Kampfkunst: Karate

Veröffentlicht am 20 Juni 2019 von Verena Arnold
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“Karate bedeutet, etwas zu zerschlagen” – das ist oftmals das, was im Volksmund von der Kampfkunst erwartet wird. Dass das allerdings ganz und gar nicht der Realität entspricht und viel mehr dahinter steckt, berichtet Olav van der Molen, leidenschaftlicher Karateka, im folgenden Interview. Außerdem erklärt er, was für ein Training benötigt wird und wie es idealerweise abläuft.

Eigentlich ist der gebürtige Holländer Elektronik Ingenieur. Mit knapp 40 Jahren hatte er die Möglichkeit, Karate auszuüben – abends zur Entspannung nach der Arbeit und als Verwirklichung seines Kindheitstraumes. Denn schon als kleines Kind war der mittlerweile 70-Jährige von Karate begeistert.

Seit 16 Jahren ist er staatlich geprüfter Karatelehrwart und Kampfrichter Klasse A. In seinem Verein möchte er mit Unterstützung seiner Lebenspartnerin die Kampfkunst so perfekt wie nur möglich an die 27 Mitglieder weitervermitteln. Karate war und ist weiterhin ein Hobby, mit seinem dritten schwarzen Gürtel ist er aber bestens dafür geeignet, Interessierten sein Wissen weiterzugeben.

Unser Interviewpartner Olav van der Molen ist Karatelehrer

 

Welche Aspekte sind für Sie innerhalb des Karates von großer Relevanz? Welchen Einfluss hat das Karate auf Ihre Kursteilnehmer?

Teamgeist, der Wille an den eigenen Fähigkeiten zu arbeiten, die Muskelkontrolle zu perfektionieren, den Körper durch vernünftige Bewegung gesund erhalten, Fairness.

Die meisten Leute die das Wort Karate hören, meinen, dass da „etwas zerschlagen“ wird, dabei ist es nur Entwicklung von Geist und Perfektion in der Bewegung. Die meisten Techniken werden nur in die Luft geschlagen, also ohne Gegner. Natürlich gibt es auch den Freikampf, wo man mit eine(m) Partner(in) kämpft. Und hier ist natürlich die Perfektion der Bewegung, bzw. die exakte Ausführung der Techniken oberstes Gebot: Wir wollen unsere(n) Trainingspartner(innen) nicht verletzen!

Im Laufe der Jahren habe ich bei einige Kinder beobachtet, wie aus ihren anfänglich „holzigen“ Bewegungen immer schönere Bewegungen wurden. Natürlich geht das langsam, aber mit Durchhaltevermögen gelingt das.

Meine älteste Schülerin ist 76 Jahre alt und auch hier merkt man Fortschritte, was für mich höchst erfreulich ist.

Für wen sind diese Kurse geeignet? Können die Kinder auch an den Kursen teilnehmen? Wie hoch ist die Verletzungsgefahr?

Mit Karate kann man schon ab ca. 6 Jahre anfangen, anfänglich natürlich mit viel Spiel und Spaß. Kinder lernen leichter, wenn etwas Spaß macht. Nach oben gibt es kein Limit.

Die Verletzungsgefahr ist eher gering. So banal es auch klingt: Die meisten Verletzungen gibt es durch zu lange Hand- oder Fußnägel, Unkonzentriertheit, ausrutschen auf dem eigenen Schweiß, usw.  Aber auch die Selbstüberschätzung kann ein Grund für Verletzungen werden (z.B. beim Partnertraining).

Wie lange dauert ein Training? Wie oft pro Woche sollte man trainieren? Gibt es auch ein privates Training?

Meiner Meinung nach ist ein Trainingszeit von etwa 75 Minuten perfekt, die Aufwärmphase dauert ja schon ca. 30 Minuten. Und nach 45 Minuten Karatetraining ist man meist „gesättigt“.

Man kann natürlich 1 mal pro Woche trainieren, aber wenn man weiterkommen möchte, wäre schon mindestens 2 mal pro Woche vernünftiger.

Privates Training ist eher selten, in der Gruppe ist es ja wesentlich lustiger. Außerdem gibt es (vor allem bei Leute die einen gewissen Ehrgeiz an den Tag legen) den Nachahmungseffekt: “Die oder der kann das ja auch, also warum kann ich das nicht?” Es wird dadurch meistens intensiver trainiert.

 

Welche Ausrüstung braucht man beim Training? Welche Kleidung sollte man mitbringen?

Die Ausrüstung ist sehr einfach: Zwei Hände, zwei Füße und entweder Trainingsanzug oder Karate-Gi. Einen gesunden Körper ist am schönsten, aber ich habe auch schon mit körperlich und/oder geistig beeinträchtigte Kinder gearbeitet und die waren meist sehr „lernhungrig“.

Eine Trainingszeit von etwa 75 Minuten ist perfekt

 

Karte ist nicht gleich “zerschlagen”

Karate ist viel mehr als das: die Entwicklung von Geist und die Perfektion in der Bewegung. Dass es bei Karate nur darum geht, etwas kaputt zu machen, hat sich in der Gesellschaft festgesetzt – ist aber absolut nicht das, worum es geht.

Wer das mal austesten möchte, ist bei Olav van der Molen genau richtig. Es braucht auch gar nicht viel: Zwei Hände, zwei Füße und ein Trainingsanzug reichen schon aus und fertig ist die Ausrüstung, um mal beim Karate reinzuschnuppern. Wem es gefällt, wird direkt und gerne im Team aufgenommen und erlernt mit Spiel und Spaß in meist 75 Minuten pro Trainingseinheit, über sich selbst hinauszuwachsen und kann schnell auch schon kleine Erfolge und Weiterentwicklungen feiern.

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