Bei der Fußpflege das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden

Veröffentlicht am 7 November 2018 von Verena Arnold
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Die Fußpflege ist ein Beruf mit außerordentlich intensivem Kundenkontakt. An den Füßen enden sehr viele Nervenbahen, weshalb die Fußmassage in der Traditionellen Chinesischen Medizin auch eine große Rolle spielt. Für viele Kunden ist die Fußpflege geradezu essentiell notwendig. Nicht nur werden sie von Schmerzen wie z.B von einem schmerzenden Hühnerauge, befreit, sondern ein gepflegter Fuß mit gepflegten Nägeln trägt auch zum Selbstbewusstsein bei.

Die 49-jährige Sabine Beyer aus Graz lebt inzwischen mit ihrer Familie  in Wien. 20 Jahre arbeitete sie im Einzelhandel, wo sie es bis zur Filialleiterin bei Blaumax brachte. Nach der Geburt ihrer Tochter war Sabine lange Jahre bei H & M tätig. Beim WIFI Wien machte sie eine Ausbildung zur Hand- und Fußpflegerin. Nachdem sie dort ihre Befähigungsprüfung abgelegt hatte, machte sich Sabine Beyer 2011 selbständig.

Der Start erfolgte im 22. Bezirk. Sabine Beyers Mann Reinold, ein Web-Programmierer, sorgte für digitale Unterstützung, und bereits nach einem Jahr musste Sabine eine Mitarbeiterin einstellen. 2013 zog das junge Unternehmen an den Kagraner Platz und hat heute Räumlichkeiten mit 220 m² mit 5 Fußpflege-Räumen und 9 Pflegerinnen. Zudem wurden weitere 4 Räume an Kosmetiker, Masseure , Frisöre und Nageldesigner untervermietet.

Besonders wohl kann man sich im Laden von Sabine Beyer fühlen

Sabine, seit wann arbeitest du schon als professionelle Fußpflegerin und wie bist du auf deinen Beruf gekommen? Wie oft sollte man zur Fußpflege deiner Meinung nach gehen und gibt es eigentlich ein bestimmtes Alter, um mit professioneller Fußpflege zu beginnen?

Ich war über 20 Jahre als Einzelhandels-Kauffrau im Verkauf tätig. Durch zunehmend unangenehme Arbeitsbedingungen im Verkauf machte ich mich auf die Suche nach einer Alternative.

Meine Leidenschaft galt schon immer dem Kundenkontakt, aber auch handwerklichen Tätigkeiten. Die Hand- und Fußpflege war somit das bestmögliche Betätigungsfeld für mich – und so ist es bis heute: ich liebe meinen Beruf wirklich sehr!

Ich begann meine Lehre zur Hand- und Fußpflegerin erst mit fast 40 Jahren und schloss sie 2010 mit der Befähigungsprüfung (Meisterprüfung) ab. 2011 machte ich mich dann selbständig.

Der regelmäßige Besuch bei der Fußpflege hängt sehr vom individuellen Zustand der Füße ab. So reicht es bei vielen, alle 6 bis 8 Wochen zu kommen, wenn weniger Hornhaut oder keine Hühneraugen vorhanden sind – andere wiederum brauchen alle 2 oder 3 Wochen eine Fußpflege. Gerade Diabetiker sollten allerdings regelmäßig, mindestens alle 4 Wochen, kommen, da in manchen Fällen übersehene Verletzungen oder Entzündungen hier gravierende Folgen nach sich ziehen können.

Es gibt auch kein bestimmtes Alter, ab dem man eine Hand- oder Fußpflege aufsuchen sollte.

Fast alle Altersstufen sind bei unseren Kunden vertreten:

Wir haben viele Kinder, die schon in jungen Jahren eingewachsene Nägel plagen – bis hin zu über 90 Jährigen, die sich im Alter natürlich schwerer tun, ihre Füße selbst zu pflegen.

Man sollte Hand- und Fußpflege aber keinesfalls nur als notwendiges Übel betrachten: sehr viele unserer Kunden – auch Männer – gönnen sich die professionelle Behandlung Ihrer Hände und Füße auch ohne dringenden Bedarf – in jedem Alter. Viele genießen zusätzlich unsere Fuß-Massagen, Paraffin-Behandlungen und Maniküren mit Lack oder Shellac als entspannende Verwöhn-Behandlung. Unser ganzes Studio setzt in diesem Bezug ganz besonders auf den ‚Wohlfühl-Faktor‘ – deshalb auch unser Motto: Hinkommen – Entspannen – Wohlfühlen.

 

Du bietest ein umfassendes Fußpflegeprogramm an. Welche Leistungen darf der Kunde bei dir erwarten und welche Leistungen werden am meisten in deinem Fußpflegestudio in Anspruch genommen? Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Podologe, med. Fußpfleger und prof. Fußpfleger? Darst du auch eine medizinische Fußpflege durchführen?

Die klassische Fußpflege ist mit Sicherheit die wichtigste Behandlung in unserem Programm. Gefolgt von Maniküren, aber auch Notfall-Behandlungen bei eingewachsenen Nägeln oder schmerzenden Hühneraugen.

Gerade während der Sommermonate haben wir sehr viele Kunden, die sich eine Nagel-Prothetik machen lassen. Das ist ein künstlicher Nagelersatz, der bei kaputten oder deformierten Nägeln zum Einsatz kommt. Der künstliche Nagel sieht dem eigenen Nagel sehr ähnlich und kann ganz normal behandelt oder lackiert werden – so können wieder offene Schuhe getragen werden ohne ungutes Gefühl.

Neben all den klassischen Hand- und Fußpflege-Behandlungen bieten wir auch Nagel-Spangen bei hartnäckig eingewachsenen Nägeln an, aber genauso kosmetische Zusatz-Leistungen wie das Lackieren mit normalem Lack oder Shellac, normale Fuß- oder Peeling-Massagen und Behandlungen mit warmen Paraffin-Wachs. Das macht ganz besonders geschmeidige Füße.

Den Begriff ‚Medizinische Fußpflege‘ dürfen wir in Österreich leider nicht verwenden – obwohl unsere Ausbildung mit dem Abschluss durch ‚Befähigungs- bzw. Meisterprüfung‘ gleichwertig der Ausbildung in Deutschland zur ‚Medizinischen Fußpflege‘ ist. In meinem Studio bieten wir – meine Angestellten haben alle eine abgeschlossene Lehre – sämtliche Dienstleistungen an, die in Deutschland unter ‚Medizinischer Fußpflege‘ angeboten werden.

Bei uns wird mit Skalpell gearbeitet, es werden Hühneraugen und eingewachsene Nägel behandelt und wir dürfen auch an Diabetikern arbeiten – nicht zu verwechseln mit der rein ‚kosmetischen Fußpflege‘ (fälschlich oft als Pediküre bezeichnet), bei der kein Skalpell zum Einsatz kommen darf. Damit können keine Druckstellen oder Probleme behandelt werden. Auch Diabetiker dürfen so nicht behandelt werden.

Wie läuft eine Fußpflege-Behandlung in der Regel bei dir ab? Was kann die professionelle Fußpflege gegen Hühneraugen, Warzen, Fuß- und Nagelpilz tun? Wann ist denn aus Sicht des Fußpflegers der Gang zum Arzt zu empfehlen?

Der Ablauf einer Fußpflege beginnt bei uns immer mit einem entspannenden Fußbad, einem Kaffee und/oder einem Glas Wasser (falls gewünscht). Danach wird mit dem Skalpell die Hornhaut entfernt, Hühneraugen behandelt (falls vorhanden). Es werden die Nägel geschnitten und ausgeputzt, Nagelhaut entfernt und eventuell eingewachsene Nägel behandelt. Zum Abschluss werden, je nach Hauttyp, die Füße eingecremt – oder nach Wunsch die Nägel lackiert (nicht nur bei Damen).

Hühneraugen sind nichts anderes als harte Haut, die durch Druck oder Reibung bei Fußfehlstellungen entsteht, nach innen zu wachsen beginnt und dort auf Nerven drückt, die dann oft höllische Schmerzen verursachen. Diese harte Haut kann man mit den entsprechenden Werkzeugen meist gut entfernen.

Warzen sind eine Virus-Erkrankung, die wir nicht behandeln können. Natürlich dürfen wir keine Diagnose stellen, aber beim Verdacht auf Warzen schicken wir unsere Kunden zum Hautarzt, der da gezielt eine Behandlung und die entsprechenden Medikamente anbieten kann. Die sich oft um Warzen bildende harte Haut entfernen wir allerdings schon – so schicken Hautärzte oft Ihre Patienten zu uns, um die umgebenden Stellen von Warzen von harter Haut zu befreien, damit so eine effizientere Heilung möglich wird.

Gleiches gilt bei Nagel- oder Hautpilz: auch hier muss der Hautarzt konsultiert werden. Der kann die richtigen Medikamente und Behandlungen verschreiben. Aber auch hier kommt es zu einer Symbiose: obwohl der Arzt die Diagnose stellen und die richtigen Medikamente verschreiben muss, sind wir von der Fußpflege zuständig, um verdickte Nägel abzufräsen und so eine effizientere und schnellere Heilung zu ermöglichen.

Wie schon geschrieben, arbeiten wir sehr eng mit Hautärzten, aber auch Chirurgen, zusammen. Sobald wir einen Verdacht auf Nagelpilz oder Warzen haben, empfehlen wir unseren Kunden einen Hautarzt aufzusuchen. Sollten Nägel so stark eingewachsen sein, dass eine heftige Entzündung, wildes Fleisch oder gar eitrige Schwellungen vorhanden sind, müssen wir unsere Kunden zum Arzt bzw. Chirurgen schicken. Einerseits um die Entzündung fachgerecht behandeln zu lassen (mit Antibiotika). Manchmal aber auch, um Fußnägel unter Narkose ausschneiden zu lassen (Resektion).

 

Kannst du unseren Lesern einige nützliche Ratschläge geben, wie man seine Füße zu Hause selbst gezielt unterstützen kann? Was kann man daheim tun, um Hornhaut möglichst schonend abzutragen? Und wie kann man der Entstehung von Hornhaut vorbeugen?

Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass viele Leute Ihren Füßen wenig bis gar keine Beachtung schenken. Dabei tragen sie uns ein Leben lang! Dafür sollten wir ihnen ein wenig dankbar sein und uns auch mal um sie kümmern.

Bei trockener Haut empfehlen wir immer wieder, die Füße einzucremen. Damit ist oft schon viel getan, um Rissen oder rauer Haut vorzubeugen.

Fußbäder schaden auch nicht – und oft lässt sich durch ein entspannendes Kräuter-Fußbad schon viel abgestorbene Haut spielend leicht entfernen.

Aber harte Haut (oder Hornhaut) ist nicht nur schlecht, sie ist auch ein Schutz, besonders wenn man viel barfuß unterwegs ist.

Aufpassen sollte man nur, wenn es zu Rissen (Rhagaden) kommt – da können schnell Schmerzen oder Entzündungen entstehen.

Sollten immer wieder Hühneraugen auftreten, sollte man sich eventuell über sein Schuhwerk Gedanken machen. Füße sind die Körperteile, die sich auch noch im Alter am stärksten verändern. Ein Schuh, der voriges Jahr noch super gepasst hat, kann heute schon Druckstellen verursachen. Enge Schuhe oder Stöckelschuhe sind sowieso der natürliche Feind eines jeden Fußes – aber darüber brauche ich wohl nichts zu sagen.

Manchmal sind es kleine Verletzungen, Steinchen oder gar nur die Naht einer Socke, die ein Hühnerauge entstehen lässt. Also einfach etwas öfter mal auf seine Füße achten, um vielen Problemen schon im Ansatz vorzubeugen.

Immer wieder erleben wir, dass manche Menschen Probleme an ihren Füßen einfach ignorieren. Seien es Hühneraugen, die schon größer sind, als das tatsächliche Auge des den Namen gebenden Tieres und unglaubliche Schmerzen verursachen müssen. Oder eingewachsene Nägel werden trotz großer Schmerzen einfach unbeachtet gelassen, so dass wir dann vor einem fast unlösbaren Problem aus Entzündung, wildem Fleisch und Eiter stehen – wo dann nur noch der Gang zum Chirurgen hilft. Bei Diabetikern kann so etwas schnell bis zur Amputation führen!

So weit muss es wirklich nicht kommen. Schaut ein wenig auf eure Füße – und wenn ihr einmal nicht mehr weiter wisst, dann kommt zu uns – aber bitte bevor es zu spät ist.

Den Füßen wird unerklärlich oft wenig Beachtung geschenkt

Warum die Füße von vielen Menschen oft so stiefmütterlich behandelt werden, wäre mal eine Untersuchung wert. Auf jeden Fall ist es gesundheitsschädigend und wird auf die Dauer mit allen möglichen Unannehmlichkeiten wie Hühneraugen, eingewachsenen Nägeln und Pilzerkrankungen bestraft. Wer ein fachlich so gut aufgestelltes Studio wie “Fußpflege Wien by Sabine” in der Nähe hat, sollte das unbedingt nutzen, bevor es zu starken Schmerzen kommt. Eine regelmäßige Fußpflege gehört einfach zum Standard einer ambitionierten Körperpflege.

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