 1971 in Salzburg geboren, ist verheiratet, Mutter zweier Kinder und liebt Improtheater, -tanz und -malerei. Sie lebte einige Jahre in Afrika, das den Unternehmensnamen geprägt hat. Beruflich leitet sie seit über 15 Jahren Aufstellungen und begleitet Menschen. Claudia hat entsprechenden Ausbildungen absolviert:  zum diplomierten System-Coach, zur psychologischen Beraterin, Supervisorin, zum Somatic-Movement-Coach. Und aktuell lernt sie die “Focusing” Methode. Sich lebenslang weiterzuentwickeln ist für die Kommunikationswissenschaftlerin und diplomierten PR-Fachfrau also keine leere Phrase. 

Ihr Projekt suvasun führt Claudia als Einzelunternehmen, holt sich jedoch immer wieder wertvolle Unterstützungen in verschiedenen Bereichen wie Steuerberatung oder Webdesign. Zur Aufstellungsarbeit gelangte sie neben ihrer Tätigkeit beim ORF (Ö1 Hörfunk) und bei Nonprofit- bzw. Gesundheitsorganisationen durch die Kinesiologie. Seit 15 Jahren leitet sie nun schon Aufstellungen und fand darin eine absolute Passion.

Unsere Interviewpartnerin und Coach Mag. Claudia Schwab-Eckl

 

Claudia, “Lösen, lachen, leichter werden” ist dein Slogan. Ist das dein Erfolgsgeheimnis? Was bedeutet eigentlich der Name suvasun? Was gefällt dir besonders gut an deiner Arbeit? Was ist dir bei deiner Arbeit wichtig?

Der Name suvasun hat mit meiner Verbindung zu Afrika zu tun. Suva bedeutet in der Landessprache Simbabwes „Sonne“ – daher ist es die doppelte Sonne – jene im Innen und jene im Außen. Ich begleite Menschen in ihren Inner-Sunshine, und der hat für mich mit Authentizität zu tun. Daher der Slogan: “Lösen, lachen, leichter werden.” Denn ist es nicht genau das, wonach wir uns alle sehnen? Die Leichtigkeit, die Lebensfreude?  Die innere Wahrheit zu spüren, sichtbar zu machen und sie auch auszudrücken. Genau das begleite ich bei den Aufstellungen. Dazu leite ich in meinem brandaktuellen Podcast an (https://podcasts.apple.com/at/podcast/talk-gut-aufgestellt-durch-wahre-worte/id1480586207) bzw. in dem dazugehörigen Online-Kurs, der am 10.1. das nächste Mal startet. 

 

Es geht mir um Empowerment durch die eigene Wahrheit und die Befreiung des Inner-Sunshines, der damit einhergeht. Ich versuche als Beraterin, das zu leben, was ich auch nach außen vertrete. Daher bilde ich mich auch laufend weiter und höre nie auf, für meine eigenen Themen neugierig zu sein und hinzuschauen. Es braucht Mut, immer wieder ehrlich zu sich selbst zu sein, und dieser Mut begleitet mich. Und wer sich der Sonne zuwendet, kommt auch am Schatten nicht vorbei … Wir haben alle unsere Lebensbereiche, in denen wir noch lernen dürfen, hinschauen, erspüren und verändern. Schritt für Schritt. Auch ich, und das ist gut so!

 

Was ermöglicht die Aufstellungsmethode? Wie läuft eine Aufstellung normalerweise ab? Was wird bei einer Paaraufstellung gemacht?

Bei dieser Methode werden innere Wahrheiten im Außen sichtbar gemacht. Das Vorgespräch ist dabei wichtig, um zu erkennen, was genau läuft. Ein Beispiel: Jemand hat das 4. Mal  hintereinander einen massiven Konflikt mit dem (männlichen) Vorgesetzten. Durch meine Fragen erkennen wir: Es wiederholt sich ein Muster. Ich frage dann z.B.: “Was ist mit dem Papa?” Und es stellt sich eine Ähnlichkeit im Muster heraus. Bei der Aufstellung geht es einerseits darum, den aktuellen Chef UND den Papa nebeneinander sichtbar zu machen (damit sie nicht mehr so leicht verwechselt werden können). – Und mit dem Papa zu klären, was nicht zum Chef gehört. Da fallen dann oft Sätze wie: „Nie reicht Dir etwas! Dabei bemüh ich mich so!“ Oder: „Egal, was ich mache, Papa, Du siehst mich einfach nicht! Schade!“ … und Ähnliches. 

Aufstellungen kann man im Einzelsetting machen oder in der Gruppe. Im Einzelsetting gibt es Hilfsmittel wie Naturmaterialien oder eine Metallplatte mit Magneten oder Patschen, die auf den Boden gelegt werden etc. Die KlientInnen stellen dann (um bei dem Beispiel zu bleiben) sich selbst, den aktuellen  Chef und den Vater im Raum auf. Die Patschen (Hausschuhe, verschiedenfarbig) schauen dann in unterschiedliche Richtungen und stehen weiter voneinander entfernt oder sind näher. Im ersten „Bild“ wird sichtbar, was ist. Es fühlt sich so an, wie es ist, und dann folgen Bewegungen. Die KlientInnen schauen, indem sie ihre Position verändern, welchen Abstand sie brauchen, damit es besser wird. Gedanken werden laut ausgesprochen und durch das Ausdrücken der eigenen Wahrheit, verbunden mit den Gefühlen,  kommt Bewegung in eine (innerlich) vertrackte Situation. 

Bei Aufstellungen in der Gruppe geht das ganz ähnlich, nur stehen da eben „echte“ Menschen. Diese Personen kennen einen selbst nicht. Sie „fühlen“ sich in die Rolle ein, indem sie von der Person, die das Anliegen bringt, „eingerollt“ werden. Die KlientInnen legen die Hände auf die Schultern, spüren und denken an die Person, um die es gerade geht. Dieser Part ist für unseren Kopf total unverständlich. Denn wie kann ich einen Vater darstellen, den ich nicht kenne? Meine Antwort darauf ist: Eine Aufstellung erfasst man am besten, wenn man mal dabei ist! Denn wenn man mal selbst erlebt hat, wie wunderbar das funktioniert, und auch so fantastische Details erlebt wie das gleich folgende Beispiel, dann ist unser Kopf einfach mal still und staunt nur mehr. Beispiel: Ein Mann stellt einen Großvater dar. Er wird „eingerollt“ und bereits beim ersten Schritt, den er ins Feld geführt wird, beginnt er zu humpeln. Nach einigen Schritten frage ich die Klientin: „Was ist da los?“ Sie antwortet ganz erstaunt, dass ihr Großvater ein Holzbein habe und genau so humpeln würde. Davon war in keinem Moment die Rede, der Mann wusste davon nichts, er kannte weder die Frau noch den Großvater. Er hat einfach nur gespürt und dargestellt, was sein Körper gespürt hat. Magisch oder?

Die Aufstellungsarbeit ist sehr kraftvoll und deshalb würde ich auch nur zu Menschen gehen, die wirklich viel Erfahrung, ein gutes Gespür und einen guten Ruf haben. Ich würde eher zuerst als DarstellerIn oder BeobachterIn dabei sein, bevor ich mein eigenes Thema anvertraue.

Eine Paaraufstellung macht die Dynamiken sichtbar. Manchmal verwechseln wir ja den eigenen Mann mit dem eigenen Vater oder die Frau mit der Mutter. – Damit das nicht mehr so leicht geht, stelle ich einfach oft die Eltern mit dazu ins Bild. Eine Paaraufstellung ist recht komplex, da ja zwei Systeme aufeinander „prallen“. Je nach Thema kommen (später) auch gemeinsame Kinder oder Kinder aus früheren Beziehungen dazu. Die Reihenfolgen und die Akzeptanz des jeweiligen anderen Elternteils ist dabei oft sehr wichtig für die funktionierende Paarbeziehung. Das Vorgespräch führe ich mit beiden Personen getrennt voneinander. Beide stellen sich dann gemeinsam auf. Korrekturen können natürlich vorgenommen werden. Und dann geht es weiter wie oben: Abstände und Blickrichtungen werden verändert, Sätze ausgesprochen, Gefühle ausgedrückt – bis sich das „Feld“, in dem alle stehen/sitzen/liegen „beruhigt“ hat. Dies kann 35 Minuten dauern oder über eineinhalb Stunden – je nachdem, wie komplex eine Situation ist.

 

Welche Hilfsmittel kommen bei der Aufstellungsarbeit zum Einsatz?

Im Einzelsetting kommen Naturmaterialien, Patschen, Magnete oder was sich gerade anbietet zum Einsatz. Neben diesen Sichtbarkeits-Hilfsmitteln kommen bei mir vor allem Worte und Sätze zum Einsatz! Meine Spezialität, und dafür bin ich unendlich dankbar, ist mein „soulsound“, wie ich ihn genannt habe. Dieser Gesang kommt zum Einsatz, wenn Worte nicht mehr ausreichen, Gefühle zu tief im System vergraben sind, Geschichten zu heftig sind. Ich bewege mich dann durch den Raum/das Feld und aus meinem Mund strömen Melodien und Worte, die ich danach nicht wiederholen kann. Das Feedback und die sichtbaren Tränen machen mich jedesmal wieder sehr demütig (dieses Wort verwende ich sonst kaum). – Dieser Gesang kam während einer Aufstellung vor vielen Jahren plötzlich aus meinem Mund heraus …

 

Was ist der Zweck einer Unternehmensaufstellung? In welchen Fällen wenden sich Unternehmen an dich, um eine Unternehmensaufstellung zu machen

Eine Unternehmens- oder Organisationsaufstellung kann z.B. hilfreich sein, wenn Entscheidungen anstehen – relativ kleine, aber auch große. Man kann etwa bei der Endrunde von einem Bewerbungsprozess genau sehen, welche(r) KandidatIn am besten ins Team passt oder zu der Aufgabe, um die es geht. Es kann aber auch sichtbar werden, welches Produkt wie verkauft werden kann. Längere Begleitung brauchen etwa Unternehmensnachfolgen. Denn wer die Vorgänger und deren Leistungen nicht achtet, die Geschichte nicht kennt, sondern einfach drauflos arbeitet, tut meistens nicht sehr gut daran. Es geht auch hier um sehen und gesehen werden.

Aufstellungen kann man im Einzelsetting machen oder in der Gruppe


Einzel-, Gruppen- und Unternehmensaufstellungen

Claudia versucht mit ihrem Engagement, Menschen dabei zu unterstützen, Dinge sichtbar zu machen und die persönliche, innige Wahrheit auszudrücken. Als “Ausdrucksexptertin” versucht sie, Klienten den Druck zu nehmen, sich in eine ganz bestimmte Richtung hin bewegen zu müssen. – Wie bei Pflanzen habe jeder seine Zeit und Art zu blühen und finde ganz von selbst den richtigen Weg, ist Claudia überzeugt. Bei Einzel-, Gruppen- oder Unternehmensaufstellungen kann man sich dem bewusst werden und repressive Dynamiken erkennen. Hier gibt es Feedbacks zu den Erfahrungen der KlientInnen: https://www.suvasun.at/home/feedbacks.html

 

Weitere Details zu ihren Angeboten sind auf: www.suvasun.at zu finden!

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