Die Job-Plattform für Architekturschaffende

Veröffentlicht am 27 Februar 2019 von Verena Arnold
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Fast alle Arbeitnehmer haben mindestens einmal im Leben die Herausforderungen der Arbeitssuche miterleben müssen. Diese fangen mit einem oft unangenehmen Fototermin an, gehen mit nervenaufreibenden Bewerbungsgesprächen weiter und enden mit einer Zusage oder einer niederschmetternden Absage. Doch dazwischen liegt nicht nur das Schreiben von Bewerbungen, sondern auch die zeitaufwändige und manchmal aufreibende Suche nach passenden Stellenangeboten.

Eine große Erleichterung haben hier die gängigen Stellenportale im Internet gebracht. Nicht nur, dass man sich keine Zeitungen mehr kaufen muss, auch die Filter- und Suchfunktionen helfen bei der Vorauswahl ungemein. In einer positiven Konjunkturlage können die Ergebnisse trotzdem schnell unübersichtlich werden. Deshalb werden immer mehr branchenspezifische Jobbörsen auf den Markt gebracht.

Auch architekturarbeit.at von Birgit Schiretz ist eine solche Plattform, dich sich auf die Architekturschaffenden in Österreich spezialisiert hat. Über Jobinserate werden dort Arbeitsaufträge im Architekturbereich vermittelt. Die Architektin, welche Kreativität und Organisationstalent in sich vereint, hat uns beschrieben, wie es zu ihrer Website gekommen ist und wie sie funktioniert.

Auf der Seite unserer Interviewpartnerin Birgit Schiretz werden Angebote im Architekturbereich übermittelt

 

Was ist die Aufgabe von architekturarbeit.at? Seit wann sind Sie in diesem Beruf tätig? Können Sie uns sagen, wie viele Arbeitssuchende einen Job mithilfe von architekturarbeit.at gefunden haben?

Zur Gründung der Plattform architekturarbeit.at kam es im Nov. 2017. Ziel war und ist es, eine bessere Vernetzung unter den Architekturschaffenden vor allem in Bezug auf Arbeitsaufträge und Jobs zu schaffen. Bisher gab es meines Wissens keine Plattform, die sich speziell mit Jobs in der Architekturbranche in Österreich beschäftigt. Meine Idee war es, auch kurzfristigere Jobs, wie z.B. eine dreiwöchige Wettbewerbsmitarbeit, die in der Branche sehr häufig vorkommt, auf einfachstem Wege auszuschreiben und zu verbreiten. Viele Kollegen stoßen, vor allem in Zeiten guter Auftragslagen, mit persönlicher Akquise an ihre Grenzen. Andererseits gibt es genügend Jobsuchende und Studierende, die über weniger persönliche Kontakte in der Branche verfügen und so nur schwer an Jobs kommen. Außerdem bietet die Plattform auch einen kleinen Einblick in die Job- aber auch Auftragslage in der Branche, was ich persönlich sehr interessant finde.

Seit Dez. 2017 gab es ca. 160 Inserate auf der Seite, natürlich auch dank der guten Wirtschaftslage. Soviel ich weiß, wurden fast alle Stellen vergeben. Wie viele davon aufgrund der Inserate auf meiner Plattform besetzt wurden, habe ich bisher nicht erhoben, allerdings sind die Bewerberzahlen in den Büros, die auf der Seite inseriert haben, stark gestiegen.

 

Wie funktioniert der Prozess der Suche nach einem Job / einem Angestellten? Was ist der erste Schritt?

Für mich war es von essenzieller Bedeutung, dass die Jobsuche so einfach wie irgendwie möglich funktioniert, da es mir persönlich immer ungeheuer aufwändig erschien, ein komplettes Portfolio zu erstellen, um dann meist unpassende Jobangebote zu erhalten.

Als Jobsuchender kann man auf www.architekturarbeit.at per Eingabe der E-Mail-Adresse einen Newsletter abonnieren, der die neuesten Jobangebote nach deren Erscheinen einmalig versendet.

Wer auf der Suche nach MitarbeiterInnen ist, kann über eine Eingabemaske ein einfaches Inserat erstellen. Natürlich werden die wichtigsten Eckdaten abgefragt, ansonsten kann der Text frei gestaltet werden (z.B. auch einfach aus einem anderen File kopiert). Die Inserate werden nach dem Erstellen versendet (max. 1x am Tag gesammelt) und dann von mir auch über die verschiedenen sozialen Medien verbreitet. Mein Tipp an die Inseratersteller: Freundlichkeit ist nie verkehrt.

 

Gibt es bei Ihnen Tools oder Programme, ohne die Sie nicht arbeiten können?

Die Website basiert auf WordPress, für die Newsletter-Verteilung nutze ich MailChimp. Beides funktioniert meines Erachtens angenehm einfach und relativ wartungsfrei (was ja bei einem Nebenberuf von größter Bedeutung ist). In die verschiedensten sozialen Medien poste ich meist via Buffer. Vor allem die Reichweite über die sozialen Medien ist nicht zu unterschätzen. Hier bediene ich mich unter Anderem der Gruppen der Architekturuniversitäten und Fachhochschulen, um die Inserate direkt an die richtige Zielgruppe zu bringen. Aber auch Instagram hilft zurzeit sehr, die Reichweite auszubauen. Grundsätzlich versuche ich, die Plattform möglichst kostenneutral zu betreiben, um auch in Zukunft keine Kosten für die Nutzer zu verursachen.

architekturarbeit.at gibt es auf Facebook, Instagram und LinkedIn.

 

Wer sind Ihre Partner? Wie sieht Ihre Zusammenarbeit aus? Wobei helfen Ihnen Ihre Partner?

Meine Partner sind mir vor allem bei der Verbreitung meines Angebots und Vernetzung behilflich, aber auch bei der Erstellung und der Kostendeckung für Website etc. Für ein kleines Entgelt kann man ja auf der Website auch Werbung machen. Ich versuche, für jeden Partner ein individuell passendes Angebot zu machen. Das kann von Erwähnungen in den sozialen Medien, bis zur Präsentation auf der Website reichen. Interessant ist für mich z.B. auch die Zusammenarbeit mit Architekturfotografen. – Für Instagram braucht es ja immer schöne Bilder.

Besonders erwähnen als Partner würde ich vor allem meinen Bruder, der mir immer mit Rat und Tat zur Seite steht, die Zentralvereinigung österreichischer Architekten, Sektion Steiermark, die mir mit ihrem großen Netzwerk die Möglichkeit gibt, mein Angebot an die Büros und Entscheidungsträger zu bringen, das Haus der Architektur Graz, das zwar kein offizieller Partner, aber immer offen für gemeinsames Netzwerken ist, sowie den Verein Urbs’R’Us, wir unterstützen uns gegenseitig in vielerlei Belange. Danke!

Bevor man etwas bauen kann, braucht man einen Architekten – mit Birgits Webseite ist die Suche jetzt leichter

 

Trendwende: von der privaten Nutzung zur öffentlichen Darstellung

Das Internet hat seit den 90er Jahren einen weiten Weg zurückgelegt, und seine Möglichkeiten sind noch lange nicht ausgeschöpft. Gerade die sozialen Medien werden sicherlich, wenn es um Beruf und Karriere geht, weiter an Bedeutung gewinnen, und so zeigt sich, dass der Trend vom Privaten zur öffentlichen Darstellung der eigenen Person aber auch von Unternehmen geht. Dies kann man durchaus positiv bewerten, immerhin erleichtert es Dinge wie das Netzwerken und die Jobsuche so ungemein.

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