Authentizität bildlich einfangen

Veröffentlicht am 20 März 2019 von Verena Arnold
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Oft bedarf es ein paar kleiner Hilfestellungen, um schöne Erinnerungen wach zu halten. Das kann das Sprechen im Familien- oder Freundeskreis sein, liebgewonnene Souvenirs, die zuhause im Regal stehen, oder ein besonderes Foto, das gerahmt auf der Anrichte steht. Gerade letztere eignen sich dabei besonders gut auch als Geschenke, um an gemeinsam verbrachte Zeit oder gemeinsame Erlebnisse zu erinnern.

Damit diese Bilder in ihrer Qualität auch der Bedeutung ihres Anlasses gerecht werden, empfiehlt es sich, auf jemanden zurückzugreifen, der genau weiß, wie er die Essenz des Portraitierten einfangen kann, egal ob es ein Kind oder ein Erwachsener ist, eine einzelne Person oder eine Gruppe handelt.

Hannes Pacheiner, der schon als Kind für die Fotografie brannte, sie aber erst sehr viel später zu seinem Beruf machte, ist so jemand. Seinen Bildern merkt man seine Leidenschaft an, aus jedem Motiv das Beste herausholen zu wollen, was ihm gerade durch den bewussten Einsatz des perfekten Lichts gelingt. Wir wollten im Gespräch mit ihm mehr über seine Arbeit und sein Berufsgeheimnis erfahren.

Unser Interviewpartner Hannes Pacheiner setzt seinen Fokus auf die „People-Fotografie“

 

Hannes, auf deiner Website erwähnst du, dass du dich bereits im Alter von 10 Jahren für Fotografie interessiert hast. Was fasziniert dich besonders? Weshalb hast du dennoch zunächst einen ganz anderen Beruf als den des Fotografen ausgeübt?

Ja, die Leidenschaft für das Fotografieren war bereits in der Kindheit vorhanden. Später als Jugendlicher habe ich nächtelang das elterliche Badezimmer zur Dunkelkammer umgestaltet, um meine Filme und Fotos entwickeln zu können. Nach der Matura wäre ich zwar gerne Fotograf geworden, hatte aber keine Lust, eine Lehre zu absolvieren und erneut die Schulbank zu drücken und bin dann über einen kurzen Umweg im Tourismusamt in der Bank gelandet. Ende 30 wurde mir immer klarer, dass das nicht der Beruf ist, der mich erfüllt und dass ich etwas ändern muss. An der Fotografie fasziniert mich, dass ich meine persönliche, individuelle Wahrnehmung, wie ich Dinge und Personen sehe, mittels Brennweite, Zeit und Blende in nonverbale Bildsprache umwandle und Erinnerungen an Momente, Personen für die Ewigkeit schaffe.

 

Du bezeichnest die „People-Fotografie“ als Schwerpunkt deiner Arbeit. Worauf achtest du bei deinen Fotos besonders?

Ich kann sehr gut mit Menschen um- und auf Menschen eingehen. Die Fotografie von Personen ist etwas sehr Intimes. Vollkommen unabhängig davon, ob der- oder diejenige vor der Kamera bekleidet ist oder nicht. Authentizität ist für mich das Um und Auf. Ich mag ehrliches Lachen, aber kein „Cheese“ und keine Ameisenexkremente. Mir ist es wichtig, dass sich die Leute auf ihren Fotos selbst wiedererkennen und Freude damit haben.

 

Wo finden die Fotoshootings statt? Welche Locations nutzt du besonders gerne?

Die Shootings finden sowohl bei mir im Studio als auch Outdoor oder in den eigenen vier Wänden der Kunden statt – je nachdem wie es gewünscht ist. Ich fotografiere überall, zugleich fasziniert mich im Studio, dass ich mir „mein Licht“ komplett selbst gestalte. Outdoor spielt das Wetter logischerweise immer eine entscheidende, mitgestaltende Rolle.

 

Ist es eine besondere Herausforderung für dich, Babys und Kids zu fotografieren? Wie unterscheiden sich diese Shootings zu denen von Erwachsenen?

Nein, Baby- und Kinder-Shootings sind nicht mehr oder weniger Herausforderung, als Shootings mit Erwachsenen. Die Challenge besteht manchmal darin, den Eltern wertschätzend zu vermitteln, dass ihr Kind – nur weil es gerade fotografiert wird – nicht ein Dauergrinsen im Gesicht tragen muss. Mir ist wichtig, dass das Shooting auch für die kleinen Herren und Damen zu einem Erlebnis wird, an das sie nicht mit unangenehmen Erinnerungen zurückdenken. „Ich werde nicht gerne fotografiert“, bekomme ich regelmäßig zu hören. Möglicherweise hat das auch damit zu tun, dass viele schon als Kind regelrecht darauf trainiert worden sind, zu lächeln/freundlich drein zu schauen, sobald eine Kamera auf sie gerichtet war. Davon halte ich überhaupt nichts, weil wir nicht mit einem Dauerlächeln durchs Leben laufen. Somit sind wir wieder beim Thema „Authentizität“.

Für Hannes steht vor allem die Authentizität der Bilder im Vordergrund

 

Fotografien braucht das Land!

„So jung kommen wir nicht mehr zusammen“, sagt man so schön, und es ist wahr: Der Moment verfliegt so schnell, aus Tagen werden Monate und Jahre. Plötzlich merkt man, dass man sich verändert hat und die Vergangenheit unwiederbringlich vorbei ist. Umso wichtiger ist es für die eigene Lebensgeschichte, aber auch das Umfeld, sicherzustellen, hin und wieder den einen oder anderen Moment festzuhalten. In zwanzig Jahren werden wir uns freuen, wie wir heute aussahen, wie süß die Kinder waren, dass wir Zeit mit jemandem verbracht haben, der nicht mehr ist. Jetzt ist der Moment, um das Jetzt im Bild festzuhalten!

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