Die Kunst sich mit einem Video auszudrücken

Veröffentlicht am 9 Dezember 2019 von Verena Arnold
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Das Atelier Atzgerei wurde 2005 auf dem Gelände einer ehemaligen Bleigießerei in Wien von Michael Hacker, Tobias Held, Franz-Nikolaus Scheichenost, Christopher Sturmer und Michael Tripolt gegründet. Inzwischen besteht die Atzgerei aus momentan neun Kreativen plus einem Netzwerk aus GastkünstlerInnen und FreelancerInnen.

So vielfältig das Team ist, so vielfältig sind auch die Ausbildungen. So haben einzelne MitarbeiterInnen die Universität für angewandte Kunst Wien abgeschlossen, andere MitarbeiterInnen haben sich mit der Theaterwissenschaft beschäftigt, wiederum andere haben die Grafische FH Salzburg oder die TU Wien besucht. Vieles haben sich die MitarbeiterInnen aber auch selbst beigebracht, sprich autodidaktisch gelernt.

Ursprünglich widmete sich die Atzgerei dem Siebdruck. Mittlerweile ist die Atzgerei ein Design- und Kunstkollektiv, das in den Bereichen Film und Animation sowie Illustration und Fotografie, aber auch Grafik- und Webdesign arbeitet. Das Kollektiv arbeitet zudem sowohl an kommerziellen als auch an freien Projekten für Bühne und Theater im In- und Ausland. Die Interviewfragen hat das Künstlerkollektiv gemeinsam beantwortet.

Unser Interviewpartner ist Künstlerkollektiv vom Atelier Atzgerei

 

Was macht die Atzgerei zur Atzgerei? Was ist das Wichtigste an der Atzgerei und worauf kann sie nicht verzichten? Ist es vielleicht die kreative Zusammenarbeit zwischen den Künstlern und der Austausch von Ideen, die Liebe zum Detail – oder vielleicht doch etwas anderes?

Ein Punkt ist definitiv die Liebe zum Detail und zum Kleinteiligen. Aufgrund des breiten Arbeitsspektrums und der unterschiedlichen Kunden und Projekte ist die Atzgerei auch als Experiment zu verstehen.

Die Atzgerei lässt sich schwer festmachen und ist sowohl im Digitalen als auch im Analogen zu Hause. Die Atzgerei definiert sich aber auch durch den Ort, an dem sie steht und auch der Ort unseres Schaffens ist: Zu Beginn war hier statt der Atzgerei nämlich eine alte Bleifabrik und mittlerweile ist hier unser Hinterhofatelier, also die Atzgerei in Wien/Ottakring. Das Atelier haben wir selbst renoviert. Diese Tatsache verbindet uns sehr mit dem Atelier.

 

Was war bisher euer liebstes Projekt? Welches Projekt war für euch am schwierigsten umzusetzen?

Alle ein bis zwei Jahre «gönnen» wir uns ein frei wählbares Projekt. Eines dieser Projekte, auf das wir besonders stolz sind, ist das Musikvideo «Trouble», das wir für die Rockband «The Weight» produziert haben. Das Besondere daran ist, dass wir für dieses Video alle Techniken verwenden konnten, die wir lieben. Ein weiteres freies Projekt war der Kurzfilm «Attica!», das wir im Rahmen einer Residency beim ORF produziert haben. Unsere Erfahrung bezüglich der Projekte ist, dass es nichts Schlimmeres und Anstrengenderes – und gleichzeitig Besseres – gibt, als ein längerer Filmdreh mit vielen Beteiligten.

In guter Erinnerung geblieben ist uns auch unser erstes Bühnenprojekt «Peer Gynt». Für dieses Projekt mussten wir im Anzug vor ein Publikum treten – und das zum ersten Mal. Schön angezogen auf der großen Bühne zu stehen und Applaus zu bekommen, tut gut.

 

Mit welchen Unternehmen habt ihr bisher zusammengearbeitet und mit welchen würdet ihr in Zukunft gerne zusammenarbeiten? Gibt es bestimmte Projekte, an denen ihr gerne teilnehmen möchtet oder die ihr gerne selbst umsetzen würdet?

Wir arbeiten sowohl mit Agenturen zusammen, die im Auftrag von Kunden agieren, als auch direkt mit Kunden, die nichts mit Agenturen zu tun haben. Einige Beispiele für Kunden sind XXXLutz, Interspar, Red Bull, Mondi, Saturn, Mediamarkt, Claro, Makava, FM4, Nationalpark Donauauen, Stubai Tourismus, Lürzer’s Archive, Universität für Angewandte Kunst, Donaufestival, brut Wien, Life Ball, EXPO Mailand, Landestheater Innsbruck, Landestheater Linz, Theater St. Gallen, Ruhrfestspiele, Burgtheater Wien, Oper im Steinbruch und viele mehr.

 

Wie sieht es bei euch im Studio aus, wenn ihr zum Beispiel einen Film oder ein Video produzieren sollt? Wo findet ihr die Inspiration für eure Arbeit und habt ihr einen regen Ideenaustausch? Müsst ihr oft Kompromisse eingehen, weil sich die verschiedenen Ideen nicht miteinander kombinieren lassen?

Chaotisch. Da unser Studio recht klein ist und ständig mehrere Projekte gleichzeitig über die Bühne gehen, gleicht unser Atelier oft einem Dschungel – auch weil wir Materialschlachten sehr lieben.

Die Ideenfindung ist fast immer ein harter Prozess, denn Ideen sind wie Babys, für die man kämpft. Manchmal geht es demokratisch zu und her, manchmal diktatorisch, manchmal schwer und manchmal wie von selbst. Es gibt gute und schlechte Kompromisse – wir hatten beides schon.

 

Alles aus einer Hand

Das Design- und Kunstkollektiv Atzgerei produziert neben kommerziellen Projekten wie Dokumentationen, Biografien, Imagefilme oder Spots für zahlreiche Kunden auch laufend freie Arbeiten, wie zum Beispiel den Trash-Heimatfilm «Blut und Loden am Atzenpass», den prämierten Experimentalfilm «Farbfilm», die Mockumentary über den «Large Little Hamster Collider» oder den Kurzfilm «Sombrero» im Rahmen einer Artist in Residence beim ORF. Dank einem Studio vor Ot und des professionellen Equipments kann das Atelier Vieles In-House abwickeln.

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