Individuell abgestimmter Bassunterricht

Veröffentlicht am 1 Oktober 2019 von Verena Arnold
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Wenn man gerade am Überlegen ist, ein Instrument zu erlernen, stellt man sich doch oft im Vorfeld die Frage, ob man dafür überhaupt „musikalisch” genug ist. Reicht mein Talent aus oder muss ich dann extrem viel üben, um das gewünschte Instrument annähernd vernünftig spielen zu können? Oder kann grundsätzlich jeder und jede das Musizieren ohne riesigen Aufwand erlernen, wie einige behaupten? Aber was muss man dann dafür tun? 

Tobias Vedovelli ist ein junger Bassist aus Wien und hat dazu auch seine eigene Theorie. Von der wird er uns später im Interview noch erzählen. Als Basslehrer ist es ihm auf jeden Fall wichtig, die Leidenschaft für sein Instrument an seine Schüler weiterzuvermitteln. 

So hat er schon in Jugendtagen diese Liebe zur Musik entdeckt und ist daher 2011 nach Wien übersiedelt, um ein Bassstudium zu absolvieren. Die pädagogische Komponente spielte dabei neben der Komposition für Tobias stets eine wesentliche Rolle. Daher entschloss er sich auch, nach dem Studium seine Unterrichtstätigkeiten weiterzuführen und auszubauen. Heute ist er als freischaffender Musiker in Wien tätig, arbeitet mit MusikerInnen zusammen, ist bei diversen Projekten engagiert, komponiert oder stellt die verschiedenen, individuellen Lehrinhalte für seine SchülerInnen zusammen. 

Bei Tobias Vedovelli lernt man das Bassspielen

 

Tobias, wann hast du dein musikalisches Talent entdeckt? Haben dich deine Eltern bereits als Kind beziehungsweise Jugendlichen in diese Richtung stark gefördert? Spielst du neben der Bassgitarre auch ein anderes Instrument? Warum hast du dich speziell für dieses Instrument entschieden?

Ich glaube tendenziell eher nicht, dass ich eine ganz klassische Musikerbiografie habe. Meine Eltern haben zwar beide ein gewisses Interesse, allerdings sind sie keine Musiker und beschäftigen sich eher nur nebensächlich in ihren Berufen als Lehrer mit dem Musizieren. Weiters könnte man Musik wohl als Hobby und Interessensfeld meines Vaters bezeichnen. 

Weil ich in einem sehr kleinen Gemeindeteil aufgewachsen bin, kam ich im Kindergarten und in der Volksschule in Kontakt mit der Musik: Erst war da das gemeinsame, kindliche Musizieren, dann die Schulmusik und dadurch das gesteigerte Interesse, ein Instrument zu lernen. Anfangs war das, wie bei vielen, die Blockflöte und das Singen im Kinderchor. Nach einer Zeit entwickelte sich dann der Wunsch, Keyboard zu erlernen. Das mit dem disziplinierten Üben stellte sich dann aber schon sehr bald als gewisses Hindernis dar. 

Typisch für das Einsetzen der Pubertät hatte ich darauf dann recht schnell keine große Lust mehr. Allerdings kam dann der Wechsel auf den Bass, weil mein Keyboardlehrer an der Musikschule eigentlich hauptberuflich Bassist war. Durch ihn und seine Einführung in den Blues und dann immer mehr in den Jazz wuchs meine Begeisterung für diese Musik, dieses Instrument und schließlich auch für die Auseinandersetzung damit. Somit geht wohl ein Großteil der Förderung und der Begeisterung für das Musizieren auf die Kappe meines damaligen Basslehrers, wofür ich ihm unendlich dankbar bin.

Im Rahmen meines Studiums musste ich dann als Zweitinstrument nochmal das Klavier etwas forcieren. Für das Harmonieverständnis sowie für das Komponieren gibt es wohl kaum ein besseres, weil es ein extrem übersichtliches Instrument ist. 

 

Du bietest lediglich Einzelunterricht für deine Schüler an. Wie viel kostet eine Einzelstunde bei dir? Welche Faktoren beeinflussen die Preiszusammensetzung? Gibt es auch Rabatte für Studierende und Schüler? Steigt dein Stundensatz an, wenn du zu deinen Schülern nach Hause fahren musst?

Dass ich lediglich Einzelunterricht anbiete, würde ich nicht als pädagogisches Konzept sehen. Ich glaube, dass Gruppenunterricht auch ganz enorme Vorteile haben kann. Denn dadurch kann sich eine wirklich schöne Dynamik des gemeinsamen Lernens und daraus eine ganz eigene Begeisterung entwickeln. Nur ist es im Privatunterricht oft so, dass die zeitliche Einteilung und Planung im Vorhinein nicht ganz so einfach bzw. kontinuierlich ist und sich deshalb Gruppen weniger leicht finden lassen.

Dafür bietet der Einzelunterricht die Möglichkeit, komplett individuell auf meine SchülerInnen einzugehen. Dadurch wird ein super spezialisierter und direkter Inhalt des Bassunterrichts generiert, was den SchülerInnen wiederum das Lernen erleichtert.

Ähnlich wie bei anderen Berufen, völlig egal, ob diese handwerkliche sind oder jemand ein geisteswissenschaftliches Studium absolviert hat, muss man bei der jeweiligen Dienstleistung oder Herstellung berücksichtigen, dass es wohl eine mal mehr oder weniger lange Ausbildung bedurfte, um diese Tätigkeit zu erlernen. Im Falle der professionellen Musikerziehung und der Musik im Allgemeinen ist dies nicht anders. Das Erlernen des Bassspiels, die Theorie, die Gehörbildung, das Komponieren und der Kosmos darum herum sind große Felder, die Zeit benötigen und eine lange Beschäftigung erfordern, um die erlernten Skills auf der Bühne wiederzugeben oder im Rahmen des Bassunterrichts weitergeben zu können.

Dazu kommt natürlich die Ausrüstung, die man braucht: Instrument, Verstärker, Saiten, Lernmaterialien usw. Und die dazugehörige Infrastruktur und natürlich die Zeit, die das alles in  Anspruch nimmt. 

Für Personen, die finanziell weniger gut aufgestellt sind, wie etwa Studierende oder SchülerInnen, biete ich aber natürlich Rabatte an, um möglichst viele Leute in den Genuss der Musik und des Musizierens kommen zu lassen.

Im Prinzip unterrichte ich am liebsten bei mir. Denn da habe ich alle Unterlagen und die notwendige Infrastruktur zur Verfügung. Somit kann ich dort auch den besten Bassunterricht bieten. Wenn es für SchülerInnen allerdings angenehmer ist, bei ihnen zu Hause zu lernen, dann ist das natürlich auch möglich.

 

Durch Einzelunterricht kann besser individuell auf jeden eingegangen werden © Julia Altenburger | www.juliaalt.com

 

Auf welcher Gitarre spielst du? Bevorzugst du die Verwendung von einer bestimmten Marke bei den Gitarren, wie beispielsweise Encore, Fender, Italia oder Hartwood? Nach welchen Kriterien wählst du eine Bassgitarre aus?

Wenn es um E-Bässe geht, spiele ich nun seit einigen Jahren mit Abstand am liebsten auf 5-Saiter-Bässen. Und dies mit etwas außergewöhnlicher Hochstimmung. Das bedeutet, dass ich keine zusätzliche tiefe H-Saite, sondern eine zusätzliche hohe C-Saite spiele. Diese Bässe bieten etwas mehr Flexibilität und Range als am 4-Saiter an. Sie sind aber nach wie vor nicht so gewaltig schwere Riesenteile wie die 6-Saiter.

Seit einiger Zeit habe ich ein kleines Endorsement von Sandberg, ein E-Bass Hersteller aus Deutschland. Die machen wirklich wunderbar klingende, vielseitige und vor allem handgefertigte E-Bässe auf Bestellung und völlig individualisiert angepasst an die jeweiligen Wünsche. Dabei kann man nicht nur grundlegend verschiedene Modelle der Tonabnehmer und des Holzes bestimmen, sondern selbst Kleinigkeiten wie das Material der Hardware oder der Fingerboard-Dots auswählen. Derzeit spiele ich viel und sehr gerne Extra-Longscale-Bässe mit einem Single Coil Pickup und einem Humbucker – das ist wirklich ein tolles Allroundgerät.

 

Bist du der Meinung, dass grundsätzlich jeder und jede Bassgitarre spielen erlernen kann? Was sind die ausschlaggebenden Faktoren, dass man auch Erfolg hat? Spielt hier eher das Talent oder der Fleiß beim Üben eine Rolle? Welche Tipps kannst du AnfängerInnen geben?

Ich bin der Meinung, dass jeder und jede Bassspielen lernen kann. Die Mystifizierung der Musik und deren Erlernung ist so gar nicht mein Ding: Erstmal ist das Spielen eines Instrumentes ein Handwerk, das erlernt werden kann, allerdings auch wirklich „erlernt“ – im eigentlichen Wortsinn – werden muss. Das bedarf etwas Zeit und vor allem Auseinandersetzung mit dem Bass, und da rede ich absolut gar nicht so sehr von Disziplin und geißelndem, stundenlangen Üben, sondern von regelmäßiger Beschäftigung mit und am Bass.

Die zweite Zutat ist dann wohl die Musikalität, die bestimmt etwas anders zu erlernen ist, als das Handwerk Allerdings hängt sie trotzdem nicht vom Talent ab. Wenn etwas Talent ist, dann wohl eine frühkindliche Auseinandersetzung oder Routine mit bestimmten Feldern, wie etwas Musik – das führt dann unter Umständen zu besseren Voraussetzung. Schließlich prägt ja das Umfeld die eigene Wahrnehmung und das Handeln, wenn man so will. Also auch die dann mehr oder weniger vorhandene Leichtigkeit des Erlernens von bestimmten Dingen. Das dann aber so voll und ganz auf eine mystische, unerklärbare geniale Voraussetzung wie Talent zu schieben, halte ich für falsch.

Es mag mehr als banal klingen, was aber gerade für den Anfang wichtig ist als alles andere, ist, dass eine intrinsische Motivation und Freude, ein gewecktes Interesse und Feuer für die Beschäftigung mit dem Bassspielen vorhanden ist. Im besten Fall soll es durch den Bassunterricht geweckt und gefördert werden. Auf welche Weise dies passiert, hängt von jedem ganz individuell ab und muss im Bassunterricht herausgefunden werden. Ich glaube, dass nur über diesen Weg eine langfristige und möglicherweise dann auch intensivere Beschäftigung mit dem Bass und ganz allgemein mit einem Instrument ermöglicht wird.

Seiner Meinung nach kann jeder Bassspielen lernen

Musik ist kein Mysterium 

Das ist die Meinung von Tobias. Er will damit Interessierten die Hemmung vor dem Einstieg in die Welt der Musik nehmen. Schließlich ist die Freude daran die beste Motivation. Man muss aber natürlich auch bereit sein, längerfristig Zeit zu investieren, regelmäßig zu üben und sich mit dem Instrument auseinanderzusetzen. Daher geht Tobias im Einzelunterricht auch auf die Wünsche und Bedürfnisse der SchülerInnen ein. Zudem verfolgt und unterstützt er den Lernprozess und achtet auf die richtige Technik. Auch auf Rhythmik und Timing hat er ein Auge.

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