Als Hobby ebenso spannend wie als Beruf

Veröffentlicht am 13 März 2019 von Verena Arnold
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Das ist die Fotografie, die mit jedem Motiv und jeder Location eine neue Herausforderung darstellt. Ein Portrait-Fotograf muss zum Beispiel bei jedem Gesicht darauf achten, dass die Beleuchtung zur Gesichtsform und zum Hautton passt. Der Landschaftsfotograf muss jeweils den richtigen Standort für die Aufnahme finden, um das Motiv richtig in Szene zu setzen. Für die Fotografie von Kindern braucht es sehr viel Feingefühl und bei Tieren extrem viel Geduld. Für wirklich gelungene Fotos benötigt man zudem auch Kenntnisse zur richtigen Technik, welche Möglichkeiten die unterschiedlichen Kameras bieten und vieles mehr. Und auch die Nachbearbeitung erfordert Fachkenntnisse, damit das Bild wirklich verbessert wird.

Wir haben mit Thomas Rathay aus Stuttgart gesprochen. 1970 in Berlin-Friedrichshain geboren und in Wandlitz/Klosterfelde im Landkreis Barnim in Brandenburg aufgewachsen, absolvierte er nach dem Abitur erstmal die Ausbildung zum Konditor bis zur bestandenen Meisterprüfung. Anschließend war er 14 Jahre im elterlichen Betrieb tätig, bevor er sich aus gesundheitlichen Gründen neu orientieren musste.

Da er sich bereits seit seinem 14. Lebensjahr für die Fotografie begeisterte und dieses Hobby intensiv pflegte, besonders auf Reisen, war es naheliegend die Neuorientierung in diesen Bereich auszurichten. Dazu gehörte auch ein Ortswechsel. 2003 zog er weg aus dem Barnim, um in Esslingen am Neckar in Baden-Württemberg an der LAZI-Akademie die Ausbildung zum Fotodesigner zu absolvieren. 2005 schloss er diese als staatlich anerkannter Fotodesigner erfolgreich ab. Zu seiner Ausbildung gehörte auch ein umfassendes Praktikum bei einem Kollegen in Hamburg mit den Schwerpunkten  Sport-, Werbung- und Outdoor-Fotografie, was ihm die Richtung wies für sein weiteres Fotografenleben.

Bis heute arbeitet er ohne Studio, sondern immer beim Kunden vor Ort. In der Regel arbeitet er allein, ist aber mit Ausbildungskollegen und durch die Mitgliedschaft im Verband FREELENS e.V. sehr gut mit Kollegen und Kolleginnen vernetzt. Sein Angebot ist vielseitig. So fotografiert er für die verschiedensten Firmenporträts in fast alle Bereichen. Sowohl im Bereich Technik und Industrie, ebenso wie im Bereich Gastronomie und Hotellerie. Zuletzt auch verstärkt für Tourismusregionen, die neue Bilder für ihre Webauftritte und Druckerzeugnisse benötigen. Aber auch Magazine im Outdoor-Bereich drucken seine Bilder zu den entsprechenden Themen genauso, wie Magazine im Geschäftsbereich Medizin, Technik und Stadtentwicklung.

Und er gibt sein Wissen und seine Erfahrung weiter und bietet unterschiedliche Kurse und Workshops zum Thema Fotografie an, um Interessenten das Abenteuer Fotografie näher zu bringen.

Thomas Rathay ist Fotograf und bietet Fotokurse an, die seinen Gästen 
sichtlich Freude bereiten.

 

Was ist das Besondere an Ihrem Stil? Was muss getan werden, damit jede Fotografie zu einem kleinen Meisterwerk wird?

Meine Fotografie lebt von der Nähe. Die Nähe zum Abgebildeten muss nicht nur räumlich zu erkennen sein, sondern meine Portraitbilder sollen auch zeigen, dass ich mich mit den Personen vor der Kamera beschäftigt habe. Das ist es auch, was mir an meinem Beruf sehr viel Freude bereitet. Ich lerne unglaublich viele unterschiedliche, interessante Menschen kennen.

Wenn ich Landschaften oder Outdoorerlebnisse abbilde, berücksichtige ich die Regeln der Fotografie und spiele mit diesen, um das Bild zu etwas Besonderem zu machen. Dass jede Fotografie von mir ein kleines Meisterwerk wird, glaube ich allerdings nicht. Jedes Foto, was ich an den Kunden weitergebe, ist technisch und gestalterisch ausgereift, aber am Ende ist doch alles wieder Geschmackssache. Was ich sagen will, ich kann nicht nur in meinem Stil fotografieren, sondern muss mich auch nach den Wünschen meiner Auftraggeber richten und manchmal auch „nur“ ein dokumentarisches Bild erstellen.

 

Nutzen Sie die Erfahrung und Arbeit anderer Fotografen in Ihrer Arbeit? Und teilen Sie Ihre Arbeit mit anderen Fotografen?

Ich schaue mir immer wieder gerne die Arbeiten anderer Fotografen an. Durch die Mitgliedschaft bei FREELENS e.V. bekomme ich auch Kontakt zu meinen Kollegen hier vor Ort und bundesweit. Wir treffen uns ab und an, um uns zu fotografischen Themen auszutauschen. Dabei gibt es eigentlich keine Geheimnisse, denn wir sehen uns als Gemeinschaft, die nur gemeinsam richtig gut sein kann und weniger als Konkurrenz. Da kommen schon gute Ideen und manchmal auch Ausstellungen zu Stande.

Ein wichtiges Merkmal der Fotografie von Thomas Rathay ist die Nähe

 

Welches Utensil verwenden professionellen Fotografen für Fotoshooting am liebsten und warum? Mit welchem Fotoapparat haben Sie angefangen?

Das kann ich gar nicht so einschränkend beantworten. Ich zähle mal auf, was ich auf Touren und Aufträgen als Minimalausrüstung immer dabei habe: Vollformat-Kamera, Objektive für den speziellen Einsatz ausgewählt, System-Blitzlicht, Stativ, Fernauslöser, Kamera-App auf dem Smartphone, Ersatzakkus für alles und weitere leere Speicherkarten.

Mein Lieblingsobjektiv ist das 8-15 mm Fischauge. Ich kann es zwar nicht oft einsetzen, es hat aber eine unglaublich gute Abbildungsqualität und wenn ich damit Bilder mache, sind das auf jeden Fall Hinguckerfotos, weil sehr ungewöhnlich.

Angefangen habe ich mit einer Exa-1a Kamera mit Lichtschachtsucher, die meinem Vater gehörte, danach kaufte ich mir eine Praktika MTL 5B von meinem Taschengeld und als es dann nach 1989 alles zu kaufen gab, was das Herz begehrte und der Geldbeutel hergab, kam ich zu CANON und bin der Marke bisher treu geblieben.

 

Sie bieten auch Fotokurse an. Welche Fächer werden unterrichtet? Wie kann man sich eine solche Ausbildung vorstellen? Besteht sie mehr aus Theorie oder mehr aus Praxis?

Meine Fotokurse sind nicht als Unterricht im klassischen Sinne zu verstehen. Ich vermittle Wissen an Wissbegierige. Alle die gerne fotografieren und sich weiterbilden möchten sind bei mir richtig.

Anfängern gebe ich Hilfe bei den ersten Schritten, manchmal mit einer für sie ganz neuen Kamera. Fortgeschrittenen kann ich immer Tipps zur Bildgestaltung und zur weiteren Verwendung ihrer Fotos geben, immer entdecken sie auch noch neue Features an ihren Werkzeugen. Mit allen zusammen gehe ich aber IMMER fotografieren.

Die Theorie, die ich vermittle, ist immer nur der Impuls zum selber üben und ausprobieren. Das heißt, in den meisten Fällen sitzen wir zusammen, ich “unterrichte“ meine vorbereiteten Themen, gebe eine dazu stimmige Tagesaufgabe, über die wir uns kurz unterhalten und dann geht es sofort raus ans Fotografieren.

Hierbei sind meine „Schüler“ nie allein. Ich stehe mit Rat und Tat zur Seite, gebe Tipps bei der Umsetzung und erkläre unterwegs noch so manch Wissenswertes zum Thema Fotografie oder auch zur Region und der Landschaft in der wir uns bewegen. Am Abend oder nächsten Tag besprechen wir dann gemeinsam die Ergebnisse und klären Fragen, die beim Fotografieren aufgekommen sind, bevor das nächste Thema behandelt wird.

Fotokurse gibt es für Anfänger und Fortgeschrittene

 

Vom Profi lernen

Irgendwann kommt bei vielen Hobbyfotografen der Punkt, an denen sie höhere Anforderungen an sich und ihre Bilder stellen. Und manchmal möchte auch jemand gleich zu Beginn etwas Fachkenntnisse erlangen, um die Freude am Hobby Fotografie zu verstärken und immer bessere Bilder zu erzielen. Kurse und Workshops bei Profi-Fotografen bieten dafür genau den richtigen Rahmen. Vielen Dank an Thomas Rathay für dieses Gespräch und den Einblick in seine Arbeit.

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