Fotografiekurse eröffnen neue Blickwinkel

Veröffentlicht am 26 November 2018 von Verena Arnold
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Auch, oder gerade, weil man heute mit dem Handy jederzeit Fotos machen kann, haben Menschen mit echter Passion für das schöne Hobby der Fotografie den Wunsch, zu lernen, wie man wirklich gute Fotos macht, die sich von dieser Masse abheben. Es genügt nicht, sich eine gute Kamera anzuschaffen. Man muss auch lernen, wie man diese effektiv benutzt. Dafür bieten Fotografiekurse die besten Möglichkeiten.

Wir wollen mehr erfahren und haben mit Jacqueline Esen gesprochen. Als gebürtige Münchnerin lebt und arbeitet sie bis heute in München. Sie war schon als Kind kreativ und hat bereits im Alter von 9 Jahren ihre Begeisterung für die Fotografie entdeckt und schon gerne geschrieben.

Ihr beruflicher Weg ging aber zuerst in eine andere Richtung. Sie absolvierte eine Ausbildung als Übersetzerin und Dolmetscherin für die englische Sprache mit dem Fachgebiet Technik. Sie war dann zunächst als technische Redakteurin und Übersetzerin tätig und hat technische Handbücher und Software übersetzt.  Später wechselte sie zu einem großen Elektronikkonzern, wo sie in verschiedenen Bereichen tätig war.

Da die Fotografie inzwischen mehr für sie war als nur ein Hobby und ihr einfach mehr Spaß machte, begann sie, mit der Fotografie ein zweites berufliches Standbein aufzubauen. 2004 hat sie dann ihre Festanstellung aufgegeben und sich als Fotografien und Fotodozentin selbstständig gemacht.

Die Digitalfotografie erlebte in dieser Zeit einen sehr großen Boom, weil die digitalen Spiegelreflexmodelle auch für Einsteiger erschwinglich wurden. Im Zuge ihrer  Tätigkeit als Fotodozentin begann sie, Artikel und Texte über Digitale Fotografie zu schreiben. Daraus ergab sich 2008 die langjährige Zusammenarbeit mit dem Rheinwerk-Verlag, für den sie heute hauptberuflich Bücher zum Thema Digitalfotografie schreibt. Meistens arbeitet sie allein, aber bei Bedarf gerne auch im Team mit anderen Fotografen- oder Dozentenkollegen.

Unsere Interviewpartnerin und Fotografin Jacqueline Esen (Foto: Simone Naumann)

 

Jacqueline, was lernt man im Fotografiekurs? Ist es reine Theorie oder werden schon in der ersten Stunde die ersten Bilder geschossen?

Es gibt unterschiedliche Kurse, die sich an den Vorkenntnissen und Interessen der Teilnehmer orientieren.

Für absolute Anfänger ist ein Theoriekurs mit Praxisteil am besten geeignet, weil es wichtig ist, dass man zunächst die grundlegenden Zusammenhänge beim Fotografieren verstehen sollte, also „warum und in welchen Situationen benutze ich welche Kamerafunktion“.  Solche grundlegenden Funktionen werden dann in einem Praxisteil geübt.

Für Fortgeschrittene sind praxisorientierte Kurse zu speziellen Themen sinnvoll. Dort haben sie die Möglichkeit unter professioneller Anleitung bestimmte fotografische Techniken zu lernen oder zu vertiefen, zum Beispiel Porträtfotografie, Langzeitbelichtung, Fotografieren mit Blitzlicht und ähnliches. Das macht aber erst Sinn, wenn man sich mit den Grundfunktionen der eigenen Kamera und mit den Fachbegriffen gut auskennt.

Ob Anfänger oder Fortgeschrittener: Wichtig ist, dass der Kursteilnehmer nach Ende eines Kurses regelmäßig mit seiner Kamera weiter „trainiert“ und neben der reinen Technik auch ein Gefühl für Licht, Stimmungen und Bildgestaltung entwickelt.

 

Welcher Fotografiekurs ist der richtige, um professioneller Fotograf zu werden?

Zunächst sollte man die technischen Grundlagen – „das Handwerk“ –  aus dem FF beherrschen und wissen, wie man die Kamera in verschiedensten Situationen motivgerecht einstellt. Genauso wichtig sind kreative Ideen und die Fähigkeit, die Wünsche des Kunden zu berücksichtigen.

Profis spezialisieren sich auf ein oder zwei Themengebiete, zum Beispiel Porträt- und Hochzeitsfotografie, Werbefotografie, Architektur-, Sport-, Tier- oder Reportage Fotografie. Zum jeweiligen Genre sollte man sich dann die passenden Kurse und Dozenten suchen. Jeder Dozent hat seinen eigenen Stil, darum ist es sinnvoll, sich von verschiedenen Fotografen unterrichten zu lassen.

Um professioneller Fotograf zu werden muss man vor allem selbst viel fotografieren und sich auch immer wieder Rückmeldung zu den eigenen Arbeiten holen. Durch einen einzelnen Kurs wird man sicher nicht zum Profi, genauso wenig wie man Konzertpianist wird, wenn man fünf Stunden Klavierunterricht nimmt.

Als Profi braucht man außerdem betriebswirtschaftliches Know How, Marketingtalent und man muss sehr flexibel sein, sonst kann man von diesem Beruf nicht leben. 

Profis spezialisieren sich meist auf ein paar wenige Kategorien, zum Beispiel die Naturfotografie

 

Wie kann man an einem Fotografiekurs teilnehmen? Wie lange dauert der Kurs?

Ein klassischer Fotokurs findet in einer Gruppe statt, ist zeitlich und örtlich begrenzt und hat ein klar definiertes Thema. Der Dozent liefert das theoretische Wissen, geht mit den Teilnehmern zum Fotografieren, stellt Aufgaben und unterstützt die Teilnehmer bei der Umsetzung. Eine anschließende Besprechung der Bildergebnisse ist für den Lernerfolg besonders wichtig.

Mittlerweile gibt es auch Online-Schulungen, bei denen die Dozenten Videoclips und Schulungsunterlagen bereitstellen. Die Teilnehmer bearbeiten die Aufgaben selbständig. Auch hier sollte es die Möglichkeit für Rückfragen und ein Feedback zu den Ergebnissen geben.

Generell gibt es eine große Bandbreite von Kursen, die unterschiedlich lang sind, von zwei Stunden bis hin zu mehreren Tagen. Bei Onlinekursen kann man sich auch über mehrere Wochen schulen lassen und im eigenen Tempo arbeiten.

Praxiskurse dauern meistens einen Tag oder ein Wochenende. Sehr intensiv sind sogenannte Fotoreisen, bei denen man mehrere Tage mit einem Dozenten und einer Gruppe Gleichgesinnter unterwegs ist.

Wer Kurse in großen Gruppen nicht mag oder zeitlich nicht so flexibel ist, kann sich auch nach einem Einzelcoaching umsehen.

 

Wo und wann kann man sich zu einem Fotografiekurs anmelden? Muss man seine eigene Kamera haben?

Die Anmeldung zu Fotografiekursen erfolgt meist über das Internet. Wenn man seinen Wunschanbieter gefunden hat – sei es vor Ort oder als Online-Dozent – meldet man sich über das Anmeldeformular an.

Man sollte vorher die Ausschreibung bzw. die Kursbeschreibung genau lesen. Dort erfährt man, ob sich der Kurs an Anfänger oder Fortgeschrittene richtet, und welche Ausrüstung man benötigt.

In den meisten Fällen muss man seine eigene Kamera dabei haben. Bei einigen Kursen kann man sich auch Kameras leihen, was ich aber nur dann empfehlen würde, wenn man mit dem jeweiligen Kamerasystem (Canon, Nikon, Sony…)  schon vertraut ist, und mal ein anderes Modell testen möchte. Am effektivsten ist es, wenn man die Kamera benutzt, die man bereits kennt. Sonst verbringt man im Kurs zu viel Zeit damit, nach dem richtigen Knopf oder Menüpunkt zu suchen.

 

 

Die Leidenschaft für gute Fotos leben

Auch wenn man nicht plant, Fotografie zu seinem Beruf zu machen, lohnt es sich, sich auch mit der Theorie zu beschäftigen, sein Werkzeug, die Kamera, wirklich kennen zu lernen und die Techniken der Profis  zu erlernen, um die Leidenschaft für die Fotografie voll ausleben zu können. Bei dem vielfältigen Angebot an Kursen ist für jeden Interessierten ein passender Kurs zu finden. Vielen Dank an Jacqueline Esen für ihre Zeit und den Einblick in ihre Arbeit.

 

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