Hochzeitsfotografie ist etwas sehr Persönliches

Veröffentlicht am 28 November 2018 von Verena Arnold
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Wir Menschen sind alle so unterschiedlich und entsprechend haben wir alle eine andere Vorstellung von einer perfekten Hochzeit und auch von den Bildern, die wir uns dazu wünschen, damit diese uns helfen die Erinnerung genau so zu behalten, wie es unserer Vorstellung entspricht. Daher brauchen Hochzeitsfotografen neben dem Können als Fotograf auch viel Einfühlungsvermögen, damit sie auf jedes Paar individuell eingehen können.

Um mehr über diesen Beruf zu erfahren, haben wir mit dem 47-jährigen Mathias Suchold gesprochen. Den gebürtigen Düsseldorfer zog es 2004 nach München und dann 2006 nach Österreich. Beruflich ist er an beide Standorte gebunden und arbeitet heute sowohl in Salzburg, wie zeitweise auch in München.

Fotografie und Grafik war zunächst nur sein Hobby. Beruflich hat er zuerst Elektroniker, sowie Mess- und Regeltechnik gelernt und die Ausbildung mit einem Techniker-Abschluss beendet. Nachdem er einige Zeit in diesem Bereich tätig war, wechselte er innerhalb des Unternehmens in den Vertrieb.

Als er durch seine Freundin, die für einen Fotografen als Make-Up-Artist tätig war, Einblick in die professionelle Welt der Fotografie bekam, wurde ihm bewusst, wie viel Leidenschaft ihn mit seinem Hobby verband und er begann nach diversen Aus- und Weiterbildungen sich eine neue Existenz als Fotograf aufzubauen. Angefangen hat er mit Produktfotografie für ein Unternehmen in Köln.

2001 wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit. Im Jahr 2007 meldete er seine Firma nach München um und trat da auch in die Handwerkskammer München ein. Zu diesem Zeitpunkt war bereits jegliche Anfangsphase überwunden und das Hauptgeschäft bestand aus Hochzeiten und Werbung. Er arbeitet mit seinem Partner-Fotografen Chris in München zusammen. Meistens arbeitet jeder an seinem Standort, aber Bedarf arbeiten sie auch gemeinsam in Österreich oder in München.

Am Erfolg des Unternehmens sind zudem der Support beteiligt – in Steuersachen eines Steuerberaters und in technischen Sachen eines größeren Softwareunternehmens aus München, die die Fotografen Online unterstützen.

 

Unser Interviewpartner Mathias Suchold hilft, die besten Momente im Leben auf Fotos festzuhalten

 

Mathias, wie und wann bist du das erste Mal mit Fotografie in Berührung gekommen? Was hat dich dazu bewogen, Fotograf zu werden und was macht die Tätigkeit für dich so interessant?

Hobby und Leidenschaft war es schon in jüngeren Jahren. Durch meine damalige Lebensgefährtin, die als Make-Up Artistin für einen renommierten Fotografen in Wiesbaden/Frankfurt arbeitete, hatte ich Einblick in den professionellen Bereich meines Hobbys. Sein Schwerpunkt war Portrait und Hochzeit. Durch Gemeinsamkeiten ist dieser Bereich immer interessanter für mich geworden.

Die Arbeit im Vertrieb erfordert eine gewisse Sensibilität und Flexibilität im Umgang mit Menschen. Ich erkannte, dass die Fotografie für Hochzeiten und Events genau diese Eigenschaften mit meiner Leidenschaft Fotografie verbindet. Gemeinsame Shootings in Hessen und auf Mallorca erweiterten den Horizont als Fotograf. Ich kündigte damals meine feste Anstellung und machte mich selbstständig, um hundertprozentig für den neuen Weg da sein zu können. Den neu eingeschlagenen beruflichen Weg forcierte ich durch die Teilnahme an Workshops im In- und Ausland.  

Interessant ist die Fotografie, da sie nie still steht und gleich ist. Jeder Fotograf unterscheidet sich durch seinen ganz persönlichen Stil. Diesen Stil zu entwickeln und immer weiter auszubauen, macht diesen Beruf so interessant. Die Kommunikation mit dem Kunden, um die Bedürfnisse und das gewünschte Ziel zu erkennen, macht jede Aufgabe zu einer neuen Herausforderung.

 

Was ist das Besondere an der Hochzeitsfotografie? Bevor du dich daran machst. eine Hochzeit zu fotografieren, hast du sicher bereits gewisse Vorstellung von den Bildern. Oder lässt du das Ganze eher auf dich zukommen? Was hebt dich deiner Meinung nach positiv von anderen Hochzeitsfotografen ab? Womit machst du dich und deine Fotografie einzigartig?

Das Besondere der Hochzeitsfotografie ist die einzigartige Aufgabe und Verantwortung in Kombination mit der wohl persönlichsten Verbindung, die man mit einem „Kunden“ haben kann. Bei diesem ganz besonderen Ereignis stehe ich an der Seite zweier Menschen, wie es persönlicher kaum sein kann.

Trotz der vielen Hochzeiten, die ich bereits fotografiert habe, ist jeder Tag zuvor ein aufregender Tag. Die Kontrolle des Equipment ist selbstverständlich vor einer Hochzeitsreportage. Ich neige mehr dazu, 2- oder 3-mal zu kontrollieren. Die gewisse Vorstellung vorher von Bildern habe ich nicht. Hier möchte ich auch nie in ein Muster geraten. Für mich zählt nur: absolute Professionalität, ohne in Routine zu verfallen! Schließlich ist jedes Brautpaar anders, also geht man auch mit jedem einzelnen Brautpaar auf einen ganz neuen Weg.

 

Mathias lässt seiner Kreativität freien Lauf

 

Ich gehe auf die unterschiedlichen Persönlichkeiten ein und finde dann den Weg, auf dem wir gemeinsam Bilder entstehen lassen können, welche den beiden entsprechen und wozu sie ungezwungen mit Leichtigkeit mit mir shooten. Was mich anders macht? Wenn sich die Brautpaare bei mir bedanken oder auch Bewertungen schreiben, sind sie immer überglücklich, wie wir die Zeit miteinander verbracht haben. Mit welcher Leichtigkeit Bilder entstanden sind, die sie zu Tränen rühren und glücklich gemacht haben.

Ich arbeite mit großer Zurückhaltung, fast Unsichtbarkeit. Das Paar und der Anlass steht absolut im Vordergrund. Hier und da muss ich mal die Initiative ergreifen, um die Gäste mitzureißen, was ich dann auf humorvolle Art und Weise mache.   

 

Immer mehr heiratswillige Paare beauftragen einen Wedding Planner für ihre Hochzeit. Wie läuft eigentlich die Zusammenarbeit zwischen Hochzeitsfotograf und Wedding Planner ab? Hat der Hochzeitsplaner einen Einfluss auf die Hochzeitsfotos? Wie oft arbeitest du mit einem Hochzeitsplaner zusammen?

Je nach Location und Wohnort aller „Beteiligten“ trifft man sich zu einem gemeinsamen Vorgespräch. Das ist in der Regel so weit im Voraus, dass hier noch die komplette Planung offen ist und man sich gemeinsam  an einen Ablauf heran arbeitet. Als Fotograf kann ich Informationen weitergeben, welche hilfreich sind und teilweise in die Gedanken zum Ablauf einfliessen. Auch hat man hier und da ganz eigene Ideen, die sehr dankend angenommen werden. Es muss für alle am Tisch passen und das ist auch immer der Fall. Ist aufgrund der Entfernungen ein persönliches Treffen nicht möglich, wird das Ganze telefonisch gemacht und ich bleibe bis zum Tag der Hochzeit immer weiter in Kontakt mit der Hochzeitsplanung.

 

Du hast dich auch auf die Fotografie im Eventbereich spezialisiert. Wie wird man eigentlich Event-Fotograf? Welche Rolle nimmt denn der Fotograf bei einem Event ein? Bist du eher Frontman oder stehst du dezent im Hintergrund? Vom Persönlichen zum Technischen – auf was muss man als Event-Fotograf besonders bei Outdoor-Events aufpassen?

Der Weg als Eventfotograf entstand in erster Linie durch die gute Zusammenarbeit mit den Hochzeitslocations. Durch die zufriedenen Brautpaare bleibt ein positiver Eindruck beim Hotel zurück, der hier und da zu Anfragen führte, wenn im Haus ein Event anstand. Bei solchen Events sind fast immer Eventagenturen vor Ort, welche dann wiederum bei anderen Events in anderen Locations gern wieder anfragen.

Die Rolle als Fotograf bei einem Event unterscheidet sich nicht wesentlich von der bei Hochzeiten. Es wird vorher abgeklärt, welcher Dresscode und welches Ergebnis gewünscht wird. In den meisten Fällen wird eine ähnlich zurückhaltende Art gewünscht, wie es für mich bei Hochzeiten selbstverständlich ist. Entsprechend der Vorgaben ist es immer eine Kombination aus Unsichtbarkeit und Präsenz in den Schlüsselmomenten mit entsprechendem Auftreten dem Anlass angepasst.

 

Einzigartige Fotos möchte man von einem einzigartigen Tag

 

Auch auf Umwegen kann man sein Ziel erreichen

Nicht immer ist die erste Berufswahl für das restliche Leben bindend. Manchmal entscheidet man sich aus vermeintlichen Vernunftsgründen für einen Beruf und damit gegen seine Leidenschaft. Wer z.B. leidenschaftlicher Hobbyfotograf ist und es bedauert, dies nicht als Beruf erlernt zu haben, hat durchaus die Möglichkeit, dies auch später noch zu ändern. Wenn die Leidenschaft groß genug ist, ist alles möglich, wie wir am Beispiel von Mathias Suchold sehen. Vielen Dank für dieses Gespräch und den Einblick in den Beruf des Fotografen. Mehr über Mathias Suchold finden Sie hier.

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