Immer das Ziel vor Augen haben

Veröffentlicht am 27 Januar 2020 von Verena Arnold
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Erwin Eber, 1969 in Hollabrunn geboren, Sohn eines Handwerksmeisters, ist ein vielseitiger Mann. So hat er sich ursprünglich wie sein Vater zum Handwerker ausbilden lassen, kam aber dann über den Umweg der HTL für Biochemie im zweiten Bildungsweg zum Abschluss eines Wirtschaftsstudiums. Nach zehn Jahren Erfahrung als Betriebsleiter in der Industrie, ließ er sich zum Berater ausbilden.

Noch heute ist er als Berater tätig. Der 50-Jährige hat sich mit seinem Unternehmen Wincon selbstständig gemacht. Allerdings ist das nicht die einzige Tätigkeit, der Erwin Eber nachgeht. Der 50-Jährige ist nämlich auch leidenschaftlicher Bogenschütze. Und dieses Hobby hat er zum Beruf gemacht. So ist er zudem Inhaber der Archery Equipment GmbH, einem Unternehmen, das sich auf die Produktion sowie den Handel von Bogensport-Artikeln spezialisiert hat.

Gegründet hat Erwin Eber das Unternehmen zusammen mit Bernhard Badegruber. Sieben Mitarbeiter hat das Duo angestellt, die in der Produktion, Marketing, Vertrieb und Auftragsbearbeitung tätig sind. Erwin Eber hat aber noch eine weitere Firma, die ihm allein gehört, und bei der sich ebenfalls alles um den Bogensport dreht: die Breitenstein24. Alle Firmen befinden sich in Eggendorf im Traunkreis.

 

Bist du selbst ein leidenschaftlicher Bogenschütze? Seit wie vielen Jahren übst du diese ungewöhnliche Sportart aus? Was fasziniert dich an dieser Sportart besonders?

Beim Bogensport ist man ganz auf den Augenblick und auf sich selbst konzentriert. Er bietet eine gute Kombination zwischen Anspannung und Entspannung. Im Gegensatz zum Golf haftet dem Bogenschießen nicht dieser elitäre Touch an: Bogenschießen ist bodenständiger, einfach zu erlernen, günstig und für alle Zielgruppen – unabhängig von der Gesellschaftsschicht, dem Alter oder dem Geschlecht – gleichermaßen zugänglich.

 

Wenn du die unterschiedlichen Arten von Pfeilen miteinander vergleichst, wie unterscheiden sich diese und welche Gemeinsamkeiten weisen sie auf? Für welchen Bogen eignen sich welche Pfeile?

Tatsächlich verhält es sich so, dass nicht jeder Pfeil mit jeden Bogen geschossen werden kann. Selbstverständlich spielen Faktoren wie etwa das Gewicht und die damit verbundene Pfeilgeschwindigkeit eine wichtige Rolle bei der Wahl der Pfeile. Das Aussehen und die Befiederung sind ebenfalls wichtig.

Es gibt folgende Pfeilarten:

Carbonpfeile werden vor allem von modernen Bogenschützen gewählt. Diese Pfeilart gehört mitunter – nach den Holzpfeilen – zu den bekanntesten Pfeilen, die der Markt zurzeit anbietet. Ein klarer Vorteil der Carbonpfeile ist, dass sie schwerer brechen als Holzpfeile, wodurch sie ungefährlicher sind für den Bogenschützen.

Holzpfeile sind die traditionelle Variante und stets eine gute Wahl. Allerdings muss man bedenken, dass Holzpfeile aufgrund des Materials, nämlich Holz, niemals gleich sind. Das bedeutet, dass man beim Schießen immer andere Voraussetzungen hat als beim vorherigen Schuss. Es handelt sich aber um minimale Unterschiede, weshalb man nicht wirklich sagen kann, dass jemand nur aufgrund der Unebenheit des Holzpfeils das Ziel verfehlt hat.

Fiberglaspfeile sind qualitativ nicht hochwertig. Sie sind meist schlecht verarbeitet, die zwar wenig Geld kosten, aber nicht zu empfehlen sind. Ich denke Fiberglaspfeile sind schon Auslaufmodelle.

Aluminiumpfeile eignen sich definitiv nur für Fortgeschrittene, weil die Pfeile bei falscher Bedienung schnell verbiegen. Es braucht deshalb Know-how, um zu wissen, wie man mit diesen Pfeilen richtig umgeht.

Eine Ausnahme bildet die Kombination von Aluminium und Carbon, wodurch der Pfeil stabil bleibt und trotzdem sehr leicht ist, weshalb er aufgrund des geringen Gewichts schneller fliegen kann als seine Konkurrenz. Allerdings handelt es sich bei diesen Pfeilen um die Königsklasse, weshalb sie auch sehr teuer sind.

 

Bevorzugst du Recurvebögen oder Hybridbögen? Welcher Bogen eignet sich deiner Meinung nach mehr für Anfänger und warum? Von welcher Marke beziehst du deine Bogensport-Utensilien? Mit welchem Bogen schießt du am liebsten?

Beim Hybridbogen handelt es sich eigentlich um eine Art Zwitter – kein richtiger Langbogen, aber auch kein echter Recurve. Er soll die Leistungen eines Recurves und die Einfachheit eines Langbogens in sich vereinen.

Wenn man Bogenschießen will, muss man sich auch für einen Bogentyp entscheiden. Schießen lernen kann man grundsätzlich mit jedem Bogentyp – mit manchen Bögen geht es vielleicht einfacher als bei anderen. Was man dabei einfach wissen muss: Jeder Bogentyp hat eine eigene Charakteristik. Das Wichtigste ist, dass man Spaß hat. Hierfür sollte man sich einen Bogen aussuchen, der einem gefällt und der zu einem passt. Mit einem guten, dreiteiligem Recurve Bogen ist man meist gut bedient. Auch der Transport ist kein Problem, weil der Bogen nicht allzu viel Platz beansprucht.

Ich kann nur jedem raten, dass er sich bei der Wahl des Bogentyps von seiner Intuition leiten lässt.

Und wenn das Budget nicht ganz so knapp bemessen ist, gibt es sehr gute Bögen bei www.antur.at. Das ist ein österreichischer Hersteller, der sehr gute Bögen baut und gute Beratung anbietet.

 

Welche Tipps kannst du Anfängern geben, die nicht wissen, welcher Bogen zu ihnen passt? Was ist generell bei der Auswahl von Bogen und Pfeil zu beachten?

Es gibt für jeden Bogentyp verschiedene Zuggewichte, sprich auch geringe Gewichte für Anfänger oder ältere Schützen. Weniger Zuggewicht bedeutet übrigens nicht weniger Präzision: Bogenschießen ist nämlich kein Kraft-, sondern ein Präzisionssport!

Treffen lernt man am schnellsten, wenn man sich auf die Technik konzentriert und das Thema Kraft erst einmal außen vor lässt. Beim regelmäßigen Üben steigert man seine Kraft automatisch. 20 bis 30 Pfund sind für die meisten Einsteiger ein guter Richtwert.

 

Den Markt aufmischen

Als Erwin Eber zusammen mit Bernhard Badegruber die Archery Equipment GmbH gründete, hatten sie eine Vision: Der Traum war, eine Bogenproduktion in Österreich zu etablieren, um den von den asiatischen Herstellern beherrschten Markt aufzumischen. Dafür setzt das Unternehmen auf die Kombination aus moderner Technologie, hohem technischen Know-how und handwerklichem Schliff. Aktuell produziert das siebenköpfige Team 50 Bögen wöchentlich. Der Preis liegt zwischen 300 und 1000 Euro pro Bogen, vertrieben wird über 90 Händler in ganz Europa oder direkt an den Endkunden über den Webshop und auf Messen.

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