Fotografie – Volksbeschäftigung und Beruf

Veröffentlicht am 5 August 2019 von Verena Arnold
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Fotografie ist heutzutage beliebter denn je. Schon in seinen frühen Jahren war das Ablichten unter Wissenschaftlern ein technischer Durchbruch, der auch bei Konsumenten beliebt war. Doch seit Fotografie dank vereinfachter und billiger Kameras nicht nur für jeden zugänglich ist, sondern dank Smartphones auch in hervorragender Qualität betrieben werden kann, ist im Grunde jeder in gewisser Weise ein Fotograf.

Emil Jovanov, 53 Jahre alt und geboren in Trebinje im ehemaligen Jugoslawien, lebt seit 27 Jahren in Österreich, und ist professioneller Fotograf. Er ist ein „Ein-Mann-Unternehmen“, hat aber zwei Kollegen, mit denen er bei Bedarf sehr gerne kooperiert und größere Projekte abwickelt. Jovanov ist ursprünglich gelernter Elektrotechniker, hat dann in Österreich Marketing studiert und seinen Master in Qualitätsmanagement gemacht. In seiner langjährigen Funktion als Marketingleiter bei einem großen DL-Unternehmen hat er viele Marketingkonzepte, PR und Werbung, geplant und umgesetzt. Die Liebe zur Fotografie war ausschlaggebend für seine Entscheidung, sich seit Anfang 2016 als Selbständiger der Fotografie zu widmen. Sein Studio befindet sich in Horn, Niederösterreich, wo er als Ehemann und Vater einer Tochter auch wohnt.

Emil Jovanov ist Fotograf und unser heutiger Interviewpartner

 

Emil, hattest du immer schon ein gutes Händchen für schöne Fotos, oder woher stammt deine Leidenschaft fürs Fotografieren? Welcher Teil deiner Arbeit macht dir besonders Spaß: das Fotografieren selbst, die Arbeit mit Menschen, die Technik oder die Nachbearbeitung?

Die Fotografie hat mich schon ein Leben lang begleitet, noch als Teenager habe ich sehr gerne alte Familienfotos betrachtet und studiert. Mit meiner ersten Kamera habe ich meine Familie und meine Freunde fotografiert, diese analoge Fotos werden noch immer sehr geschätzt – ich bekomme noch immer Komplimente, dass das sehr schöne Fotos sind.

In Österreich hatte ich am Anfang, als Kriegsflüchtling mit junger Familie, wenig Zeit und Geld für mein Hobby. Erst anfangs des 21. Jahrhunderts könnte ich mir eine Kamera leisten – meine Anfänge mit Digitalkamera – und mein Hobby fortsetzen. Logische Konsequenz und große Freude war die Anschaffung meiner erste Profikamera in Jahr 2010.

Das bedeutete für mich der Umstieg auf „M“ (manuelle Einstellungen) und totale Kontrolle über das Ergebnis – meine Fotos sahen so aus, wie ich es wollte. Somit stieg ich in die Welt der Kunstfotografie und es gab keine Landschaft, keine Stadt, keine Person, die ich nicht mit Licht malen wollte. Ab 2011 habe ich nebenbei für meinen Arbeitgeber und auch in der Freizeit, für einige Fotoagenturen, Firmen, Medienhäuser und Privatpersonen fotografiert. Die Liebe zur Fotografie war ausschlaggebend für meine Entscheidung, sich Anfang 2016 als Selbständiger ausschließlich der Fotografie zu widmen.

Mir macht das ganze Prozess Spaß. Ich liebe das Ergebnis und die Zufriedenheit und Freude bei meinem Kunden zu betrachten. Um das zu schaffen, muss man gern fotografieren und mit Menschen arbeiten, sowie technische Möglichkeiten der Kamera und des Equipments kennen und beherrschen. Die Nachbearbeitung ist die Kunst, das Motiv in eigener Art zu gestalten, dass den Kunden gefällt und dabei nicht zu übertreiben

 

In welchen Bereichen der Fotografie hast du dich spezialisiert? Welche Leistungen können Kunden bei dir buchen und an wen richten sie sich? Kann man dich auch zu bestimmten Anlässen buchen oder arbeitest du nur in deinem Fotostudio?

Ich fotografiere gerne Portraits und Landschaften. Ich bin ein Allrounder und fotografiere Privatpersonen im Studio und Outdoor, Veranstaltungsreportage und Hochzeiten, sowie für Firmen Businessportraits und Werbefotografie. Auch Fotokunstdruck ist ein Teil meiner Arbeit. Die meisten Art-Photos auf meiner Webseite sind als hochwertige Fotokunstdrucke erhältlich. Ein Einblick in meine Arbeit können Sie sich auf meiner Homepage unter www.foto-jovanov.at verschaffen.

Neben Landschaften fotografiert er auch gerne Portraits

 

Mit welcher Kamera arbeitest du bevorzugt? Welche Objektive verwendest du zur Portraitfotografie? Welches Equipment benötigst du bei Veranstaltungen? Wie ist dein Studio ausgestattet?

Ich arbeite mit einer Nikon D850 und mit einer Fuji-Film X-T1 Kamera. Für Portrait bevorzuge ich fixbrennweite Objektive mit 35mm/F1,8, 50mm/F1,4 und 85mm/F1,2 (es hängt von der Art des Portraits ab). Bei den Veranstaltungen arbeite ich überwiegend mit Nikon D850, einen 24-70mm 1:2.8, sowie einem 70-200mm 1:2,8, Objektiv. Für schwierige Lichtverhältnisse habe ich zwei Blitzgeräte mit. Im Studio arbeite ich mit kabellosen Studioblitzen, die ich bei Bedarf sehr leicht auch bei den Kunden aufbauen kann (ohne Kabelsalat). Mein Studio ist zirka 40 m2 groß und strahlt eine sehr intime und vertrauenswürdige Atmosphäre aus – die Termine können nur nach Voranmeldung vereinbart werden. Für Fotoshootings mit größeren Gruppen und Familien miete ich mir einen entsprechenden Raum im Kunsthaus.

 

Wie laufen Fotoshootings bei dir ab? Um gute Fotos zu machen, müssen sich deine Modelle wohl fühlen. Was machst du, damit sie nicht angespannt sind? Wie hoch sind die Kosten für deine Shootings und wie lange dauern sie?

Bei mir wird Vorgespräch und individuelle Beratung großgeschrieben, ich versuche im Gespräch rauszufinden, was sich der Kunde wünscht und daraufhin suche die beste Lösung für sie. Das Gespräch ist auch wichtig, um eine Art Beziehung zu dem Kunden aufzubauen und die Nervosität abzulegen. Während des Fotoshootings läuft im Hintergrund stimmungsvolle Musik, für unterschiedliche Generationen unterschiedliche Arten der Klassischen- oder der Popmusik, und ich bleibe ständig in der Verbindung mit dem Kunden. Kleine Anweisungen und Lob bewirken oft das Wunder. Ich zeige immer wieder die gemachten Fotos dem Kunden und wir besprächen eventuelle Verbesserungen.

Nach dem Shooting betrachten wir gemeinsam die Bilder auf dem Bildschirm und suchen die Favoriten aus, welche ich dann im Lightroom und Photoshop finalisiere. Die Dauer des Fotoshooting hängt von der Anzahl der Models und Anzahl des gewünschten Motivs. Da die Geduld bei dem Kunden mit der Zeit sehr stark nachlässt, darf die Fotoshooting nicht länger als eineinhalb bis zwei Stunden dauern. Die Nachbearbeitung der Bilder nimmt sehr oft noch mehr Zeit im Anspruch.  Die Preise bewegen sich von neunzig Euro für kleine Shootings bis zu vierhundert Euro für Großfamilien-Shootings.

Beratung ist wichtig

 

Seine Kunden kennen

Die größte Belohnung eines Fotografen ist die Freude im Gesicht seiner Kunden zu sehen, nachdem sein Werk vollbracht ist. Wichtiger Teil der erfolgreichen Vorgehensweise ist das Vorgespräch und individuelle Beratung, in welcher der Fotograf ermittelt, wer der Kunde eigentlich ist, und was er sich wünscht. Gemäß seiner neuen Kenntnisse sollte der Fotograf sicherstellen, dass das gesamte Setting den Vorlieben und dem Charakter des Kunden entspricht.

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