Das perfekte Outfit

Veröffentlicht am 9 Oktober 2019 von Verena Arnold
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Im heutigen Zeitalter der Massenproduktion sind Kleidungsmöglichkeiten günstig und somit schier unbegrenzt. Dennoch finden viele Menschen noch immer nicht die richtigen Klamotten für sich, etwa die richtige Größe oder den richtigen Stil, und wenden sich daher gerne an Maßschneider. Jedoch wagen sich auch zunehmend mehr Menschen selbst an die Nähmaschine.

Claudia Hager, 1970 in Wien geboren, ist Maßschneiderin, und somit die richtige Adresse für Leute, die ihre Modeträume wahr werden lassen wollen. Ihr Unternehmen führt sie seit 2013 als sogenannten „Einfrau-Betrieb“. In ihrer Jugend ist sie ins Realgymnasium gegangen und verspürte in der vierten Klasse den Wunsch, eine berufsbildende Ausbildung zu machen. Eine Zeichenlehrerin berichtete ihrer Mutter schließlich, dass sie recht talentiert im kreativen Bereich war, und schlug für sie eine Modeschule vor. Somit wechselte sie in die Modeschule Hetzendorf. Mit Erfolg: 1989 machte sie dort ihren Abschluss als Damenoberbekleidungsdesignerin. Danach arbeitete  Frau Hager zwei Jahre lang bei einem Herrenmode-Designer und anderen Firmen, ehe sie 2013 ihr eigenes Unternehmen gründete.

 

Claudia, warst du schon von klein auf am Nähen interessiert, oder woher kommt deine Begeisterung dafür? Welches Erlebnis hat dich dazu veranlasst, dein Unternehmen zu gründen?

Es machte mir immer schon Spaß. Ich habe schon Zuhause bei meiner Mutter immer wieder Kleider für meine Barbies an ihrer Nähmaschine genäht. Ich bekam dann sogar eine kleine Kindernähmaschine von Singer. Früher war es ja überall so, dass die Frauen Nähmaschinen hatten, um kleine Änderungen für die Familie zu machen. Und auch wenn meine Mutter es nie gelernt hatte, zeigte sie mir viele Dinge.

Dass ich mein Unternehmen gegründet habe, kam dadurch, dass meine Söhne nicht mehr bei mir zuhause lebten und ich dadurch viel Zeit hatte, um nun für Kunden Arbeit zu übernehmen. Eigentlich wollte ich ein Nähcafe eröffnen, so richtig mit einem Laden und ganz vielen Ideen. Mein finanzieller Background lies das aber nicht zu und ich war auch nicht mutig genug. Schlussendlich, sechs Jahre später bin ich heilfroh und glücklich so wie es ist, da ich viel unabhängiger agieren kann, wenn ich von zuhause, dass gleichzeitig mein Geschäft ist, arbeite.

 

Du bietest Nähkurse an. Steigt die Nachfrage hier deiner Meinung nach wieder? Glaubst du, dass Do it yourself und somit auch das Nähen wieder in Mode kommt?

Definitiv ist die Nachfrage, etwas selbst zu nähen und gestalten, in den letzten Jahren sehr gestiegen. DIY ist nicht im Kommen, sondern schon voll da, ich würde fast behaupten wir sind gerade weit oben damit. Das wird sich, glaube ich, auch so in der Art halten. Die Nachfrage an Nähkursen ist in meinem Fall gestiegen.

 

Kannst du uns den Ablauf deiner Nähkurse beschreiben? Mit welchen Nähmaschinen arbeitest du und welche Hilfsmittel dürfen beim Nähen auf keinen Fall fehlen?

Mein Nähkurs startet eigentlich schon beim Kontakt aufnehmen mit meinen Kunden. Wir klären erstens ab, wann wir den Kurs machen, da gehe ich oft auch stark auf die Wünsche meiner Kunden ein, sei es Uhrzeit oder Tag. Ich habe ja sehr unterschiedliche Kunden; Pensionisten wie Jungmütter, oder aber auch Kinder. Im Vorfeld wird besprochen, was der Kunde schon kann und was er sich vorstellt. Wenn er es noch nicht weiß, dann ist das auch kein Problem, dann mache ich Vorschläge. Wir haben noch immer nette Dinge gefunden, die genäht werden können.

Ich habe fünf verschiedene Maschinen in Wien Eine Overlock, zwei Nähmaschinen, eine Stickmaschine, und eine Coverlock. Natürlich gibt es auch einen Bügeltisch und ein Bügeleisen. Auf diesen Maschinen kann ich dem Kunden alles zeigen, was er wissen möchte, und sie arbeiten dann auch direkt auf diesen Maschinen, damit sie selbst sehen, wie es funktioniert. Jedoch können sie auch eigene Maschinen mitnehmen, da viele Kunden den Wunsch haben, auf ihren Maschinen zu lernen, besser zu werden, oder auch, dass ich ihnen die Raffinessen ihrer Maschine noch zeige.

Ansonsten wird beim Kurs Stoff und Nähseide benötigt, vielleicht ein Schnitt nach Wahl, aber wenn der Kunde das nicht mithat, habe ich eine große Auswahl an Schnitten. Manchmal nehme ich auch gleich Maß bei meinen Kunden, und ich zeichne ihnen zb. einen Maßrock.

Meine Kurse sind sehr lebendig und nicht straff organisiert. Ich habe in meinen Einzelkursen die Möglichkeit, mich komplett auf meine Kunden einzustellen. Daher ist es egal, ob meine Kunden noch nie an der Maschine gesessen haben, oder schon fortgeschritten sind. Meine Kunden lachen immer, wenn ich ihnen sogar das Schneiden des Stoffes mit der Schere kurz erkläre. Sie sagen dann meistens: “ He, jetzt nähe ich schon länger, aber endlich weiß ich wie ich so ausschneide, dass es nicht so ausgebissen aussieht,“ und dann freuen sie sich, weil schon kleine Veränderungen dazu beitragen, dass das Kleidungsstück dann besser wird, besser passt.

 

Du bietest auch Nähen nach Wunsch an, was lässt sich darunter verstehen und wie gehst du hier vor? Macht dir dieser Teil deiner Arbeit besonders Freude, oder gibst du lieber Unterricht?

Ich nähe nach Maß, nach den Wünschen meiner Kundinnen. Meistens sind es Damen, die von der Stange nicht das Geeignete finden. Wir haben alle individuelle Maße und dafür ist die Konfektion nicht abgestimmt. Egal ob ich androgyne Kunden habe oder mit weiblichen Rundungen, bei mir ist die Kundschaft breit gestreut.

Die Kunden kommen zum Vorgespräch zu mir oder wir treffen uns sogar im Stoffgeschäft, wo wir gleich ein paar Anregungen haben. Den Stoff kauf ich immer mit den Kunden zusammen ein, so ist der Kunde schon von Anfang eingebunden. Der komplette Entstehungsprozess des Kleidungsstückes wird mit dem Kunden durchgemacht. Da zeigt mir der Kunde Bilder, was er schön findet, und ich zeichne was ich mir dann – inklusive der Wünsche des Kunden – für sie vorstelle. Bevor nicht alles geklärt ist, wird kein Stoff gekauft und kein Schnitt gezeichnet. Sobald ich zur ersten Anprobe bitte, ist die Kundin hier wieder stark eingebunden, und bis das Kleidungsstück fertig ist, empfindet die Kundin es so, dass sie zb. bei ihrer Hochzeit auch sagt, „das habe ich selbst designt.“  Ich freue mich dann auch darüber, weil es mir zeigt, dass ich meine Arbeit gut gemacht habe und die Kundin sich im Kleidungsstück wiederfindet.

Freude macht mir beides, da ich da wie dort neue Menschen kennen lerne und bis heute nur glückliche,lachende Kunden verabschieden durfte.

 

Vom Profi auf den richtigen Weg gebracht werden

Die Fantasie kann mit kreativen Köpfen oftmals durchgehen, doch manchmal fehlt das handwerkliche Geschick, um seine Träume in die Wirklichkeit umzusetzen. Daher ist es eine gute Idee, einen Nähkurs zu absolvieren, bei dem man an die Grundlagen herangeführt wird, so dass man schon früh im Lernprozess Erfolge verbuchen kann, die einen dazu motivieren, weiterhin kreativ zu sein, und zu träumen.

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