Fotografie – eine kreative Herausforderung

Veröffentlicht am 30 September 2019 von Verena Arnold
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Professionelle Fotografie ist eine Kunst und erfordert nicht nur Technik, sondern auch einen besonders guten Blick für Details, Kreativität und ein Gefühl für Menschen. Nur diese Kombination ermöglicht es, Fotos zu erstellen, die nicht nur Personen abbilden, sondern auch Emotionen einfangen, Situationen erkennen lassen und Erinnerungen an besondere Momente bewahren, wie zum Beispiel den Tag der Hochzeit.

Um mehr zu diesem Thema zu erfahren, haben wir mit Jochen Lorenz gesprochen. Vor 46 Jahren in Wels geboren und die Jugend in Ansfelden verbracht, zog er später wieder nach Wels, dann nach Linz und ist nun in Traun zuhause. Der verheiratete Vater der 21-jährigen Pia, dem 19-jährigen Kilian und der 7 Monate alten Yuna wollte eigentlich schon früher Fotograf werden, bekam aber leider keinen der nur wenigen Ausbildungsplätze. 

So machte er nach der Hauptschule zunächst eine Ausbildung als Drogist, was ihm damit schmackhaft gemacht wurde, dass es da eine Fotoabteilung gibt. Er merkte aber schon bald nach der Ausbildung, dass dies nicht wirklich sein Weg war und probierte verschiedene Tätigkeiten aus, unter anderem als Ring-Brot Fahrer und Hilfsmonteur bei einem Unternehmen für Büromöbel, bevor er am BFI eine Ausbildung zum Werbedesigner absolvierte.

Danach war er 22 Jahre als Grafiker tätig, aber sein Herz schlug noch immer für die Fotografie. Er wurde auch im Freundes- und Bekanntenkreis immer wieder engagiert wenn’s darum ging, Hochzeiten zu dokumentieren. Freunde versuchten auch immer wieder, ihn dazu zu motivieren, mehr daraus zu machen. Er ignorierte das lange, da ihm ja die Ausbildung fehlte, weshalb er sich selbst nicht wirklich zu den Fotografen zählte.

Mit der Zeit wurde ihm jedoch bewusst, dass Ausbildung und zu wissen, was man tut, zwar wichtig ist, aber es doch immer mehr die Sympathie und das Einfühlungsvermögen waren, was dazu führte, dass seine Fotografie mehr und mehr angenommen wurde und Leute sich wohl fühlten, wenn sie von ihm abgelichtet wurden. Aus seiner Sicht ist in vielen Bereichen der Fotografie das Zwischenmenschliche das A und O für gute Bilder.

Er sieht es bis heute so, dass es oft nicht mal die technisch ausgereiftesten Bilder sind, die es vermögen Emotionen zu vermitteln und Erinnerungen zu wecken. Das war, ist und bleibt sein Ziel – Emotionen beim Betrachter zu wecken. Und daraus resultierend wagte er dann den Schritt in die Selbstständigkeit, die er sich zunächst Stück für Stück nebenberuflich aufbaute. 2016 absolvierte er dann eine Ausbildung zum Fotografen an der LIK-Akademie von Eric Berger, Seit Januar 2019 kann er seinen Traum nun ganz leben und arbeitet hauptberuflich als Fotograf und Grafiker. Er liebt diese Arbeit. Es macht ihm einfach Spaß, Menschen zu porträtieren und ihnen Erinnerungen an die schönsten Momente ihres Lebens zu erschaffen.

Wie die meisten Fotografen, arbeitet er grundsätzlich allein, aber je nach Auftrag, auch immer wieder mal in Kooperationen. Unterstützt wird er von seiner Frau Silvia im Bereich Marketing und Buchhaltung.

Wir haben mit dem Fotograf Jochen Lorenz gesprochen

 

Jochen, du warst langjähriger Grafiker und bist nun Hochzeitsfotograf. Warum hast du entschieden in diesem Berufsfeld tätig zu werden?

Grafiker klingt ja grundsätzlich schon auch sehr kreativ, jedoch ist der Job auch mit sehr viel Routinetätigkeiten verknüpft. Wenn dann die Gewissheit dazu kommt, dass man hauptsächlich wegen der Kollegen, die auch Freunde sind, und nicht wegen der eigentlichen Tätigkeit gerne ins Büro geht, sollte man vielleicht etwas ändern. Sicher auch aus einem gewissen „Komfortdenken“ verwirft man über die Jahre immer mal wieder den Gedanken, doch lieber was zu machen, wo die Leidenschaft einen hinführen möchte.

Gut, nach 22 Jahren wurde mir die Entscheidung abgenommen und ich war nun in der Lage, mich neu auszurichten. Dann kam das „wenn-nicht-jetzt-wann-dann?“ Gefühl hoch. – So startete ich nach einer kurzen Zeit als Kleinunternehmer Anfang 2019 mit der Selbstständigkeit voll durch. Antrieb blieb jedoch immer der Gleiche – Menschen mit meiner Fotografie Freude zu bereiten. Darum bin ich auch hauptsächlich als Hochzeitsfotograf bekannt. Es ist aber auch durchaus spannend, welche Betätigungsfelder sich immer wieder neu ergeben – so darf ich mich glücklich schätzen und schon mit einem gewissen Stolz sagen, dass ich für einen der größten Elektronikmärkte Österreichs über eine tolle Agentur den Instagram Kanal mit meinen Fotos befüllen darf. Porträt- und Produktfotografie – für mich eine tolle Ergänzung.

 

Gibt es gewisse Geräte oder spezielle Software, welche du bei der Arbeit zusätzlich zur Kamera verwendest? Inwiefern verändern diese, den Ablauf deiner Tätigkeit?

Geräte an sich gibt es außer meinen Kameras und Objektive nicht viele, die meinen täglichen Workflow maßgeblich beeinflussen. Softwareseitig muss ich da auf jeden Fall die Adobe Creative Suite erwähnen.

Ich habe für mich persönlich meinen Workflow gefunden, der funktioniert. Import und Erstbearbeitung mit Lightroom und Finalisierung mit Photoshop ist in Sachen Fotos mein „Heiliger Gral“. Aber das ist wohl bei jedem Fotografen sehr individuell. Was bei mir eben auch zu tragen kommt, ist mein zweites Standbein als Grafiker – auch hier arbeite ich mit den Adobe-Programmen, in erster Linie Indesign und auch Illustrator. So habe ich von einem Anbieter ein tolles Komplettpaket.

 

Was war für dich der Hauptgrund, dich für den Beruf des Fotografen zu entscheiden?

in erster Linie sicher der direkte Umgang mit Menschen. Und der ist wahrlich immer unterschiedlich, auch wenn es im Kern um dieselbe Materie geht (ausgehend von der Hochzeitsfotografie). Die Freude, die ich als Fotograf imstande bin zu erzeugen, gibt mir sehr viel. Wertschätzung ist aber in jedem Bereich – nicht nur in der Fotografie – das Zauberwort.

 

Wie wichtig ist es für dich, dass du persönlich zum Kunden passt? Müssen deine Philosophie und die des Kunden übereinstimmen?

ich würde auch einen Auftrag ablehnen, wenn ich mich persönlich unwohl fühle mit einem Kunden oder Klienten. Also ja – es ist mir durchaus wichtig, dass die persönliche Basis grundsätzlich stimmt. Philosphiefragen sind allerdings zu weitgreifend – leben und leben lassen. Soll heißen, ich hinterfrage jetzt nicht das komplette Leben und Umfeld meiner Kunden. Außerdem bin ich auch recht situationsflexibel – ich kann mich grundsätzlich ganz gut auf mein Gegenüber einstellen.

 

Es ist nie zu spät für etwas, das man liebt

Das Beispiel von Jochen Lorenz zeigt wunderbar, dass es lohnt, sich seine Träume zu bewahren und an deren Umsetzung zu arbeiten. Auch, wenn dies nicht sofort möglich ist. Wer sich zu einer Aufgabe berufen fühlt, für eine Tätigkeit wirklich brennt, für den werden sich Wege ergeben. Man braucht dann aber auch den Mut, diese Wege zu gehen. Gerade in kreativen Berufen, wie dem des Fotografen, ist es gar nicht so selten, dass dies nicht die erste Ausbildung war. Wir bedanken uns bei Jochen Lorenz für dieses inspirierende Gespräch.

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