Fechten – eine Sportart mit jahrhundertelanger Tradition

Veröffentlicht am 21 Oktober 2019 von Verena Arnold
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Beim Fechten denkt man zuerst an Männer aus der Renaissance, die sich duellierten, um die Gunst einer edlen Dame zu gewinnen. Tatsächlich gehört das Fechten aber neben Ringen oder Boxen zu den ersten Wettbewerben, die im sportlichen Kontext betrieben wurden. Bereits in der Antike wurde Fechten nicht nur als eine Methode des Kampfes gesehen, sondern in Ansätzen auch als sportliche Disziplin. Dies hat sich über Jahrhunderte durchgesetzt und noch heute wird Fechten als Sportart in Vereinen trainiert. 

Johannes Hradez ist Sektionsleiter der Fechtsektion des Wiener Sport-Clubs. Er selbst fechtet seit seinem neunten Lebensjahr – der Sport wurde ihm praktisch in die Wiege gelegt, da auch seine Eltern Fechter waren. Er hat den Sport immer in und für den Wiener Sport-Club ausgeübt, mit dessen Mannschaft er bereits 12 Staatsmeistertitel im Säbelfechten erringen konnte.

Weiters wurde er fünf Mal Staatsmeister im Einzelbewerb und konnte mit der Österreichischen Nationalmannschaft die Bronzemedaille bei den Europäischen Meisterschaften erringen. Johannes Hradez ist studierter Betriebswirt und diese Ausbildung bringt er auch nach wie vor in seinem Hauptberuf als Abteilungsleiter in einem global tätigen österreichisch-brasilianischen Industriebetrieb zur Anwendung. Für sein Engagement im Fechtsport kann er vor allem auf seine mittlerweile jahrzehntelange Erfahrung in diesem Sport zurückgreifen, zumal er in seiner aktiven Karriere auch die Möglichkeit hatte, mit internationalen Spitzen-Trainern zu arbeiten.

Die Fechtsektion des Wiener Sport-Clubs ist Teil einer der ältesten noch existierenden Spartensportvereine Österreichs. Ihre Wurzeln lassen sich bis ins Jahr 1886 zurückverfolgen. Mit Roland Losert hat der einzige Weltmeister, den Österreich in diesem Sport hervorgebracht hat, für diesen Verein gefochten. Weiters haben die Fechter an Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften teilgenommen und unzählige Staatsmeistertitel – den letzten 2018 – errungen. Die Sportstätten befinden sich traditionell in Hernals, dem 17. Wiener Gemeindebezirk.

Seit 2016 bieten sie auch in der Donaustadt im 22. Bezirk einen Trainingstermin an. Aktuell kommt ein vierköpfiges Trainerteam zum Einsatz. Darüber hinaus wird das Team durch Funktionäre erweitert, die den Verein in den Positionen Kassierer, Schriftführer, Aktivensprecher, Jugendsprecher und Waffenwart unterstützen.

Johannes Hradez ist Sektionsleiter der Fechsektion des WSC

 

Der Wiener Sport-Club Fechten ist sehr erfolgreich, was ist der Schlüssel zu eurem Erfolg und was sind die wichtigsten Siege, die ihr verzeichnen könnt?

Als eher kleiner Verein fokussieren wir uns ausschließlich auf das Säbelfechten, um über diese Spezialisierung unseren Mitgliedern die beste Ausbildung bieten zu können. Dadurch konnten wir in den letzten Jahren in praktisch allen Altersklassen Österreichische Meistertitel erringen. Ein besonderer Höhepunkt war der Österreichische Staatsmeistertitel 2018 durch Lukas Galli. 2019 folgten Meistertitel in der Jugend C Klasse durch Thimo Hackenberg, in der Jugend B und bei den Kadettinnen durch Frida Corn, bei den Veteraninnen durch Irina Hagedorn, in der Veteranen-Mannschaft durch Erwin Baumgartner und bei den Akademischen Meisterschaften durch Lisa-Maria Baumgartner.

 

Welche Angebote habt ihr für eure Mitglieder und kann man auch eine Schnupperstunde bei euch besuchen?

In unserem Mitgliedsbeitrag sind drei Trainingseinheiten pro Woche inkludiert und eine Trainer-Lektion pro Woche während einer dieser Einheiten. Unser Training kann zwei zusammenhängende Wochen lang als „Schnupperperiode“ besucht werden – während dieser Zeit ist der Besuch unverbindlich. Grundsätzlich kann diese Schnupperperiode das ganze Jahr über begonnen werden.

Die Abteilung Fechten des WSC ist sehr erfolgreich

 

Was benötigt man, um beim Fechten teilnehmen zu können? Stellt ihr die Klingen zu Verfügung?

Zum Beginn benötigt man nur eine einfache Hallensport-Ausrüstung, also vor allem Sportschuhe mit einer hellen, beziehungsweise abriebfesten Sohle. Die Trainingsausrüstung für die ersten drei Monate stellen wir zur Verfügung. Das beinhaltet Maske, Handschuh, Fechtjacke und einen „mechanischen“ Säbel – also ohne elektrische Trefferanzeige. Danach sollte man sich dann eine eigene – auch elektrische – Ausrüstung anschaffen.

 

Wie läuft bei euch das Training ab, macht ihr Gruppenkurse, oder bietet ihr auch Einzeltraining an? Wie hoch sind die Kosten dafür?

Wir beginnen das Training mit einem Aufwärmspiel und danach gemeinsamer Gymnastik. An diesen beiden Teilen nehmen immer alle Mitglieder – auch die Anfänger – teil. Darauf folgen die fechtspezifische Beinarbeit und Partnerübungen mit der Klinge. Der letzte Teil des Trainings besteht immer aus „Freifechten“, also dem Sparring der Fechter untereinander. Parallel zu diesen Blöcken finden auch die Trainer-Lektionen statt. Anfänger werden in den ersten Wochen möglichst individuell oder in Kleingruppen an den Sport herangeführt. Ziel ist es aber, sie möglichst schnell auch in den fechtspezifischen Trainingsbetrieb zu integrieren.

Der Verein ist auf das Säbelfechten spezialisiert

 

Reinschnuppern, trainieren, Wettbewerbe gewinnen

Wer in den Fechtsport hineinschnuppern will, kann beim Wiener Sport-Club das Angebot einer “Schnupperperiode” in Anspruch nehmen. Für zwei Wochen kann man unverbindlich testen, wie gut einem die Sportart gefällt. Damit man sich nicht sofort die spezifische Ausrüstung anschaffen muss, bietet der Verein die Möglichkeit, diese für die Anfangszeit auszuleihen. Durch eine Spezialisierung auf das Säbelfechten wird man in diesem Bereich ganz besonders geschult. Die Methode scheint erfolgreich zu sein – was aus der langen Liste an Siegen in diversen Wettbewerben ersichtlich wird.

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