In der Region für die Region

Veröffentlicht am 20 Februar 2019 von Verena Arnold
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Wer mit einem Start-up in der Berufswelt fußfassen möchten, sollte stets auf der Suche nach neuen Trends und Entwicklungen sein. Es ist wichtig, sich den Gegebenheiten anzupassen und auf die Wünsche der Kunden und möglichen Anwender einzugehen. Gerade im Touristenbereich ist es wichtig, die Ansprüche der Besucher bestmöglich zu erfüllen und das Angebot dementsprechend anzupassen. Wie das dem Jungunternehmer Oliver Allmoslechner in seiner Heimat gelingt, erzählt er uns in diesem Interview.

Oliver Allmoslechner ist 24 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Reith bei Kitzbühel. Seit August 2017 wohnt er in Antwerpen, wo er seinen Master absolvierte und seit Kurzem in einem Start-up arbeitet. Von dort aus betreibt er zusätzlich „remote“ als Selbständiger die Plattform www.herzregion.at mit einem Freund von ihm.

Die Plattform „Herzregion“ haben sein Kollege Franz Lechner und er im Sommer 2016 als Projekt neben dem Studium begonnen. Oliver Allmoslechner ist seit seinem 19. Lebensjahr selbstständig und hat bereits in seiner Schulzeit Websites und Werbeprodukte (von der Visitenkarte bis zum Social Media Auftritt) für KMUs erstellt. Er hat gemerkt, dass es für regionale Kleinbetriebe schwierig ist, sich mit neuen Marketingmöglichkeiten auseinanderzusetzen und dass gerade das Thema „Digital“ oft außen vorgelassen wird. Deshalb ist die Idee geboren, in ihrer Heimatregion (Kitzbüheler Alpen, Tiroler Unterland) eine regionale Onlineplattform zu kreieren, auf der Unternehmen ihren Betrieb vorstellen, Angebote bewerben und freie Stellen ausschreiben können.  

Unser Interviewpartner Oliver Allmoslechner

 

Oliver, wie ist die Idee zu Herzregion.at entstanden? Was genau gehört zu deinem Aufgabengebiet und was gefällt dir an deinem Job? Welche Pläne hast du noch für deine Website?

Herzregion ist aus dem Grund entstanden, dass wir gesehen haben, dass regionale KMUs wenig Erfahrung mit der Nutzung Neuer Medien für Marketingzwecke haben. In einer Befragung haben wir herausgefunden, dass 76% aller regionalen Konsumenten bereits vorab online suchen, bevor sie offline einkaufen. Auf der Supply Seite haben aber nur sehr wenige Kleinbetriebe eine durchdachte Onlinemarketing Strategie. Wir als Plattform sind sozusagen ein Dienstleister, der die Bekanntheit und Auffindbarkeit regionaler Betriebe über digitale Kanäle stärkt. Unser Credo lautet „Research Online, Purchase Offline“, wir wollen Konsumenten mit ehrlichen Stories über regionale Unternehmen dort abholen, wo sie sind (online), damit offline überzeugt werden kann.

 

Was erwartet Besucher auf deiner Website? Stellst du nur Stellenangebote bereit oder bietest du noch andere interessante Angebote an? Welche Art von Stellenangeboten stellst du auf deiner Website bereit? Eignet sich die Website für alle, die auf der Suche nach freien Stellen oder einem Job sind?

Der zentrale Bestandteil unserer Website sind die Stories über die heimischen Betriebe sowie unser „Magazin“, das wir mit Content über regionale Themen anreichern. Über die Zeit haben wir uns auch noch anderen „Problemen“ der KMUs angenommen. Das Thema Personal war immer im Zentrum der „Pains“ unserer Partner, weshalb wir eine Jobplattform in die Website integriert haben. Der viel diskutierte Fachkräftemangel ist gerade für heimische KMUs ein großes Problem. Während große Konzerne mit attraktiven Vergütungspaketen und der „Karriereleiter“ punkten können, müssen regionale, oftmals familiengeführte Kleinbetriebe mit anderen Vorzügen herausstechen. Das Thema Employer Branding für KMUs, zu wissen, dass für einen Familienbetrieb gearbeitet wird, der langfristig denkt, ist ein Punkt, den wir mit unseren Geschichten über besagte Unternehmen gut vermitteln können. Die Jobplattform war daher ein logischer Schritt, um Herzregion.at zu einem zentralen, digitalen Ort der Region zu machen.

Da Arbeit einer der wichtigsten Faktoren ist, damit eine Region an Attraktivität gewinnt, oder zumindest nicht gegenüber dem städtischen Bereich einbüßt, bieten wir die Jobplattform allen Unternehmen an, die Arbeit in der Region schaffen, auch den „Großen“, während der Hauptfokus natürlich auf KMUs gelegt wird. Gerade Handwerk und Tourismus sind in unserer Region (Tiroler Unterland, Kitzbühel) große Themen. Deshalb sind gerade diese Jobs auf unserer Plattform vermehrt zu finden.

Neben dem Studium haben die zwei eine Plattform für regionale KMUs erstellt

 

Welche Berufe und welche Fachkräfte sind derzeit sehr gefragt? Für welche Jobs fällt es österreichischen Unternehmen besonders schwer, qualifiziertes Personal zu finden? Und für welche Berufe ist der Markt im Moment gesättigt?

Gerade in Tourismusregionen sind gastronomische Fachkräfte extrem schwer zu finden. Ich habe kürzlich mit einer Betreiberin eines Cafés gesprochen, die mir erklärt hat, dass sie in der Hauptsaison drei ServicemitarbeiterInnen zu wenig hat. Das ist kompensierbar für eine Saison, auf Dauer für den Betreiber und die Angestellten nicht tragbar. Es gibt in der Region Kitzbühel Hotels und Pensionen, die aus diesem Grund den Betrieb lieber zusperren, oder gar veräußern, da der Fachkräftemangel im Tourismus sich immer weiter zuspitzt. Aber auch Handwerker – vom Elektriker, über die InstallateurIn bis hin zum Tischler – werden händeringend gesucht. Wochenlanges Warten auf einen Handwerker-Termin sind keine Seltenheit, hier liegt die Arbeit sprichwörtlich auf der Straße herum.

 

Auf welche Berufe sollte man künftig setzen und welche Berufe werden an Bedeutung verlieren? Wohin geht der Trend? Welche Fachkräfte werden auch im Zeitalter der Digitalisierung gefragt sein?

Ich denke, dass jene Berufe, in denen menschliche Interpretation sowie aktive Interaktion eine Rolle spielen, künftig mehr denn je gefragt sind. Dabei werden neue Jobs entstehen und der Umfang bestehender sich verändern. Digitalisierung ist nichts, das einfach vom Himmel fällt, sondern aktiv kreiert wird. Und dieses Thema lässt sich auch nicht wegreden, sondern wird sich noch viel schneller entwickeln, als bisher. Daher bin ich der Überzeugung, dass Berufe, die Teil des Kreierens dieser digitalen Welt sind, ein „save bet“ sind. Und damit meine ich nicht, dass jeder Mensch Programmierer werden muss (wobei es davon viele in unterschiedlichsten Anwendungen brauchen wird), aber jegliche Berufswünsche und Möglichkeiten im digitalen Kontext gesehen werden müssen.

Der Jurist, der sich in der digitalen Welt auf Patente spezialisiert wird künftig wahrscheinlich mehr Arbeit haben, als jener mit Spezialisierung auf Jagd- und Vereinsrecht. Der Handwerker wird vermutlich auch in der Zukunft immer noch höchst gefragt sein. Der Elektrotechniker, der sich aber bereits heute auf die Vernetzung von Haushaltsgeräten oder Maschinen in Betriebsstätten fokussiert (Stichwort „Internet of Things“) wird es künftiger einfacher haben, die Komplexität des digitalen Lebensraumes zu verstehen.

Die Digitalisierung bringt viele Chancen, aber hat natürlich auch ihre Kehrseite. Meine Generation wird älter, jedoch früher schlechter sehen: Optiker und Optometristen kämpfen bereits heute mit enormen Fachkräftemangel, absolute Zukunftsjobs. Auch der Bewegungsapparat wird sich durch vieles Sitzen verändern, was dazu führt, dass Physiotherapeuten und Osteopathen einen volleren Terminkalender haben werden.

Auch ein Jobportal wurde auf der Seite integriert

 

Mit Herzblut bei der Arbeit

Das Unternehmertum begleitet Oliver Allmoslechner  familienbedingt seit seiner Kindheit. Deshalb wollte er immer die Ideen in einem eigenen Unternehmen verwirklichen.

Seine Selbständigkeit in jungen Jahren konnte ihm bereits eine Vielzahl an Eindrücken liefern. Im gleichen Atemzug stärkt das Team von Oliver Allmoslechner mit der Plattform Herzregion.at den bewussten Konsum vor Ort und bietet den regionalen Usern eine ganzheitliche Plattform in ihrer Region.

 

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