Karate – Hervorragendes Training für jung und alt

Veröffentlicht am 20 März 2019 von Verena Arnold
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Wer sich einmal mit einer Kampfkunst auseinandergesetzt hat, wird diese bald lieben lernen. Die unterschiedlichen Arten und Trainingsmethoden begeistern zahlreiche Menschen ob jung oder alt und helfen dabei, den Körper fit zu halten. Die Philosophie der unterschiedlichen Kampfsportarten helfen zusätzlich, sich besser kennenzulernen und auf die Zeichen des eigenen Körpers zu achten. Wir haben uns mit dem leidenschaftlichen Karate-Trainer Tim unterhalten und dabei einiges über seine vier Studios und Schüler erfahren.

Tim leitet den Karate Club Liesing (www.karateclub-liesing.at) mit großer Leidenschaft. Er verfügt über ein großes Team mit vier Erwachsenen-Trainern, zehn Kinder- Trainerinnen und fünf Mitarbeiter, welche sich um die administrativen Aufgaben kümmern.

Bevor er sich entschieden hat sich ganz dem Karate zu widmen, absolvierte er ein Studium und arbeitete mehrere Jahre im Bereich Human Ressources in einer großen Firma.

Mit 30 Jahren begann er mit Karate und die Leidenschaft dafür war sofort entflammt. Überdies hinaus zog diese ihn in den Bann und hat ihn nicht mehr losgelassen.

Heute besitzt er eine eigene Karateschule und verfügt über mehrere Standorte, an denen er und sein Team die Kampfkunst seinen Schülern näher bringt.

Der Karateclub Liesing wurde bereit am 1. Oktober 2000 gegründet. Insgesamt bieten sie an den vier Standorten (Liesing, Leopoldsdorf, Döbling, Favoriten) 21 verschiedene Kurse an und unterrichten derzeit 240 Kinder und 50 Erwachsene.

Tim ist Trainer im Karateclub Liesing

 

Auf welche Karatestilrichtungen fokussiert ihr euch im Karateclub Liesing? Wird Karate bei euch auch mit anderen Kampfsportarten kombiniert?

Karate zur Selbstverteidigung und für deine Fitness für “Normalos” (Schläge und Kicks an Schlagpolstern, einfache Würfe, Hebel- und Druckpunkttechniken, Fixier- und Befreiungstechniken, Kumite wer möchte)

Ziele unseres Trainings:

  • …sicher und selbstbewusst durchs Leben gehen?
  • …dich selbst verteidigen können?
  • …Stress abbauen und deine Kondition & Fitness verbessern?
  • …etwas Besonderes können und jemand Besonderes sein?

Bis zum Jahr 2008 wurde Shotokan-Karate unterrichtet. Seit dem Jahre 2008 wird im Karateclub Liesing Traditionelles Karate-Do (Stilrichtung Shorin-Ryu Bujutsu), in Kombination mit Elementen des Aikido und Ju Jutsu sowie effektiven Selbstverteidigungstechniken gelehrt. Zudem wird auch Kobudo (Bo, Sai,…) unterrichtet.

Unser Verein besteht seit 19 Jahren und bietet Kurse für alle Altersgruppen an (derzeit haben wir 250 Mitglieder). Betonen möchte ich, dass unser Verein traditionelles Karate betreibt, dies ist eine friedfertige Kampfkunst! Bei uns lernen die Vereinsmitglieder nicht zu kämpfen, sondern Respekt, Selbstbeherrschung, Deeskalation und Teamgeist stehen im Vordergrund!

Über den Sport wird das Selbstbewusstsein und die innere Ausgeglichenheit soweit gestärkt, dass Kämpfen/Streiten/Konflikte nicht mehr für notwendig erachtet werden und (vor allem auch im Alltag/Beruf/Schule) friedfertige, konsensuale („gewaltfreie“) Lösungen angestrebt werden. Wir machen viele Spiele und Sportübungen und ca. 50 % der Zeit wird für Karate verwendet. Es ist ein sogenanntes “polysportives Training mit altersgerechten budopädagogischen Elementen”

Gegenseitige Achtung und Respekt ist das A und O. Nicht der Kampf, sondern die körperliche Betätigung und die charakterliche Entwicklung stehen im Vordergrund. Es gibt keine Wettkämpfe, sondern die Übungen werden weitestgehend alleine ausgeführt. Beim Training schlägt natürlich kein Kind ein anderes Kind! Ganz im Gegenteil, es soll vermittelt werden, wie adäquat mit Aggressionen umgegangen werden kann. Alle Übungen werden ohne Kontakt durchgeführt!

In unseren Kursen lernen die Kinder über den Sport, Regeln einzuhalten, gegenseitige Rücksichtnahme und Teamgeist. Es geht um die Stärkung des Selbstwertgefühls, der sogenannten „inneren Stärke“, denn nur das gewährleistet eine gute Basis um Konflikte (und das tägliche Leben ist voll davon) ohne Gewalt auszutragen. Es geht um Deeskalation und darum das Gegenüber wertschätzend wahrzunehmen. Da man gerade Kinder “mit erhobenem Zeigefinger” nur schwer erreicht, transportieren wir all diese Inhalte „so nebenbei“ in unseren Sportstunden…

 

Könntet ihr uns ein bisschen über euer „No money-No problem“-Projekt erzählen, worum geht es bei diesem Projekt? Aus welchen Gründen habt ihr es gestartet? Wie erfolgreich war es bisher?

Wir wollen niemanden aus finanziellen Gründen vom Sport ausschließen! Kinder sind wertvoll, allerdings auch teuer (wir haben selbst 3 Kinder). Wenn ihr gerade knapp bei Kasse seid, könnt ihr uns auch eine Mail schreiben und darauf hinweisen und wir vereinbaren einen späteren Zeitpunkt, zu dem ihr zahlen möchtet. Und: Wir stellen (nach Verfügbarkeit) Kursplätze gratis für Familien zur Verfügung, die sich den Sport für ihre Kinder sonst nicht leisten könnten!

Warum haben wir dieses Projekt gestartet?! Weil wir – dem Geist und der Tradition des Karate folgend – die Verpflichtung haben, uns für Schwächere einzusetzen und zu helfen; heutzutage nicht so sehr durch den Kampf mit Fäusten, sondern vielmehr durch soziales Engagement.

Die Karateschule bietet Kurse für alle Altersklassen an

 

Wo finden die Gürtel-Prüfungen statt und wie lange muss man eigentlich trainieren, um bereit für den ersten oder den nächsten Gürtel zu sein?

Die Gürtel-Prüfungen finden direkt bei uns im Verein statt. Für den nächsthöheren Gürtel muss man ca. 4-6 Monate trainieren, bei den höheren Gürteln natürlich etwas länger (6-12 Monate).

 

Ihr habt euch außerdem dazu entschlossen, zwei Kinder aus Panama durch eine SOS-Kinderdorf-Patenschaft zu unterstützen. Wie kam es dazu? Welche Botschaft möchtet ihr hiermit euren Kursteilnehmern und anderen Menschen, die auf euren Verein stoßen, wie zum Beispiel unseren Lesern, vermitteln? Wie verbindet ihr diese Botschaft mit der Kampfkunst Karate?

Wir unterstützen seit Jahren zwei Kinder, die in SOS-Kinderdorf-Familien (in Haiti bzw. Panama) leben, da sie von ihrer eigenen Familie nicht die Liebe, Wärme und Geborgenheit bekommen konnten, die sie gebraucht hätten. Am Anfang, weil wir (da wir es ja alle ganz gut getroffen haben) etwas Wohltätiges tun wollten, nunmehr aus tiefster Überzeugung.

Warum?! Da Kinder ein Zuhause brauchen und da wir – dem Geist und der Tradition des Karate folgend – die Verpflichtung haben, uns für Schwächere einzusetzen und zu helfen; heutzutage nicht so sehr durch den Kampf mit Fäusten, sondern vielmehr durch einen Griff in die Geldbörse und soziales Engagement.

Wir wollen dafür kein “Wow, das ist ja toll” hören.,wir wollen euch dazu animieren, auch etwas in dieser Form zu tun:

“Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun – sondern auch für das, was wir nicht tun…”

(Laotse, 6. Jh.v.Chr., Begründer des Daoismus)

“Mach diese Welt zu einer besseren Welt, weil du hier warst”

(Morihei Ueshiba O Sensei, 1883-1969, Begründer des Aikido)

Die Gürtelprüfungen finden auch im Verein statt

 

Die Philosophie von Karateclub Liesing

  • Spaß & Freude, Teamgeist, gegenseitiger Respekt und wertschätzendes Miteinander stehen an 1. Stelle!
  • Bei uns werden keine “Kampfmaschinen” ausgebildet… wir sind alle normale Leute, die das als Ausgleich zum (vorwiegend sitzenden) Beruf betreiben…
  • Jede/r trainiert nach ihren/seinen Möglichkeiten.

Dank dieser drei Punkte fühlen sich die Schüler des Karateclub Liesing besonders wohl und trainieren gerne an den verschiedenen Standorten. Sie kehren regelmäßig zurück und nehmen die Erfahrung und das Wissen des Teams gerne in Anspruch. Wir danken dem Team für das überaus spannende Gespräch und wünschen ihm und seinem Team viel Erfolg.

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